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Wenn, dann richtig!

2020 startet mit der ID. Familie von Volkswagen die größte Elektro-Offensive der Automobilgeschichte. Doch dabei geht es um weit mehr als „nur“ batterieelektrische Fortbewegung; es geht um bilanziell vollständig klimaneutrale Mobilität: von Lieferkette und Produktion über grünen Lade-Strom bis hin zur Verwertung. Wie sich Volkswagen dieser revolutionären Herausforderung stellt – ein Überblick.

Lokal emissionsfrei unterwegs sein ist eine Sache; aber eine unter dem Strich CO2-neutrale Mobilität nochmal eine ganz andere. Das hängt insbesondere vom Strom ab, mit dem das E-Auto „betankt“ wird. Je grüner die Energie in der Batterie, desto grüner kommt der Nutzer von A nach B. Hier lohnt ein kurzer Blick nach Norwegen: Dort stammt der Strom fast zu 100 Prozent aus Wasserkraft, gleichzeitig ist circa die Hälfte aller Fahrzeuge rein elektrisch unterwegs. Ergebnis: Der durchschnittliche CO2-Ausstoß während der Nutzung lag im hohen Norden 2018 bei gerade mal 71 g/km – während Resteuropa 2017 noch mit 118,5 g/km unterwegs war. Neben der (noch) fehlenden Marktdurchdringung von Elektroautos besteht in unseren Gefilden vor allem beim Strommix Handlungsbedarf.

Aus deutschen Steckdosen floss im vergangenen Jahr zu 60 Prozent Energie aus nicht erneuerbaren Quellen. Wird damit ein Elektroauto betankt, entstehen zwar im unmittelbaren Bewegungsumfeld des Fahrzeugs keine Abgase, dafür aber eben an den Schornsteinen der konventionellen Kraftwerke. Bei der Produktion eines E-Autos wird eine größere Menge Kohlendioxid als bei der Produktion eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor erzeugt – die aber im Lebenszyklus nicht weiter ansteigt, wenn die Betankung mit Ökostrom erfolgt. Ressourcentechnisch ergeben sich neue Chancen, etwa was das Recycling der Batterien und die Wiedergewinnung der wertvollen Rohstoffe betrifft. Wie geht man solche Herkulesaufgaben also am besten an?

Klare Ansage

Für Volkswagen stand von vornherein fest: Es gibt in Sachen E-Mobilität nur einen Weg – nämlich den ganzheitlichen. „Wir richten das Unternehmen auf saubere Mobilität aus“, bringt es Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG und Vorsitzender des Markenvorstand Volkswagen Pkw, auf den Punkt. Konkreter gefasst heißt das unter anderem: Wenn der Volkswagen ID. 2020 seine Markteinführung feiert, wird er als weltweit erstes bilanziell CO2-neutrales E-Auto an Kunden übergeben. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, hat sich bei Volkswagen bereits in den letzten Jahren viel bewegt.

Stichwort Standort-Dekarbonisierung: Flankierend zu vielen weiteren Maßnahmen in den Bereichen Wasserverbrauch sowie Abfallreduktion konnte zum Beispiel im Werk Zwickau der absolute CO2-Ausstoß seit 2010 um 66 Prozent gesenkt werden – während parallel die Fahrzeugproduktion um drei Prozent stieg. Dies gelang zum Beispiel durch den externen Bezug von klimaneutralem Strom sowie den Betrieb eines hocheffizienten Gas-Blockheizkraftwerks und die Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung. Ab Ende 2019 soll genau hier die Produktion des ID. beginnen; ab 2022 starten die Werke Emden und Hannover mit der Fertigung von E-Fahrzeugen. Unter dem Strich ergibt das den größten und leistungsfähigsten E-Auto-Produktionsverbund Europas.
 

Elektromobilität, zu Ende gedacht

Volkswagen wird das Ziel der bilanziellen CO2-Neutralität für den ID. über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg umsetzen. Sprich: 100 Prozent grüner Strom in der Batteriezellenfertigung beim Zulieferer, 100 Prozent grüner Strom bei der Fahrzeugproduktion, Vermeidung von CO2-Emissionen, wo immer dies möglich ist – und wo nicht: Ausgleich der Emissionen durch Investitionen in Klimaschutzprojekte. Mit Blick auf die weltweit über 40.000 direkten Lieferanten überwacht Volkswagen die Einhaltung von Umweltstandards und baut dabei auch auf branchenübergreifende Initiativen. Den Aspekt des nachhaltigen Rohstoffabbaus für Batteriezellen bearbeitet man etwa im Rahmen der Global Batterie Alliance des Weltwirtschaftsforums mit Partnern wie UNICEF oder der OECD.
 

Konsequente CO2-Vermeidung und Lieferkette

Der Akku als Angelpunkt

Smart Grid,
eine bidirektionale Vernetzung von Auto, Haus und Stromnetz

Weiterhin stellt sich in diesem Kontext die Frage: Was passiert mit den „ausrangierten“ Batterien von Elektrofahrzeugen? Neben bereits etablierten Recycling-Methoden zur Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe wie Aluminium, Kupfer, Nickel, Mangan oder Kobalt aus den Lithium-Ionen-Zellen arbeitet Volkswagen bereits an innovativen Zweitnutzungskonzepten. So prüfen die Entwickler am Komponentenstandort Salzgitter gegenwärtig, wie sich die Akkus zum Beispiel in flexiblen 100 kW-Schnellladesäulen (wieder-)verwenden lassen. Im Gegensatz zu den „herkömmlichen“ 11-kW-Wallboxen für den Heimgebrauch sollen die 22-kW-Varianten in beide Richtungen arbeiten, also Energie auch wieder zurück ins Netz einspeisen. Das Zauberwort lautet Smart Grid, eine bidirektionale Vernetzung von Auto, Haus und Stromnetz. Hier kommt der nächste elementare Baustein der ganzheitlichen Elektro-Strategie von Volkswagen ins Spiel. Denn mit „Elli“ haben die Wolfsburger jüngst eine eigene Tochtergesellschaft für Energie-Angebote und Lade-Lösungen aus der Taufe gehoben.
 

Electric Life Orchestra

Der smarte Name steht als Abkürzung für „Electric Life“. Über Elli können Privathaushalte sowie kleinere und mittlere Unternehmen seit Februar bundesweit Ökostrom beziehen. Parallel zum Launch der ID. Familie startet das neue Unternehmen den Vertrieb von Volkswagen Wallboxen sowie zugehöriger Ladeservices. Sukzessive wird so ein umfassendes Ökosystem für nachhaltige Elektromobilität entstehen – das explizit auch an Flottenkunden gerichtet ist. Elli CEO Thorsten Nicklass: „Großkunden wollen individuelle Lösungen, um ihre Elektroautos möglichst preisgünstig zu laden oder die Kosten verschiedenen Abteilungen zuordnen zu können.“ Deshalb arbeite man bereits intensiv an entsprechenden Business-Angeboten. Ferner wird es für Kunden der Konzernmarken möglich sein, mit den Elli-Elektrotankkarten europaweit nachhaltigen Strom an rund 80.000 strategisch günstig verteilten Ladestationen zu beziehen. Begleitende Features wie eine App zum Finden und Reservieren der nächsten Stromtankstelle runden die Services gerade für berufliche Vielfahrer praxisgerecht ab. Eben ganz nach dem Motto: Wenn, dann richtig …

Mehr Informationen zu Elli unter www.elli.eco