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Mythos versus Argumente

Obwohl aktuelle Elektrofahrzeuge dank immer höherer Reichweiten sowie kürzerer Ladezeiten mehr und mehr professionelle Nutzerkreise begeistern – ein Mythos hält sich wacker: Von den Batterien, so die landläufige Meinung, gehe eine erhöhte Brandgefahr aus. Dies ist, so viel gleich vorweg, nicht der Fall. Genauso wenig müssen sich Insassen Gedanken über mögliche Gefahren durch die Hochvolt-Technik machen.

Aus Actionfilmen kennt man diese Szene: Der Held wird in seinem Heldenauto von der Straße abgedrängt. Mehrfacher Überschlag, sofort fängt der Motorraum Feuer, Benzin dringt aus dem Wrack. Jeder weiß, was gleich passiert: Das Auto wird in nur wenigen Sekunden explodieren. Doch um eine Haaresbreite entkommt der wackere Recke auf allen Vieren gerade noch der Gefahr.

Schnitt. Zurück in die echte Welt. In eine Welt, in der das beschriebene halsbrecherische Manöver so gut wie nie und Autobrände zumindest nur äußerst selten vorkommen. Bei nicht einmal einem Prozent aller Unfälle kommt es zu Flammenbildung, eine Explosion ist gar so gut wie ausgeschlossen – und das trotz des hochentzündlichen Kraftstoffs an Bord. Und wie ist das beim Elektrofahrzeug? Verschiedene Medienberichte und Kommentarspalten skizzieren für Firmenfuhrparks ein gewisses Risiko: Elektro- und Hybridfahrzeuge, so die Aussagen, seien „brandgefährlich“ – ihre Hochvoltsysteme und Batterien regelrechte „Pulverfässer“.

Laut ADAC: Angst unbegründet
Tatsächlich sind E-Autos genauso sicher wie Verbrenner, das wurde in vielerlei Tests, etwa vom ADAC, bestätigt. Geprüft wurde dabei sowohl die Crash-Sicherheit als auch die anschließende wie allgemeine Brandgefahr. „Ein brennendes Elektroauto erregt viel Aufmerksamkeit, da die Technologie noch neu ist und die Menschen sowie Medien dementsprechend aufmerksam sind – Angst ist dagegen unbegründet“, hält der Automobil-Club auf seiner Website fest. „Aktuell gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass Elektroautos mit oder ohne Unfalleinwirkung eher zum Brennen neigen als Autos mit Verbrennungsmotor.“

Damit es bei diesem Urteil bleibt, wird bei den Marken des Volkswagen Konzerns selbstredend nichts dem Zufall überlassen. Im Batterieentwicklungszentrum der Volkswagen Group Components in Braunschweig etwa zeichnet Dr. Michal Bruna für den Bereich Elektronikentwicklung verantwortlich. Eine seiner Aufgaben: umfassende Sicherheits-Checks für Batteriesysteme, bevor diese für den Gebrauch in E-Autos überhaupt infrage kommen. „Die Sicherheit von Fahrerinnen und Fahrern ist für uns das Wichtigste“, hebt der gebürtige Tscheche hervor. „Deshalb gilt: Jede Variante der Batterie einschließlich der Software muss ihre Sicherheit in mehr als 5.000 Einzeltests beweisen.“

Gründliche Tests schaffen Sicherheit
Der gesamte Lebenszyklus einer Batterie werde dabei simuliert: „Wir setzen die Batteriesysteme Belastungen in mechanischen Schocks aus, wie sie durch Bordsteinkanten, Bahnübergänge oder Steinschläge auftreten.“ Sein Team simuliert zudem extreme äußere Bedingungen, etwa durch Temperaturschocktauchen. „Am Ende zerlegen wir jedes Batteriesystem und kontrollieren den Zustand.“ Weitere Sicherheitstests finden an den Standorten Salzgitter und Wolfsburg statt, bis dann in der Batteriefertigung nochmals jede einzelne Batterie vor dem Gebrauch einer Kontrolle unterzogen wird.

Zusätzliche Sicherheit garantiert die Konstruktion des Autos: „Die Batterie befindet sich zwischen den Achsen der Autos und ist damit schon durch die Fahrzeugarchitektur gut geschützt“, klärt Bruna auf. Sollte der Akku bei einem außergewöhnlich schweren Crash dennoch etwas abbekommen, tritt sofort mit dem Auslösen des Airbags eine Batteriesystem-Sperre in Kraft. Diese lässt sich erst wieder nach einem gründlichen Check in der Werkstatt aufheben.

Auch die Elektronik gibt keinen Anlass zur Sorge
Schutzschalter und zahlreiche Sensoren sorgen zudem dafür, dass auch das Hochvoltsystem eines Elektrofahrzeugs niemandem Sorge bereiten muss. Die Technologie kappt alle Leitungen, sobald etwas aus dem Ruder laufen sollte. Ein folgenreicher Stromschlag ist so bei und nach einem Unfall genauso ausgeschlossen wie beim Laden der Batterie. Hier fließt erst Strom, sobald die automatischen Systemprüfungen von Auto oder Ladestation eine sichere Verbindung erkennen. Auch Regen, Gewitter, Hochwasser oder eine Fahrt durch die Waschstraße stellen keinerlei Bedrohung dar. Fest steht allerdings: Hollywood wird diese Argumente wohl dezent ignorieren …
 

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Stand: 29. Oktober 2021

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