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Volkswagen Konzern startet gut ins Jahr 2018: Umsatz und Absatz legen im 1. Quartal erneut zu

  • Auslieferungen an Kunden der Konzernmarken steigen auf 2,7 (2,5) Millionen Fahrzeuge
  • Umsatzerlöse des Konzerns erhöhen sich um 2,0 Milliarden auf 58,2 Milliarden Euro
  • Operatives Ergebnis wegen des geänderten Ausweises der Bewertung von Derivaten bei 4,2 (4,4) Milliarden Euro
  • Netto-Liquidität im Konzernbereich Automobile mit 24,3 Milliarden Euro auf robustem Niveau
  • Netto-Cash-flow steigt um 5,0 Milliarden Euro, deutlich geringere Abflüsse aus Dieselthematik
  • Ergebnis vor Steuern mit 4,5 (4,6) Milliarden Euro leicht unter Vorjahr
  • Vorstandsvorsitzender Diess: „Der Volkswagen Konzern steht wirtschaftlich robust da, unsere TOGETHER – Strategie 2025 greift. Diesen Kurs setzen wir kraftvoll und fokussiert fort.“

Der Volkswagen Konzern ist gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Unterstützt von einem Rekordabsatz im ersten Quartal stieg der Umsatz des Konzerns gegenüber Vorjahr von 56,2 auf 58,2 Milliarden Euro. Das Operative Ergebnis sank von 4,4 auf 4,2 Milliarden Euro – der moderate Rückgang ist unter anderem  auf eine sich negativ auswirkende Änderung des Ausweises der Bewertung von Derivaten (IFRS 9) zurückzuführen. Ohne diesen speziellen Effekt lag das bereinigte Ergebnis leicht über Vorjahr. Die operative Umsatzrendite betrug im Zeitraum Januar bis März 7,2 Prozent. Weitere wesentliche Vorsorgen im Zusammenhang mit der Dieselthematik fielen im ersten Quartal 2018 nicht an, zudem gab es diesbezüglich einen deutlich geringeren Mittelabfluss.

„Der Volkswagen Konzern steht wirtschaftlich robust da, unsere TOGETHER – Strategie 2025 greift“, erklärte Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. „Nach der sehr erfolgreichen ersten Phase geht es jetzt darum, diesen Kurs kraftvoll und fokussiert fortzusetzen – denn auch das Veränderungstempo in unserer Industrie nimmt weiter zu. Unser Ziel ist, den Volkswagen Konzern in Sachen Ertragsstärke, Innovationskraft und Nachhaltigkeit zu einem der führenden Unternehmen unserer Industrie zu machen. Das Quartalsergebnisbelegt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Nicht enthalten im Operativen Ergebnis des Konzerns ist das anteilige Operative Ergebnis der chinesischen Joint-Venture-Gesellschaften, das von Januar bis Ende März 2018  - trotz negativer Währungseffekte - auf 1,2  Milliarden Euro stieg. Diese Unternehmen werden At Equity bilanziert und finden sich daher im Finanzergebnis wieder. Nach Steuern lag der Drei-Monats-Gewinn des Konzerns bei 3,3 (3,4) Milliarden Euro.

Weltweit lieferte der Volkswagen Konzern im ersten Quartal 2,7 Millionen  Fahrzeuge an Kunden aus. Das bedeutete ein Plus von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im März meldete der Konzern mit mehr als einer Million Auslieferungen das bisher beste Auslieferungsergebnis in einem Einzelmonat.

„Das Ergebnis des ersten Quartals ist ein guter Start in das neue Geschäftsjahr. Wie schon bei der Jahrespressekonferenz dargestellt, wird aber vor allem der neue einheitliche Fahrzeug-Prüfzyklus WLTP im zweiten Halbjahr die gesamte Automobilbranche vor große Herausforderungen stellen“, sagte Frank Witter, Konzernvorstand für Finanzen und IT. „Unsere Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile ist mit mehr als 24 Milliarden Euro weiterhin robust. Wir sind zuversichtlich, sowohl unsere finanziellen als auch strategischen Ziele für dieses Jahr zu erreichen.“

Vorstand und Aufsichtsrat des Volkswagen Konzerns hatten im April die Einführung von Markengruppen und eine neue Führungsstruktur beschlossen. Damit sollen die Zusammenarbeit gestärkt sowie Entscheidungsprozesse in den einzelnen operativen Einheiten beschleunigt werden. „Der Volkswagen Konzern ist erfolgreich unterwegs und mit der neuen Markenstruktur werden wir unsere Zukunftsfähigkeit weiter deutlich stärken“, so Konzernchef Diess zum Quartalsergebnis. „Wir werden mit unserem Zukunftsprogramm TOGETHER – Strategie 2025 den Konzern für die neue Ära der Automobilbranche vorbereiten. Dafür ist es wichtig, die Synergiepotenziale im Konzern noch besser zu nutzen als bisher.“

Netto-Liquidität Konzernbereich Automobile

Die Netto-Liquidität im Konzernbereich Automobile lag Ende März bei 24,3 Milliarden Euro. Die Sachinvestitionen in diesem Konzernbereich stiegen um 0,1 Milliarden auf 1,9 Milliarden Euro. Die Sachinvestitionsquote im Automobilbereich betrug entsprechend 3,9 (3,8) Prozent.

Marken und Geschäftsfelder

In den ersten drei Monaten 2018 stiegen die Umsatzerlöse der Marke Volkswagen Pkw um 5,6 Prozent auf 20,1 Milliarden Euro. Das Operative Ergebnis verbesserte sich auf 879 (869) Millionen Euro, was im Wesentlichen auf das höhere Volumen und geringere Produktkosten zurückzuführen war. Belastend wirkten unter anderem der intensive Wettbewerb, Wechselkurseffekte und Vorleistungen für neue Produkte, insbesondere bei der Umsetzung der Elektrooffensive.

Die Umsatzerlöse der Marke Audi nahmen im ersten Quartal 2018 auf 15,3 (14,4) Milliarden Euro zu. Das Operative Ergebnis war mit 1,3 (1,2) Milliarden Euro höher als ein Jahr zuvor; der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus Volumenverbesserungen und Effizienzfortschritten. In den Finanzkennzahlen der Marke Audi sind die Marken Lamborghini und Ducati enthalten.

In den ersten drei Monaten 2018 konnte ŠKODA die Umsatzerlöse um 4,9 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro erhöhen. Volumen- und mixbedingt sowie aufgrund von Kostenoptimierungen nahm das Operative Ergebnis um 5,3 Prozent auf 437 Millionen Euro zu.

Mit 2,8 Milliarden Euro waren die Umsatzerlöse der Marke SEAT im ersten Quartal um 11,8 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Operative Ergebnis stieg um 51,4 Prozent auf 85 Millionen Euro; dabei konnten Belastungen aus Vorleistungen für neue Produkte und aus Wechselkursen durch positive Volumen-, Preis- und Mixeffekte mehr als ausgeglichen werden.

Von Januar bis Ende März lagen die Umsatzerlöse der Marke Bentley mit 351 (361) Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert. Das Operative Ergebnis belief sich auf – 44 (– 30) Millionen Euro. Positive Volumen- und Mixeffekte konnten Belastungen aus Wechselkursen und aus Verzögerungen beim Anlauf des neuen Continental GT nicht kompensieren.

Mit 5,4 (5,0) Milliarden Euro waren die Umsatzerlöse von Porsche Automobile im ersten Quartal 2018 höher als ein Jahr zuvor. Das Operative Ergebnis von Porsche Automobile verbesserte sich, trotz des wachstumsbedingten Kostenanstiegs sowie geringerer aktivierter Vorleistungen, volumen- und mixbedingt auf 939 (932) Millionen Euro.

Volkswagen Nutzfahrzeuge erhöhte die Umsatzerlöse in den ersten drei Monaten um 2,4 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Das Operative Ergebnis legte um 9,1 Prozent auf 224 Millionen Euro zu, was im Wesentlichen auf Mixeffekte, eine bessere Preispositionierung und Materialkostenoptimierungen zurückzuführen war.

Mit 3,1 Milliarden Euro waren die Umsatzerlöse der Marke Scania von Januar bis März  so hoch wie im gleichen Zeitraum 2017. Das Operative Ergebnis verbesserte sich volumen- und wechselkursbedingt auf 331 (324) Millionen Euro, auch ein gesteigertes Servicegeschäft wirkte positiv.

Bei MAN Nutzfahrzeuge ging das Operative Ergebnis im ersten Quartal 2018 auf 83 (93) Millionen Euro zurück. Positiven Einfluss hatten im Wesentlichen höhere Volumina, Belastungen ergaben sich aus gesteigertem Wettbewerbsdruck und höheren Aufwendungen, unter anderem aus Forschung und Entwicklung.

MAN Power Engineering erwirtschaftete in den ersten drei Monaten  Umsatzerlöse in Höhe von 766 (783) Millionen Euro. Das Operative Ergebnis ging im ersten Quartal in der Folge auf 21 (26) Millionen  Euro zurück.

Im Zeitraum Januar bis März 2018 legte das Operative Ergebnis der Volkswagen Finanzdienstleistungen um 10,3 Prozent auf 608 Millionen  Euro zu, was vor allem aus dem Geschäftswachstum und Margenverbesserungen resultierte.

Ausblick 2018 bestätigt

Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern, dass die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns im Jahr 2018 den Vorjahreswert moderat übertreffen werden. Herausforderungen ergeben sich im laufenden Geschäftsjahr vor allem aus dem konjunkturellen Umfeld, der steigen-den Wettbewerbsintensität, volatilen Wechselkursverläufen sowie der Dieselthematik. Zudem gilt in der EU ein neues, zeitlich aufwendigeres Testverfahren zur Bestimmung von Schadstoff- undCO2-Emissionen sowie des Kraftstoffverbrauchs bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (WLTP).  

Erwartet wird, dass die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns um bis zu fünf Prozent über dem Vorjahreswert liegen werden. Für das Operative Ergebnis wird mit einer operativen Umsatzrendite zwischen 6,5 und 7,5 Prozent gerechnet.

     

1) Das Vorjahr wurde aufgrund von Änderungen in den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) angepasst.
2) Mengendaten inklusive der nicht vollkonsolidierten chinesischen Gemeinschaftsunternehmen. Die Vorjahresauslieferungen wurden aufgrund statistischer Fortschreibung aktualisiert.
3) Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen.
4) Ohne Erwerb und Verkauf von Beteiligungen: 1. Quartal 3.080 (3.161) Millionen Euro.

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