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Volkswagen Konzernvorstand diskutiert Dekarbonisierungsplan mit unabhängigem Nachhaltigkeitsbeirat

  • Nachhaltigkeitsbeitrat unterstützt Transformationsstrategie des Volkswagen Konzerns
  • Beirat fordert breitere interne Debatte über die langfristige Ausrichtung von Volkswagen und empfiehlt, ein verbindliches Datum für das Ende des Verbrennungsmotors festzulegen
  • Beide Seiten sehen großes Potenzial in einem ESG-Berichtssystem
  • Vorstand beauftragt zusätzliche Studie zur sozialverantwortlichen Gestaltung der Transformation
Herbert Diess, CEO Volkswagen Konzern (links), und Georg Kell, Sprecher des Nachhaltigkeitsbeirats

Im Rahmen der ersten gemeinsamen Sitzung in diesem Jahr besprachen der Konzernvorstand und der unabhängige Volkswagen Nachhaltigkeitsbeirat den Dekarbonisierungsplan und die daraus folgenden Aktivitäten des Konzerns. Der Nachhaltigkeitsbeirat forderte insbesondere eine noch stärkere Debatte über die langfristige Ausrichtung des Volkswagen Konzerns – die Bereitstellung CO2-neutraler Mobilität für alle sowie ein zeitlich klar definiertes Ende des Verbrennungsmotors. Im Zuge der Diskussion einigten sich beide Seiten auf ein überarbeitetes ESG-Berichtssystem (Environmental, Social, Governance) sowie auf eine zusätzliche Studie zur sozialverantwortlichen Gestaltung des Wandels der Belegschaft. Volkswagen bekennt sich zum Green Deal der EU und fordert zudem mehr Grünstrom, einen schnelleren Ausstieg aus fossilen Energien, den zügigen Ausbau der Ladeinfrastruktur und neue Regelungen für Staatshilfen, die die Transformation und die Dekarbonisierung der Branche und Produktionsstätten unterstützen. Der Nachhaltigkeitsbeirat besteht aus neun Mitgliedern und berät Volkswagen seit 2016 strategisch zu den Themen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung.

ESG-Aspekte spielen bei Investitionsentscheidungen künftig eine immer zentralere Rolle. Volkswagen wird seine ESG-Berichterstattung entsprechend nachschärfen und so Transparenz und Messbarkeit gewährleisten. „Volkswagen hat die Möglichkeit, sich mit seiner globalen Nachhaltigkeitsagenda vom Wettbewerb abzuheben“, sagt Georg Kell, Gründungsdirektor des United Nations Global Compact und Sprecher des Nachhaltigkeitsbeirats. Mit Blick auf ein noch systematischeres ESG-Management, empfiehlt der Beirat den Aufbau eines proprietären Datensystems.

Die frühere EU-Klimaschutzkommissarin Connie Hedegaard unterstrich die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen CEOs und politischen Entscheidungsträgern in Europa. Es gehe darum zu demonstrieren, dass die Wirtschaft hinter den europäischen Zielen zur Reduzierung des Treibhausgasausstoßes um 55 Prozent bis 2030 gegenüber dem Niveau von 1990 steht. Volkswagen ist Gründungsmitglied der „CEO Alliance for Europe‘s Recovery, Reform and Resilience“ und fördert den Dialog zwischen Politik und Wirtschaft zur Umsetzung des Green Deal der EU. Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, ging auf die Herausforderungen eines CO2-Grenzausgleichsystems ein. Er forderte internationale Zusammenarbeit sowie Branchen Investitionen in Pilotprojekte zu Negativemissionstechnologien (Kohlendioxidabscheidung). Der Beirat forderte Volkswagen darüber hinaus auf, seine Dekarbonisierungsstrategie an dem Ziel von 1,5 Grad Klimaerwärmung auszurichten.

Mit Blick auf die Forderung nach einem festen Enddatum für den Verbrennungsmotor erklärte der Vorstandsvorsitzende Dr. Herbert Diess: Der Umstieg auf E-Mobilität leiste nur in jenen Ländern einen sinnvollen Klimabeitrag, in denen eine adäquate Versorgung mit Grünstrom gewährleistet sei. „Wir sind fest entschlossen, ein klimaneutrales Unternehmen zu werden“, bekräftigte Diess, „Allerdings geschieht dieser Wandel nicht über Nacht, vielmehr erwarten wir, dass die Transformation zwei Modell-Lebenszyklen in Anspruch nehmen wird.“ Ab 2030 könnte der Verbrenner in der EU bereits rascher Geschichte sein als in Lateinamerika. Insgesamt hinge die Wirksamkeit von Elektromobilität beim Klimaschutz vom Primärenergieverbrauch ab.

Zu den Prioritäten des Beirats in den kommenden zwei Jahren zählt, Volkswagen auf seinem Weg zu einem konsequent an der Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmen zu unterstützen. Ein solcher „Purpose“ ist in den Augen des Beirats von zentraler Bedeutung, um die Belegschaft bei der Transformation mitzunehmen. „Das ist der Grund, warum Mitarbeiter jeden Morgen aufstehen“, so Magdalena Gerger, CEO und Präsidentin von Systembolaget AB. Durch die Empfehlung des Beirats bestärkt, hat Volkswagen entschieden, die Purpose-Diskussion zum Teil der „Strategie 2030“ zu machen, die im Verlauf des Jahres vorgestellt wird.

Der Wandel zu E-Mobilität und Digitalisierung wird mit Auswirkungen auf die Beschäftigung und Belegschaft einhergehen. Hiermit hat sich auch eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO im Auftrag des Nachhaltigkeitsbeirats beschäftig. Das Ergebnis: E-Mobilität und Digitalisierung werden sehr viel geringere Auswirkungen auf die Beschäftigung bei Volkswagen haben als im Rahmen von Vorgängerstudien aufgezeigt wurde. Während der Sitzung präsentierte Michael Sommer, ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, die Pläne für ein neues Forschungsprojekt zu Arbeit und Weiterbildung im Jahr 2030.

Der aktuelle Fünfjahresplan Chinas und seine Auswirkungen auf Volkswagen wurden ebenfalls besprochen. Beiratsmitglied Ye Qi, Professor für Umweltpolitik und -management an der Tsinghua-Universität in Peking, erläuterte, dass die Umsetzung des Plans voraussichtlich ambitioniertere Dekarbonisierungsmaßnahmen erfordert. Die Volkswagen Group China kündigte bereits an, dass sämtliche Produktionsstandorte für die vollelektrische MEB-Plattform ausschließlich mit Grünstrom versorgt werden sollen.

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