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21.05.2008

Zukunftsforschung - Ein Blick ins automobile Übermorgen

Was wird die Zukunft für die Autoindustrie bringen? Filme wie „I, Robot“ oder „Minority Report“ lassen der Fantasie freien Lauf. Von intelligenten Straßen und schwebenden Autos, die den Fahrer bzw. den „Piloten“ ohne dessen Hilfe von A nach B bringen, während dieser sich die aktuellen Nachrichten auf einem in der Frontscheibe integrierten Display anschaut bis hin zu Applikationen, die sich per Spracheingabe oder durch Blicksensoren steuern lassen, ist alles denkbar.

Diesen spektakulären Zukunftsvisionen stehen die Themen der Gegenwart gegenüber: Klimawandel, soziale Ungleichheit, unaufhaltsames Wachstum der Städte, Verknappung der Ressourcen sowie Überalterung der Gesellschaft.

In der Volkswagen Konzernforschung analysieren Wolfgang Müller-Pietralla, Leiter der Abteilung Zukunftsforschung und Trendtransfer und sein Team gesellschaftliche und technologische Entwicklungen. Die internen Kooperationen sind vielfältig; ein Beispiel: gemeinsam mit der Konzern-Marktforschung und -analyse werden zukünftige Kundenbedürfnisse beschrieben.

„Wir sind keine Hellseher, aber wir sind durchaus in der Lage abzuschätzen, welche Strömungen die Welt von Morgen maßgeblich verändern werden“, sagt Müller-Pietralla.

Einige Ausblicke: Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf schätzungsweise neun Milliarden Menschen anwachsen. Bis zu 70% davon werden in Städten leben. Megacities entstehen vor allem in den für Volkswagen wichtigen asiatischen Zukunftsmärkten, die einen hohen Energiebedarf haben. Daher werden alternative Antriebe, aber auch eine intensivere Regulierung des Straßenverkehrs an Bedeutung gewinnen.

Eine der Lösungen für die westlichen Megacities sind Elektrofahrzeuge. Müller-Pietralla: „Für uns sind Strategien für den erfolgreichen Einsatz von Elektrofahrzeugen ein TOP-Thema“.

In Zukunft ist das Auto gleichzeitig Pilot, Co-Pilot oder Coach. Es entwirft Alternativrouten und sorgt dafür, dass Fahrer und Insassen ihre Zeit auch im Stau sinnvoll nutzen können: Büroaufgaben erledigen, oder einfach entspannen. Die Fahrzeuge werden mehr denn je die individuellen Bedürfnisse der Insassen maßgeschneidert erfüllen.

Zukünftig werden auch kleine und sehr wendige Einpersonen-Fahrzeuge das Straßenbild im Individualverkehr mitprägen. Gleichzeitig wird der Verkehr über intelligent vernetzte Verkehrssysteme flüssiger und sicherer.

Alles in allem: „Autofahren macht auch in Zukunft Spaß. Entscheidend ist, dass unsere Produkte begeistern und Mobilität für den Kunden bezahlbar bleibt“, so Müller-Pietralla.

 

Unterstützt von der Volkswagen Zukunftsforschung haben Designstudenten der FH Pforzheim in diesem Frühjahr ihre Visionen für die Mobilität von Morgen entwickelt. Einige Beispiele zeigen wir hier.