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Nachrichten

Vorstandsvorsitzender Dr. Herbert Diess besucht KZ-Gedenkstätte Auschwitz

  • Kranzniederlegung mit Auszubildenden an der Todeswand des KZ-Stammlagers Auschwitz
  • Zofia Posmysz (95) aus Warschau: „Wir Überlebenden verfolgen das Engagement der Volkswagen Auszubildenden mit viel Sympathie.“
  • Diess: „Volkswagen führt Partnerschaft mit dem Internationalen Auschwitz Komitee und der Internationalen Jugendbegegnungsstätte fort.“
Dr. Herbert Diess besucht das ehemalige NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und das frühere KZ-Stammlager Auschwitz.

Der Vorstandsvorsitzende des Volkswagen Konzerns, Dr. Herbert Diess, hat am Freitag die KZ-Gedenkstätte Auschwitz besucht. Zusammen mit Auszubildenden aus fünf Volkswagen Werken gedachte Diess mit einer Kranzniederlegung der rund anderthalb Millionen Menschen, die vom NS-Regime in Auschwitz ermordet wurden. In der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Oświęcim/ Auschwitz (IJBS) wurde Diess von der 95-jährigen Zeitzeugin Zofia Posmysz empfangen.

Volkswagen führt die inzwischen 30-jährige Partnerschaft mit dem Internationalen Auschwitz Komitee und mit der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Oświęcim/Auschwitz (IJBS) fort.

Diess besuchte das ehemalige NS-Vernichtungslager Birkenau sowie das frühere Stammlager Auschwitz und trug sich in das Gästebuch der Gedenkstätte ein. Am Asche-Teich gedachte er der in Birkenau ermordeten europäischen Juden. Im Stammlager legte Diess, begleitet von acht Auszubildenden, einen Kranz an der Todeswand nieder und zündete Kerzen an.

In der Internationalen Jugendbegegnungsstätte informierte sich Diess über das Gedenkstätten-Projekt „Auschwitz – Erinnern und Zukunft“. Auszubildende aus fünf Volkswagen Werken berichteten über die Erlebnisse, Eindrücke und Begegnungen aus ihrer zweiwöchigen Mitarbeit bei Reparaturen und Restaurierungen. Die Auszubildenden legen ehemalige Lagerwege oder Grundmauern von Häftlingsbaracken frei, reparieren Stacheldrahtzäune und reinigen verwitterte Dachziegel. Sie restaurieren Emaille-Geschirr und konservieren Schuhe der Ermordeten.

An der Todeswand im KZ-Stammlager Auschwitz legt Diess, begleitet von acht Auszubildenden, einen Kranz nieder.

Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft, sagte: „In einer Zeit, in der Antisemitismus und die radikale Rechte wieder Raum gewinnen, ist es wichtig, die Erinnerung an das unglaubliche Ausmaß der Verachtung jeglicher Menschlichkeit, das die heutige Vorstellungskraft übersteigt, wach zu halten – gerade für Volkswagen. Unseren zahlreichen Auszubildenden, mittlerweile aus vielen Ländern, die hier an der Erhaltung der Erinnerung arbeiten, danke ich ebenso wie den Organisatoren. Eine sehr wichtige Arbeit für Volkswagen.“

Herbert Diess weiter: „Von bleibendem tiefem Eindruck war ein Gespräch mit der Überlebenden Zofia Posmysz. Sie erzählte, wie und durch welche Umstände sie in das Lager kam und durch unglaubliches Glück zweieinhalb Jahre überlebte. Was gibt sie uns mit? Traut keiner Ideologie. Obwohl selbst sehr religiös: auch nicht der Religion. Die vielen Jugendlichen aus aller Welt – auch von Volkswagen – die den Ort des Grauens besuchen, geben ihr Zuversicht für eine bessere Zukunft.“

Zofia Posmysz, Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück, sagte: „Wir Überlebenden verfolgen das Engagement der Volkswagen Auszubildenden mit viel Sympathie. Wir danken den jungen Deutschen und Polen, dass sie gemeinsam hierher kommen und erfahren wollen, was Auschwitz für uns und für die Jugend der beiden Nationen bedeutet – wir waren damals so jung wie sie heute.“

Der Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Christoph Heubner sagte: „Das Gedenkstätten-Engagement des Volkswagen Konzerns in Auschwitz ist still, unprätentiös und seit 30 Jahren einzigartig in der deutschen Wirtschaft. Das ist beispielhaft in einer Zeit, in der das Wissen über den Holocaust in Europa zu erodieren scheint und in der die Geister der Vergangenheit schon wieder an unsere Tür klopfen: Gerade in diesen Projekten wird Demokratie, Toleranz und Verantwortungsbewusstsein für die jungen Menschen erfahrbar."