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Nachrichten

Volkswagen Konzern legt per September solides Ergebnis vor

• Umsatzerlöse mit 159,9 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres
• Operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen steigt in den ersten neun Monaten
   um 1,1 Mrd. auf 11,3 Mrd. Euro
• Netto-Liquidität im Konzernbereich Automobile mit 31,1 Mrd. Euro auf robustem
   Niveau
• Sondereinflüsse belasten in den ersten drei Quartalen 2016 das Ergebnis
   mit 2,6 Mrd. Euro
• Finanzvorstand Witter: „Trotz der großen Herausforderungen und der Belastungen 
  durch die Dieselthematik bleibt der Volkswagen Konzern finanziell solide aufgestellt.“


Der Volkswagen Konzern hat in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres ein Operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von 11,3 (10,2) Mrd. Euro erzielt. Das entspricht einem Zuwachs von 10,5 Prozent. Der Umsatz lag mit 159,9 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres, die operative Rendite vor Sondereinflüssen betrug 7,0 (6,4) Prozent. Das Ergebnis wurde im 3. Quartal durch weitere Vorsorgen im Zusammenhang mit der Dieselthematik in Höhe von 0,4 Mrd. Euro belastet. Das Operative Ergebnis nach Sondereinflüssen erreichte von Januar bis September 8,6 (3,3) Mrd. Euro. Nach Steuern lag der Gewinn bei 5,9 (4,0) Mrd. Euro.

„Die Kennzahlen für die ersten drei Quartale unterstreichen die operative Stärke des Markenverbundes der Volkswagen Gruppe“, sagte Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, zu dem präsentierten Quartalsbericht. „Auf dieser Grundlage werden wir die vor uns liegende Transformation vom Autobauer zum Anbieter nachhaltiger Mobilität weiter vorantreiben und bewältigen. Mit „TOGETHER – Strategie 2025“ haben wir einen überzeugenden Plan. Unser Zukunftsprogramm und das aktuelle Quartalsergebnis belegen: Der Konzern ist voll handlungsfähig – trotz aller aktuellen Belastungen.“

Finanzvorstand Frank Witter betonte ebenso, dass die solide Finanzsituation des Konzerns ein wichtiger Schlüssel für den weiteren Erfolg sei: „Trotz der großen Herausforderungen und der Belastungen durch die Dieselthematik bleibt der Volkswagen Konzern finanziell weiter solide aufgestellt. Unsere Netto-Liquidität gibt uns die finanzielle Stabilität, die Zukunft der Mobilität aktiv zu gestalten, gleichzeitig aber auch die finanziellen Konsequenzen der Diesel-Thematik sowie notwendige Investitionen und Aufwendungen für CO2-Compliance und neue Technologien zu tragen.“ Gerade die Auswirkungen der Dieselthematik erfordern eine konsequente Investitions- und Kostendisziplin, erklärte Witter: „Produktivität und Profitabilität müssen sich im gesamten Konzern weiter erheblich verbessern. Die Marke Volkswagen mit dem angestrebten Zukunftspakt ist dabei von zentraler Bedeutung für die Zukunft des gesamten Konzerns.“

Im Operativen Ergebnis sowie im Umsatz des Konzerns ist das Geschäft der chinesischen Joint Ventures nicht enthalten, es wird At Equity im Finanzergebnis bilanziert. Bis Ende September 2016 lag das anteilige Operative Ergebnis der beiden chinesischen Joint Ventures stabil bei 3,6 (3,8) Mrd. Euro.

Netto-Liquidität im Konzernbereich Automobile steigt auf 31,1 Mrd. Euro

Die Netto-Liquidität im Konzernbereich Automobile stieg bis zum Ende September auf 31,1 Mrd. Euro (Jahresende 2015: 24,5 Mrd. Euro). Die Sachinvestitionen im Konzernbereich Automobile stiegen in den ersten drei Quartalen von 7,3 auf 7,8 Mrd. Euro. Damit lag die Sachinvestitionsquote im Automobilbereich bei 5,7 Prozent.

Marken und Geschäftsfelder

Der Absatz der Marke Volkswagen Pkw lag in den ersten neun Monaten 2016 mit 3,2 (3,3) Mio. Fahrzeugen unter dem Vorjahreswert. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen sank auf 1,2 (2,2) Mrd. Euro. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Volumen-, Mix- und Wechselkurseffekte sowie höhere Vermarktungskosten infolge der Abgasthematik zurückzuführen. Kosteneinsparungen wirkten sich hingegen positiv aus.

Audi steigerte im Berichtszeitraum den Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent auf weltweit 1,2 Mio. Fahrzeuge. Das chinesische Joint Venture FAW-Volkswagen veräußerte weitere 411.000 Audi-Fahrzeuge. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen erreichte mit 3,9 (4,0) Mrd. Euro das Niveau des Jahres 2015. Neben Währungseffekten und einer hohen Wettbewerbsintensität belasteten der Ausbau des Modell- und Technologieportfolios sowie des internationalen Fertigungsverbunds das Ergebnis.

Die Marke ŠKODA setzte in den ersten drei Quartalen 2016 mit 606.000 Einheiten erneut mehr Fahrzeuge ab als ein Jahr zuvor. Vor allem positive Volumen- und Mixeffekte sowie Produktkostenoptimierungen führten dazu, dass sich das Operative Ergebnis der Marke um 28,1 Prozent auf 940 Mio. Euro verbesserte.

Der Absatz der Marke SEAT lag im Berichtszeitraum trotz der Umrüstarbeiten im spanischen Werk Martorell mit 400.000 Fahrzeugen auf Vorjahresniveau. Mit 137 Mio. Euro war das Operative Ergebnis um 125 Mio. Euro besser als im Vorjahreszeitraum; dabei konnten Kostenreduzierungen und Mixverbesserungen negative Wechselkurseffekte mehr als kompensieren.

Die Marke Bentley setzte von Januar bis September 6,1 Prozent mehr Einheiten ab als im Vorjahr, was vor allem auf die Beliebtheit des neuen Bentayga zurückzuführen war. Trotz veränderter Marktbedingungen erreichte das Operative Ergebnis aufgrund positiver Wechselkurseffekte und Kostensenkungsmaßnahmen mit 54 (57) Mio. Euro die Größenordnung des Vorjahres.

Der Absatz der Marke Porsche übertraf in den ersten drei Quartalen mit weltweit 177.000 Fahrzeugen den Vorjahreswert um 5,0 Prozent. Das Operative Ergebnis verbesserte sich um 12,2 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro; der Anstieg resultierte auch hier im Wesentlichen aus Volumen-, Mix- und Währungseffekten. Volkswagen Nutzfahrzeuge setzte in den neun Monaten weltweit 342.000 Fahrzeuge ab. Mit 8,0 Mrd. Euro waren die Umsatzerlöse um 6,7 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Das Operative Ergebnis nahm volumen- und mixbedingt sowie aufgrund von Produktkostenoptimierungen um 79 Mio. auf 392 Mio. Euro zu.

Der Absatz der Marke Scania lag in den ersten drei Quartalen 2016 bei 60.000 Lkw und Bussen. Höhere Verkaufszahlen in Europa konnten die rückläufige Nachfrage in der Türkei, Südamerika und Russland kompensieren. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen belief sich bei Scania auf 802 (748) Mio. Euro.

MAN Nutzfahrzeuge setzte von Januar bis September wie im Vorjahr 74.000 Fahrzeuge ab. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen verbesserte sich auf 204 (52) Mio. Euro. Dabei wirkten sich Volumeneffekte und verbesserte Margen in Europa sowie die eingeleiteten strukturellen Verbesserungen positiv aus.

Die Umsatzerlöse von MAN Power Engineering gingen in den ersten neun Monaten zum Vorjahr um 6,9 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro zurück. Das Operative Ergebnis verringerte sich in der Folge um 51 Mio. auf 176 Mio. Euro.

Das Operative Ergebnis der Volkswagen Finanzdienstleistungen verbesserte sich zum Vorjahr im Berichtszeitraum um 11,1 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro. Die Vertragsabschlüsse im Finanzierungs-, Leasing-, Service- und Versicherungsgeschäft stiegen im Berichtszeitraum um 14,6 Prozent auf 4,9 Mio. Einheiten. Zum 30. September 2016 übertraf der gesamte Vertragsbestand mit 15,8 Mio. Kontrakten den Wert vom Jahresende 2015 um 7,8 Prozent.

Ausblick

Der Volkswagen Konzern erwartet, dass die Auslieferungen an Kunden im Jahr 2016 unter anhaltend herausfordernden Marktbedingungen bei einem wachsenden Volumen in China insgesamt leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Abhängig von den konjunkturellen Rahmenbedingungen, der Wechselkursentwicklung sowie der Dieselthematik erwartet der Konzern, dass seine Umsatzerlöse im Jahr 2016 den Vorjahreswert erreichen können. Für das Operative Ergebnis des Konzerns vor Sondereinflüssen wird im Gesamtjahr mit einer operativen Rendite gerechnet, die am oberen Ende der Bandbreite zwischen 5,0 und 6,0 Prozent liegt.