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Volkswagen Nutzfahrzeuge unterstützt berufsbezogenen Deutschkurs für geflüchtete Menschen

  • Bundesweit herausragendes Projekt „Deutsch 360°“
  • Zusammenarbeit mit BAMF und Landeshauptstadt Hannover
  • Volkswagen Nutzfahrzeuge stellt Hospitationsplätze bereit
  • Volkswagen Konzern finanziert zusätzliche Qualifizierungsangebote  
Die Vertreter der am Projekt „Deutsch 360°“ beteiligten Institutionen, der Landeshauptstadt Hannover und der Unternehmen (von links nach rechts) Dr. Susanne Leifheit, Außenbeziehungen Volkswagen Nutzfahrzeuge, Harald Härke, Kultur- und Personaldezernent der Landeshauptstadt Hannover, Caroline Krautz, Volkswagen Konzern Flüchtlingshilfe, Kathrin Gehlert, Referentin beim ESF-BAMF-Programm des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Martina Kirchheim-Laschke, Geschäftsführerin Arbeit und Leben, Prof. Thomas Edig, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge für Personal und Walter Deterding, Betriebsrat Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Volkswagen Nutzfahrzeuge und die Volkswagen Konzern Flüchtlingshilfe engagieren sich in einem bundesweit herausragenden Projekt für geflüchtete Menschen. Im Rahmen des durch den Europäischen Sozialfonds geförderten ESF-BAMF-Programms arbeitet Volkswagen Nutzfahrzeuge mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Koordinationsstelle ALBuM der Landeshauptstadt Hannover zusammen.

Die Kursteilnehmer erhalten gezielt berufsbezogenen Sprachunterricht, der den Einstieg in technisch-gewerbliche Berufe erleichtern soll. Das „Deutsch 360°“-Projekt soll Flüchtlinge motivieren, ihre Deutschkenntnisse und ihre Bewerbungschancen zu verbessern.

Für den erforderlichen Praxisbezug werden bis zu 20 Hospitationsplätze für die Kursteilnehmer im Werk Hannover zur Verfügung gestellt. Prof. Thomas Edig, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge für Personal: „Bei uns im Werk arbeiten Menschen aus mehr als 40 Nationen partnerschaftlich zusammen – das ist echt täglich gelebte Diversity. Wichtig ist, dass wir den Flüchtlingen reelle Startchancen in den Arbeitsmarkt bieten, Intoleranz abbauen und Türen in die Berufswelt öffnen. Die Grundlage für Integration ist Bildung und Arbeit. Deshalb freue ich mich, dass wir unseren Beitrag dazu leisten können!“

Das Konzept eines ganzheitlichen berufsbezogenen Deutschkurses für Flüchtlinge innerhalb der vorhandenen Rahmen- und Förderbedingungen ist auf Initiative der beteiligten Partner entstanden. Harald Härke, Kultur- und Personaldezernent der Landeshauptstadt Hannover: „Mit diesem Projekt zeigen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Volkswagen Nutzfahrzeuge und die Landeshauptstadt Hannover eine besondere Möglichkeit auf, sich für geflüchtete Menschen zu engagieren. Wir sind uns der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung bewusst und zeigen, dass durch die Bündelung von Möglichkeiten mehrerer Akteure mehr Wirkung zugunsten guten Zusammenlebens in Hannover erzeugt werden kann.“

Das Projekt „Deutsch 360°“ wird im Rahmen eines ESF-BAMF-Kurses umgesetzt. Dr. Uta Dauke, Vizepräsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, betont die Bedeutung des ESF-BAMF-Programms als standardsetzendes Förderangebot im Bereich der berufsbezogenen Sprachförderung: „Das ESF-BAMF-Programm hat seit 2009 großartige Pionierarbeit geleistet. Zwischen 2009 und 2017 konnten über 217.000 Teilnehmende ihre Chancen auf eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt durch die Kombination aus Spracherwerb und beruflicher Qualifizierung verbessern. Die gelungene Zusammenarbeit von Projektträgern, Verwaltung und Unternehmen ist, wie das Projekt „Deutsch 360° - Volkswagen Nutzfahrzeuge“ zeigt, maßgeblich für den Erfolg der Teilnehmenden.“
Dauke erklärte, die Zusammenarbeit mit Unternehmen solle im Rahmen des am 1. Juli 2016 eingeführten Regelförderinstrumentes des Bundes, der berufsbezogenen Deutschsprachförderung, auch nach Ende des Förderzeitraums des ESF-BAMF-Programms fortgesetzt werden.

„Deutsch 360°“ wird durch die Volkswagen Konzern Flüchtlingshilfe über den normalen Rahmen hinaus gefördert. Das ermöglicht zusätzliche Inhalte, Sprachkurse und Unterrichtsangebote. Ariane Kilian, Koordinatorin der Flüchtlingshilfe des Volkswagen Konzerns, betont: „Der Volkswagen Konzern möchte die nachhaltige Integration von Flüchtlingen vorantreiben. Im vergangenen Jahr haben an den Produktionsstandorten der Konzernmarken rund 2.700 Geflüchtete an ähnlichen Schulungen zum Spracherwerb und Vorqualifizierung teilgenommen.“

Die 20 Kursteilnehmer werden in den Unterrichtsräumen der Bildungsvereinigung „ARBEIT UND LEBEN Nds. Mitte gGmbH in Kooperation mit kargah e.V.“ auf die B2-Sprachprüfung vorbereitet und während der gesamten Laufzeit des elfmonatigen Kurses von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sowie Jobcoaches begleitet. Gemäß dem Projektnamen „Deutsch 360°“ entsteht durch diese ergänzenden Komponenten ein ganzheitliches Konzept, das über das Lernen hinaus auch die Herausforderungen und Bedürfnisse im täglichen Leben angeht.

Um eine möglichst stabile und erfolgreiche Teilnahme zu garantieren, durchliefen die Bewerber ein aufwändiges Auswahlverfahren der stadteigenen Koordinationsstelle ALBuM. Vorkenntnisse im gewerblich-technischen Bereich und der Wunsch, sich in diesem Bereich beruflich zu engagieren gehörten ebenso dazu wie ein persönliches Bewerbungsgespräch und die Motivation der Bewerber für einen späteren Berufseinstieg in der Bundesrepublik.

Walter Deterding, Betriebsrat Volkswagen Nutzfahrzeuge: „Ich begrüße es sehr, dass Volkswagen in Hannover mit Beteiligung an diesem Pilotprojekt auch einer gesamtgesellschaftlichen Verpflichtung nachkommt. Gute Deutschkenntnisse sind und bleiben die Grundvoraussetzung für gelungene Integration von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft“.