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AUDI AG: erstes Quartal 2019 weiterhin von Belastungen geprägt

  • Audi-Konzern: €13,8 Mrd. Umsatzerlöse; €1,1 Mrd. Operatives Ergebnis; Operative Umsatzrendite bei 8,0 Prozent
  • Finanzielle Spitzenkennzahlen beeinflusst durch Entkonsolidierung von Mehrmarken-Importeursgesellschaften
  • CFO Alexander Seitz: „Sind deutlich von eigenen Ansprüchen entfernt und zielen auf erhebliche Fortschritte bei Kostenstrukturen“  

Wie erwartet ist der Audi-Konzern in ein sehr anspruchsvolles Geschäftsjahr 2019 gestartet. Im ersten Quartal gingen Umsatz und Operatives Ergebnis gegenüber hohen Vorjahreswerten zurück. Die Operative Umsatzrendite lag mit 8,0 Prozent innerhalb der für 2019 prognostizierten Bandbreite von 7 bis 8,5 Prozent, jedoch unter dem langfristigen Zielkorridor von 9 bis 11 Prozent. Belastungen resultieren im aktuellen Geschäftsjahr insbesondere aus Folgeeffekten des WLTP-Übergangs, Generationswechsel zahlreicher Modelle und dem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld. 2019 startet Audi in das Elektrozeitalter und realisiert auch in den kommenden Jahren hohe Vorleistungen in Zukunftsfelder. Mit seiner strategischen Neuausrichtung zielt der Audi-Konzern daher auf eine nachhaltige Steigerung von Produktivität und Profitabilität.

Von Januar bis März übergab das Unternehmen 447.247 (2018: 463.750) Automobile der Marke Audi und damit 3,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Während China trotz des negativen Gesamtmarkts weiteres Wachstum meldete (+3,3%), waren die Auslieferungen in Europa rückläufig (-5,5%). Hier wirkte sich noch die insbesondere im zweiten Halbjahr 2018 stark eingeschränkte Verfügbarkeit des Modellprogramms im Zuge der WLTP-Umstellung aus. Mittlerweile hat Audi nahezu alle Motor-Getriebe-Varianten wieder im Portfolio. Darüber hinaus bewältigt Audi 2019 die Generationswechsel zahlreicher weiterer volumenstarker Modelle. So ist beispielsweise im Januar der Markthochlauf des neuen A6 L in China gestartet.

Die Umsatzerlöse des Audi-Konzerns beliefen sich in den ersten drei Monaten des Jahres auf €13.812 (2018: 15.320) Mio. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist wesentlich bedingt durch die zum Januar 2019 realisierte neue Berichtsstruktur des Audi-Konzerns: Aufgrund der bisherigen Einbeziehung einiger Mehrmarken-Importeursgesellschaften enthielt der Audi-Konzernabschluss in den Vorjahren auch Umsätze aus dem Vertrieb von Automobilen anderer Marken des Volkswagen-Konzerns. Diese werden nun seit 2019 erstmals auf Ebene des Volkswagen-Konzerns erfasst. Positiv wirkten sich auf die Umsatzerlöse im ersten Quartal dagegen die jüngst in der Oberklasse gestarteten Audi-Modelle Q8 und e-tron aus. Bei Lamborghini gilt dies für den begehrten Super-SUV Urus; insgesamt hat sich der Umsatz der italienischen Marke gegenüber dem ersten Quartal 2018 nahezu verdoppelt.

Für das Auftaktquartal 2019 weist der Audi-Konzern ein Operatives Ergebnis in Höhe von €1.100 (2018: 1.300) Mio. aus. Ergebnisbelastend waren neben dem geringeren Verkaufsvolumen auch die Aus- und Anlaufsituation wichtiger Modelle im Rahmen der fortgesetzten Produktoffensive sowie höhere finanzielle Vorleistungen in neue Technologien. Die Operative Umsatzrendite sank auf 8,0 (2018: 8,5) Prozent. Die umsatzmindernden Effekte aus der Entkonsolidierung der Mehrmarken-Importeure hatten dabei positiven Einfluss auf die Renditekennzahl und dämpften ihren Rückgang ab.

„Auch der Start in das neue Jahr hat gezeigt, dass wir derzeit von unseren eigenen Ansprüchen deutlich entfernt sind. Wir müssen zügig erhebliche Fortschritte bei unsere Kostenstrukturen erreichen, damit 2019 das Jahr der Trendwende für Audi wird“, sagt Alexander Seitz, Vorstand für Finanz, China und Recht der AUDI AG. „Gerade im technologischen Umbruch gilt mehr denn je: Um Premium-Produkte zu entwickeln, brauchen wir eine Premium-Rendite. Daher werden wir mit unserem Audi Transformationsplan einen Gang höher schalten.“

Im März hat das Unternehmen die Auslieferungen des vollelektrischen Audi e-tron in Europa gestartet, im April auf der Auto Shanghai 2019 den Q2 L e-tron speziell für China vorgestellt und wird noch vor Jahresende mit dem Audi e-tron Sportback die Weltpremiere seines dritten E-Modells feiern. Allein von 2019 bis Ende 2023 plant Audi rund €14 Mrd. Vorleistungen in Elektromobilität, Digitalisierung und hochautomatisiertes Fahren. Hierin sind Sachinvestitionen sowie Forschungs- und Entwicklungsleistungen enthalten. In Summe belaufen sich die für den Fünfjahres-Planungshorizont vorgesehenen Gesamtausgaben auf rund €40 Mrd.

Zur Finanzierung des Zukunftskurses hat der Hersteller Anfang 2019 die Zielsetzung für den Audi Transformationsplan erhöht und strebt nun positive Ergebniseffekte von insgesamt €15 Mrd. im Zeitraum von 2018 bis 2022 an. In einem ergänzenden Arbeitspaket des Programms soll der profitable Kapitaleinsatz des Unternehmens optimiert werden. Im Rahmen seiner Neuausrichtung justiert der Audi-Konzern unter anderem die künftige, effizient an technischen Plattformen ausgerichtete Belegung der Werke und die entsprechende Aufgabenteilung und Kapazitätsentwicklung im internationalen Entwicklungs- und Fertigungsnetzwerk.


Für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres berichtet der Audi-Konzern ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von €1.196 (2018: 1.426) Mio. Hierbei ging das Finanzergebnis unter anderem aufgrund von Bewertungseffekten auf €96 (2018: 127) Mio. zurück.


Auch unter den schwierigen Bedingungen des ersten Quartals erwirtschafteten die Vier Ringe einen deutlich positiven Netto-Cashflow in Höhe von €1.207 (2018: 1.919) Mio. Im Vergleich zum höheren Vorjahreswert belastete ein negativer Einmaleffekt den Liquiditätszufluss im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der Mehrmarken-Importeure. Zudem hatten sich 2018 Beteiligungsveränderungen am Kartendienstleister HERE positiv ausgewirkt. 


Für das Gesamtjahr 2019 prognostiziert das Unternehmen unverändert eine moderate Steigerung der Auslieferungen der Marke Audi und rechnet insbesondere für die zweite Jahreshälfte mit Wachstumsimpulsen. Die Auslieferungsbilanz wird auch den Abbau von Bevorratungen der Vertriebs- und Handelsorganisation widerspiegeln, die im WLTP-Übergang gezielt aufgebaut worden waren. Entsprechend erwartet der Audi-Konzern für seine Umsatzerlöse einen leichten Anstieg. Die Operative Umsatzrendite soll im Übergangsjahr 2019 zwischen 7,0 und 8,5 Prozent betragen, der Netto-Cashflow bei €2,5 bis 3,0 Mrd. liegen.   

    

Download Audi-Zwischenmitteilung: www.audi.com/zwischenmitteilung-q1-2019

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