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Volkswagen und Mahindra unterzeichnen Kooperationsvereinbarung für MEB-Komponenten in Chennai

  • Der indische SUV-Hersteller Mahindra will seine Born Electric Platform mit MEB-Komponenten von Volkswagen ausstatten
  • Kooperationsvereinbarung am Abend des 18. Mai in Chennai / Indien unterzeichnet
  • Verbindlicher Liefervertrag soll bis Ende 2022 abgeschlossen werden
  • Auf der UN-Klimakonferenz 2021 in Glasgow hat sich Indien verpflichtet, ab 2035 nur noch emissionsfreie Neufahrzeuge zuzulassen
Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages
Thomas Schmall, Volkswagen Konzernvorstand für Technik und Rajesh Jejurikar, Executive Director, Auto and Farm Sector, Mahindra & Mahindra Ltd. (Vordergrund, von rechts nach links)

Volkswagen und Mahindra & Mahindra Ltd. (M&M) loten den Einsatz von MEB-Komponenten in der neuen "Born Electric Platform" von Mahindra aus. Beide Seiten gaben heute bekannt, dass sie am Vortag eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet haben, um den Umfang der Zusammenarbeit zu evaluieren. Mahindra will seine "Born Electric Platform" mit MEB-Komponenten wie Elektromotor, Batteriesystem-Komponenten und Batteriezellen ausstatten. Die Kooperationsvereinbarung setzt den Rahmen für die weitere Bewertung der Zusammenarbeit – sie enthält verbindliche Regeln für die Evaluierungsphase sowie den unverbindlichen Lieferumfang. Ein verbindliches Lieferabkommen soll konstruktiv und rechtskonform bis Ende 2022 erarbeitet werden.

Gemeinsames Ziel der beiden Unternehmen ist die Elektrifizierung des indischen Automobilmarktes, einer der wichtigsten automobilen Wachstumsmärkte und ein Schlüsselelement für die globale Dekarbonisierung des Mobilitätssektors.

Der als offene Fahrzeugplattform konzipierte MEB und seine Komponenten ermöglichen Autoherstellern eine schnelle und wirtschaftliche Elektrifizierung ihrer Modellpalette.

Thomas Schmall, Volkswagen Konzernvorstand für Technik und CEO von Volkswagen Group Components: "Mahindra ist ein Elektro-Pionier in Indien und ein starker Partner für unsere Elektroplattform MEB. Gemeinsam mit Mahindra wollen wir maßgeblich zur Elektrifizierung Indiens beitragen, einem riesigen Automobilmarkt mit enormem Wachstumspotenzial und großer Bedeutung für den Klimaschutz. Es ist ein weiterer Beleg dafür, dass der MEB sowohl technologisch als auch wirtschaftlich voll wettbewerbsfähig ist. Er entwickelt sich zunehmend zur führenden offenen Plattform für die E-Mobilität und erzielt signifikante Volumen- und Skaleneffekte. In der Welt der E-Mobilität ist das für jedes Unternehmen von zentraler Bedeutung und der Schlüssel zu wettbewerbsfähigen Lösungen für unsere Kunden."

Rajesh Jejurikar, Executive Director, Auto and Farm Sectors, Mahindra & Mahindra Ltd., kommentierte die Partnerschaft wie folgt: "Wir freuen uns sehr, mit Volkswagen einen bedeutenden globalen Investor im Bereich der Elektromobilität gewonnen zu haben, der uns als strategischer Partner bei der Erreichung unserer ehrgeizigen Born Electric Vision unterstützt. Das umfassende Know-how bei Technologie, Innovation und vertikaler Integration der Lieferketten ergänzt unsere Fähigkeiten und spannt den Rahmen für die Entwicklung unserer "Born Electric Platform" der nächsten Generation, die wir in Kürze in Oxfordshire, Großbritannien, vorstellen werden. Unsere Teams in Indien, Großbritannien und Detroit arbeiten mit Leidenschaft an einer atemberaubenden Zukunft."

Indien gehört mit rund drei Millionen Neufahrzeugen pro Jahr zu den fünf größten Automobilmärkten der Welt. Aktuellen Prognosen zufolge könnte der Markt bis 2030 auf bis zu fünf Millionen Fahrzeuge anwachsen. Bislang wird der Markt von Fahrzeugen mit Diesel- oder Benzinmotor dominiert. Auf dem UN-Klimagipfel 2021 in Glasgow hat sich Indien jedoch dazu verpflichtet, ab 2035 nur noch emissionsfreie Neufahrzeuge zuzulassen. Die Elektrifizierung des Pkw-Segments dürfte in den kommenden Jahren daher deutlich an Dynamik gewinnen. Branchenexperten gehen davon aus, dass im Jahr 2030 bereits mehr als die Hälfte aller Neufahrzeuge reine E-Autos sein werden.

Die Elektroplattform MEB kommt heute bereits bei den Konzernmarken Volkswagen, Audi, ŠKODA und SEAT/CUPRA sowie bei externen Partnern zum Einsatz. Die Verantwortung für diese Partnerschaften liegt bei der neu geschaffenen Geschäftseinheit „Platform Business“.

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