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FAQs Ukraine

Was sagt Volkswagen zur aktuellen Entwicklung in der Ukraine Krise?
Wir beobachten mit großer Bestürzung und Betroffenheit die täglichen Nachrichten über den Krieg in der Ukraine und hoffen weiterhin auf eine Einstellung der Kampfhandlungen und eine Rückkehr zur Diplomatie. Wir sind überzeugt, dass eine nachhaltige Lösung des Konflikts nur auf Grundlage internationalen Rechts erfolgen kann.

Vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine und den daraus resultierenden Folgen, hat der Konzernvorstand bereits Anfang März entschieden, die Produktion von Fahrzeugen in Russland bis auf weiteres einzustellen. Diese Entscheidung gilt für die russischen Produktionsstandorte Kaluga und Nischni Nowgorod.

Auch der Fahrzeugexport nach Russland wurde gestoppt.

Mit der weitgehenden Unterbrechung der Geschäftstätigkeit in Russland ziehen wir die Konsequenzen aus der von starker Unsicherheit und den aktuellen Verwerfungen geprägten Gesamtsituation. Die russischen Behörden sind über die Entscheidung informiert und haben Kenntnis über den Sachverhalt. Darüber hinaus beobachten wir fortlaufend die weiteren Entwicklungen sowie die Gesamtsituation.

Der Konzernvorstand nimmt seine Verantwortung für die betroffenen Mitarbeiter der Volkswagen Group RUS sehr ernst. Die betroffenen Mitarbeiter*innen in Russland erhalten eine angemessene Lohnfortzahlung, die von Volkswagen getragen wird.

Welche Auswirkungen eines längeren Konflikts für die europäische Wirtschaft sieht Volkswagen?
Der Volkswagen Konzern befürchtet schwerwiegende Auswirkungen des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland für die gesamte europäische Wirtschaft.

Eine weitere, längerfristige Unterbrechung der globalen Lieferketten könnte u.a. zu erheblichen Preissteigerungen, Energieknappheit und einer Erhöhung der Inflationsraten führen und damit massive negative Auswirkungen für europäische und insbesondere deutsche Unternehmen zur Folge haben.

Die europäische Abhängigkeit von Rohstoffimporten, bei denen es langfristig zu Engpässen kommen könnte, träfe den europäischen Wirtschaftsraum zusätzlich. Sanktionen und Gegensanktionen treffen Russland und Europa, USA und China bleiben weitgehend verschont.

Daher spricht sich der Volkswagen Konzern für ein geschlossenes, kraftvolles Auftreten der Staatengemeinschaft aus.

Volkswagen setzt die aktuell in Kraft getretenen Sanktionen vollständig um. Ziel muss es sein, durch diplomatische Verhandlungen der Beteiligten auf Augenhöhe, möglichst bald ein Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine herbeizuführen und insbesondere das Leid der Menschen in der Ukraine zu beenden.

Beteiligt sich Volkswagen an der Flüchtlingshilfe?
Das Unternehmen selbst hat sich aktiv mit humanitärer Hilfe beteiligt. Der Vorstand hatte daher bereits in einem ersten Schritt eine Soforthilfe von 1 Mio. Euro an die UNO-Flüchtlingshilfe auf den Weg gebracht – den nationalen Partner des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR).

Porsche und Audi haben zudem jeweils eine Million Euro Soforthilfe zur Verfügung gestellt und Skoda zusammen mit weiteren Gesellschaften fast eine halbe Million Euro.

Doch diese aktuell rund 3,6 Millionen Euro Soforthilfe unseres Konzerns für die Betroffenen des Krieges waren nur der Anfang, mittlerweile beläuft sich der Betrag auf rund 5,5 Millionen Euro. Zusammen mit dem Konzernbetriebsrat haben wir zu Belegschaftsspenden aufgerufen. Mittlerweile Stand: (04.04.) hat unsere Belegschaft über rund 1,5 Millionen Euro gespendet und die Aktionen laufen weiter.

Die Mitarbeitenden in Deutschland rund besonders auch in Polen, der Tschechischen Republik und der Slowakei haben zudem zahlreiche private Hilfsprojekte ins Leben gerufen.

Volkswagen unterstützt Hilfsorganisationen zudem konzern- und markenweit mit Fahrzeugen und weiteren Mobilitätslösungen, um Flüchtlinge oder Hilfsgüter zu transportieren.

Wie gehen Sie mit der Ankündigung der russischen Regierung um, Werk und Vermögen des Volkswagen Konzerns in Russland zu verstaatlichen und unter externe Verwaltung zu stellen?
Der Volkswagen Konzern verfolgt die Diskussionen um Enteignung mit Sorge. Volkswagen lässt die Produktion von Fahrzeugen in Russland und den Export von Fahrzeugen nach Russland bis auf weiteres ruhen. Grund dafür sind u.a. fehlende bzw. stark eingeschränkte Teileverfügbarkeit bei Zulieferern sowie logistische Herausforderungen, die sich durch die Kriegshandlungen ergeben. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Russland stehen weiterhin im Beschäftigungsverhältnis und erhalten für die Dauer der Geschäftsruhe Entgeltfortzahlungen, die vollumfänglich von der VGR getragen werden.  

Liefern sie weiter Ersatzteile zur Reparatur von Fahrzeugen von Kunden in Russland?
Im Rahmen der durch die Sanktionen der EU vorgegebenen Restriktionen liefern wir Ersatzteile und erfüllen unsere Service- und Garantieverpflichtungen. Von diesen Sanktionen betroffen ist im Übrigen auch der technische Support für die betroffenen Teile und Komponenten.

Wie andere Unternehmen in der Region sehen uns auch wir mit einer außergewöhnlichen Situation konfrontiert: Fehlende bzw. stark eingeschränkte Teileverfügbarkeit von Zulieferern sowie logistische Herausforderungen, die sich durch die Kriegshandlungen ergeben haben.

In welchen deutschen Volkswagen-Werken gibt es aktuell Produktionsstopps aufgrund des Kriegs in der Ukraine? Von wann bis wann sind diese Produktionsstopps anberaumt und welche Fahrzeugmodelle sind davon betroffen?
Zu dem weltweiten Zuliefernetz des Volkswagen Konzerns, das mehr als 40.000 Lieferanten umfasst, gehören auch einige Zulieferer in der West-Ukraine. Aufgrund der aktuellen Lage in dieser Region kommt es bereits zu Beeinträchtigungen in der Lieferkette. Das kann zu Anpassungen der Produktion an einzelnen Konzernstandorten führen.

Der Grad der Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit wird fortlaufend durch Experten in einer konzernweiten Task Force ermittelt. In den kommenden Tagen und Wochen werden wir auf Sicht fahren müssen und die Lage kontinuierlich bewerten.

Bereits betroffen sind die Lieferketten einiger deutscher und auch europäischer Werke. Wie die tagesaktuelle Situation an den einzelnen betroffen Konzernstandorten ist, dazu informieren jeweils die einzelnen Marken bzw. die Standorte.

Die Fahrzeugproduktion außerhalb Europas, insbesondere in Nord- und Südamerika und im asiatischen Raum, ist aktuell nicht betroffen.

Zulieferer in der Ukraine liefern insbesondere Kabelstränge für die Bordnetze aber auch zahlreiche Schalter im Innenraum.

Zusätzlich können Probleme in der Logistikkette durch Ausfall von Speditionskapazitäten und z.B. auch lange Wartezeiten an Grenzübergängen entstehen. Fahrzeug und Komponentenlieferungen nach Russland per Bahn und Lkw entlang der gängigen Routen sind unterbrochen. Die Versorgung per Schiff stellt sich als sehr schwierig dar, da viele Reedereien sich weigern, russische Häfen anzulaufen. Gleichzeitig vervielfachen sich Frachtkosten und Versicherungsbeiträge.

Wie hat der Volkswagen Konzern reagiert, um ausfallende Zulieferungen aus der Ukraine aufzufangen?
Sofort nach Kriegsausbruch hat der Konzernvorstand einen Krisenstab eingerichtet, der die Auswirkungen auf unsere Arbeit täglich analysiert. Die Task Force hat bereits Produktionsausfälle reduziert bzw. Produktion gesichert. Dennoch wird es weiter zu Produktionsstopps kommen.

Schon in der ersten Woche hat die "Ukraine Supply Taskforce" ganze Arbeit geleistet:

  • > 10 Top-Lieferanten haben 80 Mitarbeiter nach Wolfsburg entsandt, um mit unseren Einkaufsteams (>100 Volkswagen Mitarbeiter) an Lösungen zu arbeiten.
  • Es springen bereits andere Standorte in Osteuropa, Nordafrika und auch in Übersee kurzfristig in die Bresche, um die Ausfälle zu kompensieren.
  • Was wir in den letzten Monaten mit der Konzerneinkaufsstrategie NORTH STAR aufgebaut haben, zahlt sich in dieser Krise aus: Eine echte Partnerschaft zwischen den Lieferanten und dem Konzern. Mit diesem strategischen Ansatz, der auf Vertrauen und Kooperation basiert, wird der Konzerneinkauf auch die aktuelle Krise meistern.

Wird die Produktion von Zulieferungen, die bisher aus der Ukraine kamen, verlagert und damit nachhaltig in der Ukraine verloren gehen?
Der Volkswagen Konzern steht zu seinen Zulieferern in der Ukraine und versucht als Partner alles, um die Unternehmen vor Ort zu unterstützen.

Wir prüfen aber auch gemeinsam mit unseren Partnern, wo schnell eine alternative Produktion aufgebaut werden kann, um die Versorgung mit den betreffenden Komponenten sicherzustellen. Das kann am Ende bedeuten, dass wir Überkapazitäten schaffen, sollte der Krieg bald beendet sein - aber das ist besser als der Mangel an Teilen.

Wie ist die Personalsituation in ihrem russischen Werk?
Bei allen Aktivitäten vor Ort steht die Sicherheit und Unversehrtheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an erster Stelle. Der Grad der Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit in den betroffenen Ländern wird fortlaufend durch einen Krisenstab ermittelt.

Vor dem Hintergrund, dass einige europäische Regierungen ihren Bürger*innen empfehlen, Russland zu verlassen (u.a. Tschechische Republik) werden ausländische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zur Zeit in Russland tätig sind und das Land verlassen möchten, entsprechend unterstützt und das Unternehmen sorgt für Ausreisemöglichkeiten.

Der Konzernvorstand nimmt seine Verantwortung für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volkswagen Group RUS sehr ernst. Die betroffenen Mitarbeiter*innen in Russland erhalten eine angemessene Lohnfortzahlung, die von Volkswagen getragen wird.

Wie viele Mitarbeiter sind in Deutschland von den Produktionsstopps betroffenen?
Das lässt sich nicht genau beziffern, da die Kurzarbeit nicht nur durch den Ukraine-Konflikt ausgelöst wird, sondern u.a. auch durch den anhaltenden Mangel an Halbleitern.

Werden diesen Mitarbeitern die Löhne weitergezahlt bzw. haben Sie Kurzarbeit beantragt?
Um bei Bedarf flexibel an einzelnen deutschen Standorten reagieren zu können, nutzen wir die rechtlichen Voraussetzungen für Inanspruchnahme von Kurzarbeit. Volkswagen wird das Kurzarbeitergeld weiterhin für betroffene Beschäftigte aufstocken.

Welche Unternehmensteile gehören zur Volkswagen Group Rus?
In der VOLKSWAGEN Group Rus LLC sind die Aktivitäten in Russland von sieben Marken des Volkswagen Konzerns vereint: Volkswagen Pkw, Volkswagen Nutzfahrzeuge, ŠKODA, Audi, Lamborghini, Bentley und Ducati.

Wie viele Fahrzeuge wurden 2021 abgesetzt bzw. produziert?
2021 hat der Volkswagen Konzern im russischen Markt einen Absatz von rund 199.000 Fahrzeugen erzielt. 2021 wurden rund 170.000 Fahrzeuge in den Fertigungsstätten des Unternehmens produziert: 118.000 Fahrzeuge im Werk Kaluga und 52.000 Einheiten im Werk Nizhny Novgorog (Lohnfertigung im Auftrag von VW Group Rus). Insgesamt wurde 2021 einen Marktanteil von 11,9% erreicht. 11.500 Fahrzeuge wurden in GUS-Staaten exportiert.

2021 wurden außerdem rund 96.000 Motoren im unternehmenseigenen Werk in Kaluga produziert, 7.800 davon wurden an Produktionsstandorte auf der ganzen Welt exportiert, darunter Polen, Spanien und Indien.  

Weitere Information rund um die VW Group Russland finden Sie auf der Skoda Website unter dem folgendem Link: https://www.skoda-storyboard.com/en/press-releases/faq-russia-ukraine/

Ansprechpartner

Nicolai Laude

Director Litigation Communications, Issue & Incident Communications
Volkswagen Group Communications

+49 (0) 5361 / 9-25097

nicolai.laude@volkswagen.de

 

Andreas Meurer

Litigation Communications, Issue & Incident Communications
Volkswagen Group Communications

+49 (0) 5361 / 9-961398

andreas.meurer@volkswagen.de

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