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"Es geht nicht um Autos, es geht um einen Kulturwandel"

Im Interview mit Lorenzo Groppo

Lange Strecken, häufige Einsätze, viele Nutzer: Die Poolfahrzeuge des italienischen Multi-Gas-Technolgieanbieter Pietro Fiorentini sind hohen Belastungen ausgesetzt. Nun hat das Unternehmen sich für die Elektrifizierung seiner Flotte entschieden. Fleet Manager Lorenzo Groppo verrät im Interview, wie die Umstellung gelang.

Herr Groppo, Sie stellen derzeit den Fuhrpark der Pietro Fiorentini Gruppe auf E-Fahrzeuge um. Sagen Sie uns etwas über die Hintergründe?

Bei Pietro Fiorentini arbeiten wir nach den Prinzipien des Kaizen. Eines dieser Prinzipien ist: Überflüssiges – das sogenannte Muda – identifizieren und beseitigen. 2018 habe ich mir die Frage gestellt, was die schlimmsten Muda in unserem Fuhrparkmanagement sind. Die Antwort lautete: Autounfälle und Kraftstoffkosten. Also habe ich begonnen, mich intensiv in Sachen Sicherheit und Elektromobilität zu informieren.
„Safety first“ nehmen wir bei Pietro Fiorentini sehr ernst – der Grundsatz ist Teil unserer DNA. Zur Verbesserung der Sicherheit haben wir alle Fahrzeuge unserer Flotte mit Fahrerassistenzsystemen nachgerüstet. Die Ergebnisse waren frappierend: die Zahl der Unfälle sank von rund 50 pro Jahr auf 9 – im ersten halben Jahr gab es keinen einzigen. Die Sicherheit unserer Mitarbeiter hat sich mit dieser Maßnahme deutlich erhöht. Zudem sind unfallbedingte Kosten gesunken und Kunden ärgern sich nicht über ausgefallene Termine.
Bei der zweiten Frage – der Senkung der Kraftstoffkosten – wurde mir schnell klar, dass das nur über Elektrifizierung wirklich funktionieren würde. Neben 100 Nutzfahrzeugen fährt die Mehrheit der Pietro Fiorentini Mitarbeiter Pool-Pkw. Bei diesen habe ich zuerst angesetzt.

Warum fiel die Wahl auf Volkswagen?

Ein weiterer wichtiger Grundsatz im Kaizen lautet „Du musst deinem Kunden zuhören". Meine Kunden, also die Pool- und Firmenwagenfahrer bei Pietro Fiorentini, schätzen die Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns.
Außerdem gab es mit anderen Marken immer wieder Probleme mit dem Service. Unsere Mitarbeiter sind europaweit unterwegs und müssen sich auf ein gutes Servicenetz verlassen können. Der hervorragende Service und die bisherige sehr gute lokale und internationale Zusammenarbeit mit der Marke Volkswagen hat also letztlich den Ausschlag gegeben, das wir dann die Volkswagen Financial Services Italien um ein Leasingangebot gebeten haben.

Die Entscheidung für die Elektrifizierung Ihrer Flotte war also gefallen. Wie ging es weiter?

Gleich am ersten Tag, als der ID.3 beim Händler verfügbar war, bin ich ihn Probe gefahren. Von Vicenza – wo ich arbeite – zum unserem am weitesten entfernten Firmenstandort. Denn es war ein wichtiges internes Argument für das Projekt, dass man alle unsere italienischen Standorte mit nur einer Batterieladung erreichen und dort laden kann. Die Inanspruchnahme externer Ladestationen soll die Ausnahme bleiben.
Anschließend haben wir mit der Unterstützung von Volkswagen die reale Nutzung unserer Poolfahrzeuge analysiert. Dafür konnten wir auf anonymisierte Daten aus den Fahrtenbüchern von Mai bis November 2020 zurückgreifen. Auf Basis dieser Informationen prüfte Volkswagen Sales Europe daraufhin die Machbarkeit des Umstiegs auf E-Mobilität für jedes einzelne Fahrzeug, ermittelte die Einsparpotenziale in wirtschaftlicher Hinsicht und in Bezug auf CO₂-Emissionen und empfahl die zum jeweiligen Fahrprofil passenden Batterien.
Gemeinsam mit unserem Facility Manager haben wir dann untersucht, wie viele Ladepunkte wir brauchen und wo wir sie aufstellen können. Außerdem mussten wir prüfen, wie viel Strom uns je Standort zur Verfügung steht und baten die Feuerwehr, die Situation vor Ort zu begutachten. Es war ein langwieriger und herausfordernder Prozess, aber die Angaben zu den Ladezeiten, die uns das Team von Volkswagen MEB Consulting zur Verfügung gestellt hat, halfen enorm.
Außerdem haben uns Volkswagen Italien, der lokale Händler und die italienische Tochtergesellschaft von Volkswagen Financial Services bei der internen Vorstellung des Projekts unterstützt und werden uns bei der Schulung unserer Nutzer an den Standorten helfen. Das war und ist eine Teamleistung und alle beteiligten Bereiche des Volkwagen Konzerns haben eine wichtige Rolle gespielt. Denn wir sprechen hier über einen Kulturwandel! Dafür bedarf es eines ganzheitlichen Ansatzes von unserem OEM-Partner, der uns während der gesamten Reise auf lokaler und internationaler Ebene unterstützt. Die neue Art der Mobilität muss den Mitarbeitern erst verständlich gemacht werden, damit sie diese wirklich annehmen. Ich bin überzeugt, dass herkömmliche, reine Auslieferung der neuen Fahrzeuge zu einem Scheitern geführt hätte. Für die Elektromobilität brauchen wir mehr als das: Wir brauchen Menschen, die sich für den Kulturwandel einsetzen.

Durch die jährlichen Kraftstoffeinsparungen erwarten wir, dass sich die Investitionen schon nach eineinhalb Jahren amortisiert haben.

Lorenzo Groppo Fleet Manager bei Pietro Fiorentini S.p.a.

Die Umstellung einer Flotte auf Elektromobilität verursacht naturgemäß auch Kosten. Warum rechnet sich die Umstellung trotzdem?

Der Großteil der Kosten entsteht in unserem Fall durch die Installation der Ladesäulen. Durch die jährlichen Kraftstoffeinsparungen erwarten wir, dass sich die Investitionen schon nach eineinhalb Jahren amortisiert haben. Zudem reduzieren wir auch unseren CO₂ Ausstoß um 64,2 Tonnen – das entspricht der Menge Kohlendioxid, die rund 2,140 Bäume in 12 Monaten binden.

Wie geht es nun weiter?

Die Umstellung der Poolfahrzeuge unseres Fuhrparks war bei weitem die größte Herausforderung, allein schon aufgrund der Nutzerzahl. Mit Unterstützung von Volkswagen Sales Europe analysieren wir mithilfe des Mobility Profile & TCO Tools demnächst die Fahrprofile der User Chooser. Dann wollen wir weitere vollelektrische und hybride Fahrzeuge in unsere Flotte aufnehmen, insbesondere ID.3 (Stromverbrauch in kWh/100 km¹⁾: kombiniert 15,4-13,1; CO₂-Emissionen in g/km¹⁾: 0; Effizienzklasse: A+) und ID.4 (Stromverbrauch in kWh/100 km¹⁾: kombiniert 16,9-15,5; CO2-Emissionen in g/km¹⁾: 0; Effizienzklasse: A+). Nachdem wir mit den Fahrzeugen von Volkswagen sehr gute Erfahrungen gemacht haben, kommen für uns auch Modelle anderer Konzernmarken in Betracht, wenn sie zu den jeweiligen Anforderungsprofilen passen. Ich denke da zum Beispiel an den Audi e-tron (Stromverbrauch in kWh/100 km¹⁾: kombiniert 24,3–21,4 (NEFZ); 26,1–21,7 (WLTP); CO₂-Emissionen in g/km¹⁾: 0; Effizienzklasse A+) oder den Q4 e-tron (Stromverbrauch in kWh/100 km¹⁾: kombiniert 17,3–15,8 (NEFZ); 19,0–17,0 (WLTP); CO₂-Emissionen in g/km¹⁾: 0; Effizienzklasse A+).

Was ist, aus heutiger Sicht, Ihre Empfehlung für eine Umstellung des Fuhrparks auf Elektromobilität?

Es ist wichtig zu verstehen, dass es nicht einfach um einen Wechsel auf „andere Fahrzeuge“ geht. Vielmehr handelt es sich um einen kulturellen Wandel. Und das kann man als Flottenmanager nicht alleine stemmen. Sie brauchen ein klares Bekenntnis der Geschäftsführung und die Unterstützung der Personalabteilung sowie des Facility Managements. Außerdem braucht man Hilfe von „den Leuten, die das Auto gemacht haben und genau kennen“: die Begleitung von Volkwagen Italien und der MEB-Consulting Sales Europe beim Übergang in die E-Mobilität war essenziell für den Erfolg unseres Projekts.

Fahrzeugabbildung zeigt Sonderausstattung.

1) Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Dadurch können sich ab 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie unter www.audi.de/wltp und www.volkswagen.de/wltp.

Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, D-73760 Ostfildern oder unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.  

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Stand: 05.05.2021

© Volkswagen AG

 

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