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Volkswagen setzt auf eigene Testkapazitäten gegen Corona

  • Bis zu 2.400 Corona-Tests pro Tag in neugeschaffenen Zentrum in Wolfsburg möglich
  • Insgesamt 10 Walkthrough-Container an deutschen Standorten
  • Personalvorstand Kilian: „Testangebot hilft, Infektionsketten schnell zu durchbrechen“
  • Über 100 Mitarbeiter deutschlandweit zur Durchführung der Testungen weitergebildet
Walkthrough-Container

Nach dem Wiederhochfahren der Produktion im April ist für Volkswagen die Rückkehr von Mitarbeitern aus dem Urlaub die nächste große Herausforderung in Zeiten der Covid-19-Pandemie. Daher stellt das Unternehmen sein Vorsorgeangebot neu auf. Ab sofort helfen eigene Testkapazitäten dabei, mögliche Infektionsketten schnell zu unterbrechen. Bis zu 2.400 Tests aus insgesamt zehn Walkthrough-Containern an den deutschen Standorten können täglich im neuen Testzentrum in Wolfsburg ausgewertet werden. So minimiert das Unternehmen das Risiko einer nächsten Ausbreitungswelle und trägt als einer der größten Arbeitgeber Deutschlands dazu bei, einen erneuten Shutdown der Wirtschaft zu vermeiden. Ein 100-Punkte-Plan gewährt weiterhin bestmöglichen Schutz der Mitarbeiter und hat sich als Best-Practice über die Automobilindustrie hinaus etabliert.

Bisher wurden die sogenannten Walkthrough-Container in Wolfsburg, Braunschweig und Emden installiert. Die weiteren deutschen Standorte in Kassel, Salzgitter, Emden, Hannover und Sachsen folgen. Insgesamt plant das Unternehmen, deutschlandweit 10 Container aufzustellen.

Gunnar Kilian, Personalvorstand der Volkswagen AG, sagt: „Ein sicheres Arbeitsumfeld für unsere Kolleginnen und Kollegen hat weiter höchste Priorität. Zum Ende der Urlaubssaison steigt das Verbreitungsrisiko. Gleichzeitig zieht die Nachfrage wieder an, sodass wir einen neuerlichen Shutdown unbedingt vermeiden wollen. Daher ergreift Volkswagen alle notwendigen Schritte, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Als neueste Maßnahme kann unser Testangebot für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei helfen, Infektionsketten schnell zu durchbrechen.“

In den Containern können sich Beschäftigte, die Symptome zeigen, freiwillig auf das Virus testen lassen – unabhängig davon, ob die Symptome zuhause oder am Arbeitsplatz auftreten. Bei steigenden Fallzahlen an den Standorten können Beschäftigte aus geschäftskritischen Bereichen auch unabhängig von Symptomen getestet werden. Dabei trägt das Unternehmen die Kosten der Untersuchungen. Insgesamt wird Volkswagen in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Wolfsburg eine Laborkapazität von bis zu 2.400 Tests pro Tag aufbauen, auf die alle Standorte zugreifen. Die Ausstattung mit den erforderlichen Testgeräten des Labors wurde von Volkswagen finanziert, betrieben wird es unter dem Dach des Klinikums Wolfsburg. Das Ergebnis eines Rachenabstrichs im Container liegt in der Regel spätestens 24 Stunden nach der Probenentnahme vor. An allen Standorten werden die Proben durch speziell auf die Testung geschulte medizinische Fachkräfte des Volkswagen Gesundheitswesens unter Leitung von Werksärzten entnommen. Insgesamt über 100 Personen aus dem Gesundheitswesen wurden dafür ausgebildet.

Volkswagen hatte mit seinem 100-Punkte-Plan für maximalen Gesundheitsschutz nach dem Lockdown bestmögliche Voraussetzungen für eine sichere Arbeitsumgebung geschaffen. Der Plan zum Gesundheitsschutz wird weltweit von mehr als 40.000 Lieferanten, Dienstleistern und Spediteuren sowie in anderen Industrien und bei Wettbewerbern genutzt.
 

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