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Nachrichten

Volkswagen zieht Konsequenzen nach Kritik an Werbevideo

  • Volkswagen schafft ein unabhängiges Board mit Diversity-Expert*innen
  • Mitarbeiter*innen werden verstärkt auf kritische Inhalte und Symbolik geschult
  • Untersuchung ergibt: keine rassistischen Intentionen bei Video-Produktion

Als Reaktion auf den zurecht kritisierten Internet-Werbeclip zum Golf 8 hat das Unternehmen Konsequenzen beschlossen. Es soll sichergestellt werden, dass zukünftig die Produktion und Veröffentlichung von unangemessenen Inhalten ausgeschlossen wird.

„Unsere Kontrollen reichen offensichtlich nicht aus, wenn es um eine ethische Bewertung geht. Wir haben erkannt, dass wir noch viel sensibler prüfen müssen, ob Inhalte potenziell diskriminierend, verletzend oder verstörend sind oder potenziell so auf Menschenwirken können.“, sagt Jürgen Stackmann, Vorstand Volkswagen Pkw Vertrieb, Marketing und After Sales.

Die Konsequenzen im Einzelnen:

  1. Prozessverbesserung durch Etablierung eines festen Freigabe-Checkpoints bei uns und auf Agenturseite. Dafür wird ein unabhängiges Board mit Diversity-Expert*innen geschaffen, die nichts mit dem Kreativprozess zu tun haben, sondern kreative Inhalte nur auf potenziell verletzende, diskriminierende und anderweitig kritische Elemente checken und filtern.
  2. Deutliche Stärkung der Schulungen im eigenen Team und auf Agenturseite zum Thema Ethik und Kultur.
  3. Sicherstellung von Heterogenität und mehr Diversität bei der Teamzusammensetzung.
  4. Schaffung einer übergreifenden Social Media Organisation zur besseren Reaktion und Steuerung.
     

Der Konzernvorstand hatte in seiner letzten Sitzung über die Untersuchungsergebnisse der Konzernrevision beraten und Konsequenzen beschlossen. „Im Namen des Vorstands möchte ich in aller Form dafür um Entschuldigung bitten, dass wir durch mangelnde interkulturelle Sensibilität und Professionalität Menschen verletzt haben. Hier wurde gegen Werte verstoßen, für die Volkswagen steht“, erklärt Hiltrud D. Werner, Konzernvorständin für Integrität und Recht.

Im Rahmen der Untersuchung wertete die Konzernrevision rund 400 Dateien mit über 16,5 GB Datenvolumen aus und führte Gespräche mit Mitarbeiter*innen, in erster Linie im Marketing, der Beschaffung und der Rechtsabteilung sowie mit den beteiligten externen Agenturen. „Danach können wir sagen, dass hier keinerlei rassistische Intentionen eine Rolle gespielt haben. Wir haben fehlende Sensibilität und prozessuale Fehler festgestellt. Daraus ziehen wir nun gezielte Konsequenzen“, so Werner.

Jochen Sengpiehl, Chief Marketing Officer, bekräftigt: „Der entscheidende Punkt ist: Wir haben die rassistischen Elemente dieses Videos nicht erkannt. Für diesen Fehler bitte ich, auch im Namen des Teams, um Entschuldigung. Eine zentrale Erkenntnis der Untersuchung ist, dass wir eine Prüfung außerhalb des Kontextes brauchen. Jeder einzelne Clip muss auch ohne Gesamtzusammenhang unmissverständlich und unkritisch sein. Ich werde persönlich dafür sorgen, dass die beschlossenen Konsequenzen im Tagesgeschäft umgesetzt werden.“

Einer der sieben Konzerngrundsätze heißt: „Wir leben Vielfalt“. Er ist essentieller Teil der DNA des Volkswagen Konzerns. Volkswagen steht für Menschlichkeit und Vielfalt und macht sich gegen Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit stark.

Weitere Zitate von Hiltrud D. Werner, Jürgen Stackmann und Jochen Sengpiehl finden Sie unter dem folgenden Link:

Stellungnahme Hiltrud D. Werner.

Stellungnahme Jürgen Stackmann.

Stellungnahme Jochen Sengpiehl.

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