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Wolfsburg, 19.12.2007

Unternehmenserfolg durch Umweltschutz – 3. Konzernumweltkonferenz von Volkswagen fand in Wolfsburg statt

Volkswagen Umweltexperten trafen in Wolfsburg zum Erfahrungsaustausch zusammen

„Unternehmenserfolg durch Umweltschutz“ lautet das Motto der 3. Konzernumweltkonferenz, die am vergangenen Montag in Wolfsburg von Prof. Dr. Jochem Heizmann, Mitglied des Vorstandes der Volkswagen Aktiengesellschaft, und Prof. Dr. Jürgen Leohold, Leiter der Konzernforschung von Volkswagen, eröffnet wurde. Mehr als 250 Umweltexperten der Marken und Regionen des Volkswagen Konzerns trafen im MobileLifeCampus vom 10. bis 12. Dezember zusammen. Auf der Tagesordnung standen neben Vorträgen auch zahlreiche Workshops. So hatten die Umweltexperten die Möglichkeit, ihr Wissen zu Themen wie Marktchancen durch umweltfreundliche Produkte, Umweltschutz in der Standardfabrik, Umweltziele in der Fahrzeugentwicklung oder Umweltmanagement in den Lieferantenbeziehungen zu vertiefen.

Ziel dieser Konzernumweltkonferenz war es, zum Erfahrungsaustausch der Umweltexperten beizutragen und so gemeinsam Visionen und Leitlinien für den Umweltschutz zu entwickeln, um so die weltweiten Aktivitäten zu synchronisieren.

„Entscheidend ist dabei, dass dauerhaft funktionierende Umweltmanagementsysteme existieren, um das Thema Umweltschutz in alle Planungs- und Realisierungsprozesse einfließen zu lassen. Das lässt sich am ehesten durch einen kontinuierlichen Wissenstransfer und eine systematische Kommunikation in weltweiten Netzwerken erreichen. Die Konzernumweltkonferenzen tragen hierzu maßgeblich bei“, machte Prof. Dr. Jürgen Leohold deutlich.

In den sich anschließenden Fachforen referierten namhafte Experten zu den Herausforderungen eines möglichen Klimawandels und der Bedeutung für die Regionen in denen Volkswagen tätig ist. Auf die europäische Perspektive ging Detlef Sprinz, Ph.D, vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung ein und wies insbesondere darauf hin, dass der Transportsektor große Defizite in der Verringerung der Treibhausgase aufweise.

Truman Semans vom Pew Center on Global Climate Change legte die Perspektive der USA dar und machte dabei deutlich, dass das Thema Klimaschutz nunmehr in der amerikanischen Politik angekommen sei. So haben bereits 16 Staaten Emissionsstandards für Treibhausgase für Fahrzeuge erlassen. Allerdings sei dies nach Ansicht von Semans erst ein erster Schritt auf einem noch langen Weg.

Eine Einschätzung zum derzeitigen Stand der Klimadiskussion aus asiatischer Sicht verdeutlichte Philippe Benedic, Resident Director Generals Asian Development Bank. Er verwies darauf, dass der Energieverbrauch in Asien im Vergleich zum Jahr 1973 um 300% gestiegen sei und sich die Nachfrage nach Energie bis zum Jahr 2030 verdoppeln wird.

Dr. Imme Scholz vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik verdeutlichte die Situation Brasiliens in der Klimadiskussion. Anders als in anderen Ländern und Regionen der Welt geht die Bedrohung des Klimas hier nicht vom Verkehr und der Industrie aus, sondern von den andauernden exzessiven Brandrodungen im Amazonas-Gebiet. Brasilien ist daher als größter Emittent von Treibhausgasen im südamerikanischen Raum anzusehen.

Im anschließenden Fachforum „Innovative Antriebskonzepte“ diskutierten Dr. Wolfgang Steiger, Leiter Forschung Antriebe von Volkswagen, Prof. Dr. Wolfgang Schindler von der TU Berlin und Prof. Dr. Rudolf Petersen vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie die Frage nach möglichen Lösungen neuer Antriebskonzepte und der Senkung der CO2-Emissionen des PKW-Verkehrs. Für Volkswagen sei dabei die Weiterentwicklung der Elektrobatterien für Automobile von besonderer Bedeutung, betonte Steiger. Volkswagen setze zusammen mit der Universität Münster den Forschungsschwerpunkt auf Lithium-Ionen-Batterien. Gegenüber den zurzeit üblichen Nickel-Metallhybrid-Batterien versprechen die Lithium-Ionen-Batterien eine höhere Leistung sowie eine längere Lebensdauer.


Das Instrument der Konzernumweltkonferenzen

Die Konzernumweltkonferenz ist neben den Regionalkonferenzen der einzelnen Länder mit Volkswagen Standorten das wesentliche Instrument, um die vereinbarten Umweltziele weltweit in allen Fabriken einzuführen und zu kontrollieren. So dienen die Konferenzen auch dazu, diese Zielerreichung regelmäßig zu überprüfen oder auch Hindernisse, die ihnen entgegenstehen zu beseitigen. Ziel der Regionalkonferenzen ist es, die Konzerntumweltstrategie umzusetzen. Diese Konferenzen finden in einem Turnus von zwei bis drei Jahren auf der Basis internationaler Umweltaudits statt und sind auf die Regionen mit Volkswagen Standorten bezogen.

Bereits 1998 führte Volkswagen das Instrument der Konzernumweltkonferenz ein. Als Ergebnis dieser ersten Konzernumweltkonferenz hat Volkswagen für den Bereich der Produktion weltweit gültige Leitlinien zu Umweltstandards erlassen. Ziel dieser Leitlinien ist es, an allen Volkswagen Standorten für die Produktionsverfahren einheitliche Mindeststandards auf überdurchschnittlichem Niveau zu etablieren. Wesentliches Ziel der zweiten Konzernumweltkonferenz im Jahr 2002 war die noch konsequentere Einbeziehung der Lieferanten und Partner von Volkswagen in die Weiterentwicklung des Umweltmanagements.