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„Das E-Auto ist das bessere Automobil“

Im Interview mit Martin Roemheld

Mehr Modelle, mehr Schnellladesäulen, mehr Services: 2021 wird das Jahr der E-Mobilität, sagt Martin Roemheld, Head of e-Mobility Services der Volkswagen AG. Im ersten Teil unseres Interviews spricht der Experte über Förderkonzepte, die Akzeptanz der Elektromobilität und erklärt, warum er seinen ID.3 selbst auf der Langstrecke ruhigen Gewissens mit geringer Akku-Restkapazität bewegt.

Herr Roemheld, erst vor Kurzem hat die Bundesregierung beschlossen, den Umweltbonus für Elektroautos bis 2025 zu verlängern. Was denken Sie: Geht das in die richtige Richtung oder brauchen wir perspektivisch weitere Förderkonzepte?

Solche monetären Anreize bilden in der gegenwärtigen Transformationsphase eine tragende Säule. Genauso wichtig sind der zügige Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Optimierung des Modellportfolios. Entscheidend ist am Ende, den Kunden voll und ganz für das Produkt „E-Auto“ zu begeistern; ihn davon zu überzeugen, dass es ein komfortables Fahren ermöglicht, dass es die Basis für ein ganz neues Mobilitätsempfinden bildet – und dass es in vielen Fällen bereits die bessere Alternative ist.

Weshalb agieren einige Kunden, ob Dienstwagenfahrer oder Privatpersonen, bei der Elektromobilität nach wie vor zögerlich?

Das hat sicherlich mehrere Gründe. Ich vergleiche die E-Mobilität gerne mit dem Thema Smartphones. Wenn Sie 2005 ein Blackberry hatten, sorgte das in Ihrem Bekanntenkreis vermutlich für Aufsehen und den ein oder anderen zweifelnden Blick. 2007 brachte Apple dann das iPhone auf den Markt – anderthalb Jahre später waren Smartphones völlig normal. Und im Automobilbereich ist 2021 für mich das, was 2007 für den Handymarkt war. Man wird immer mehr E-Autos sehen – bei den Nachbarn, bei den Kollegen, bei den Freunden. Und mit der Erfahrung im Umgang kommen Akzeptanz und Vertrauen. Diesen Punkt erkennen Sie auch ganz deutlich daran, wie heute noch viele Menschen mit der Akkukapazität ihrer Elektroautos umgehen. Obwohl das Fahrzeug locker 300 Kilometer schafft, wird oft schon nach 50 Kilometern nachgeladen. Wir müssen es aber hinbekommen, dass die Leute ruhigen Gewissens bis zehn, 15 Kilometer Restreichweite fahren – eben so, wie man es bei Dieseln und Benzinern ganz selbstverständlich tut. Das klappt nur mit Vertrauen in die Infrastruktur und Routine im Umgang mit der neuen Technik.

Vor der Pandemie bin ich zum Beispiel mit zweien meiner vier Kinder übers Wochenende nach Schweden gefahren – freitags hin, montags zurück, insgesamt über 2.000 Kilometer. Im ID.3 war das einfach herrlich; man konnte sich super unterhalten, ohne störende Motorgeräusche, die Kinder haben im Fond entspannt gespielt. Durch und durch ein tolles Erlebnis!

Martin Roemheld Head of e-Mobility Services der Volkswagen AG

Wie handhaben Sie das denn persönlich?

Ich fahre mit meinem ID.3 (Stromverbrauch in kWh/100 km: 15,4-13,5 (kombiniert); CO₂-Emission in g/km: 0; Effizienzklasse: A+) regelmäßig privat von Wolfsburg nach Dresden zu meiner Familie, also klassische Langstrecke – und habe mir angewöhnt, immer im unteren Bereich der Akkukapazität unterwegs zu sein. Das hat den einfachen Grund: Wenn ich mit 50 Prozent Akku an eine Ladestation fahre, fließt die Energie langsamer in die Batterie, als wenn ich mit zehn Prozent „nachtanke“. Also bringe ich meinen fast leeren ID.3 an einer Schnellladesäule binnen weniger Minuten lieber auf 50 Prozent, anstatt von 50 auf 100 Prozent zu laden, was eben deutlich länger dauert. Die Ladestationen der Marke IONITY an der Strecke sind zuverlässig und haben mich – auch auf anderen Langstrecken – noch nie im Stich gelassen.

Wie ordnen Sie die unzähligen verschiedenen Abrechnungsmodelle ein? Mancher Neueinsteiger fühlt sich da im ersten Moment vielleicht etwas überfordert …

Natürlich ist der Markt aktuell noch in einer gewissen Findungsphase. Hier lohnt wieder der Vergleich zum Smartphone-Bereich. Gestartet sind die Anbieter damals mit fixen Minutenpreisen, jetzt gibt es einen bunten Blumenstrauß an klar strukturierten Angeboten, aus dem man sich das Optimale für seinen individuellen Bedarf herausfischen kann: Will ich viel Datenvolumen oder wenig, häufig ins Ausland telefonieren oder gar nicht … Beim Schnellladenetzwerk IONITY, das Kunden zum Beispiel mit der We Charge-Karte oder der Charge&Fuel Card nutzen können, gibt es schon einen Tarif, über den Sie für einen festen monatlichen Grundpreis sehr günstige kWh-Preise an den Schnellladesäulen erhalten. Falls Dienstwagennutzer oft im öffentlichen Bereich laden, ist das natürlich superpraktisch. Für die Zukunft sind eventuell sogar komplette Flatrate-Modelle denkbar. Wenn die Anbieter die Nutzungsprofile der Kunden besser verstanden haben, wird sich das Angebot sukzessive weiter diversifizieren und man wird in der Folge immer passgenauer wählen können. Übrigens arbeiten wir als Hersteller natürlich auch daran, den Anmeldevorgang an den Ladesäulen weiter zu vereinfachen. Heute benötigen Sie dafür die WeCharge Card respektive die zugehörige Smartphone App. Im nächsten Schritt werden wir Plug & Charge anbieten. Dabei hinterlegen wir die Anmeldedaten als Software-Zertifikat direkt in unseren Autos, sodass die Fahrzeuge eigenständig mit der Ladesäule kommunizieren können.

Gehen wir für unsere Flottenkunden in einen konkreten Use-Case: Ein Flottenmanager möchte mit seinem Fuhrpark in die Elektromobilität einsteigen. An wen wendet er sich?

Erste Ansprechpartner sind immer die zuständigen Großkundenberater. Sie fungieren als Schnittstellen zum konzernweiten Know-how rund um die
E-Mobilität. Das umfasst neben den Fahrzeugen auch die gesamte Ladeinfrastruktur – ein Thema, dass wir seit 2018 markenübergreifend in unserer Naturstromtochter Elli bündeln. Als Flottenkunde erhalten Sie folglich alles aus einer Hand – von den Ladesäulen am Firmenstandort bis zu heimischen Wallboxen für User-Chooser. Unser Beratungsportfolio ist da auf den Punkt verfügbar. 2021 werden wir mit Elli zudem ein Angebot im Bereich des bidirektionalen Ladens entwickeln. Denn wenn es technisch und organisatorisch realisierbar wird, den Strom im Fahrzeug auch wieder an das Netz abzugeben, erschließen sich für das Unternehmen völlig neue Möglichkeiten. Die Poolflotte, die nachts auf dem Firmenparkplatz lädt und in dieser Zeit als Stromspeicher fungiert, kann dann aktiv zur Wertschöpfung beitragen.

Herr Roemheld, herzlichen Dank für dieses spannende Gespräch. Eine abschließende Frage haben wir natürlich noch: Welches E-Auto aus dem Konzern ist Ihr Favorit?

Sie haben im Verlauf des Interviews ja sicher gemerkt, dass ich ein Fan des ID.3 bin. Das Fahrzeug, das Fahrgefühl, das komplette Ökosystem drum herum, da passt einfach alles zusammen. Persönlich begeistert mich auch der Porsche Taycan – und aus Sicht eines Familienvaters freue ich mich wahnsinnig auf die Serienversion des ID.BUZZ. Das wird ein ganz großer Wurf, im wahrsten Sinne des Wortes …

Stand: 19.01.2021

© Volkswagen AG

 

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