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„Das ist nicht einfach nur ein Anbieter. Es ist ein Partner“

Im Interview mit Fer Derwort – European Fleet Manager, Infor

1.500 Dienstwagenberechtigte verteilt über ganz Europa, ungleiche Steuergesetze, unterschiedlichste User-Präferenzen: Als Flottenverantwortlicher des Softwareanbieters Infor hat Fer Derwort ohnehin schon alle Hände voll zu tun. Nun stellt das Unternehmen seinen Fuhrpark auf Elektromobilität um. Warum der Aufwand lohnt, erläutert er im Interview.

Herr Derwort, Sie verantworten den europäischen Fuhrpark von Infor, sind aber nicht – wie oft üblich – der Beschaffung zugeordnet, sondern Human Resources. Wie kommt das?

In unserem Unternehmen werden die Fahrzeuge als Benefit betrachtet, also als Teil der Mitarbeiterentlohnung. Ich bin verantwortlich für die internationale Car Policy und lege somit fest, aus welchen Fahrzeugen unsere Mitarbeiter wählen können. Das betrifft auch die Antriebsart. In der Vergangenheit waren es Diesel und Benziner, jetzt steigen wir auf Elektrofahrzeuge um – und zwar aus dem Volkswagen Konzern.

Warum haben Sie sich für diese Umstellung entschieden?

Wir haben die Entscheidung insbesondere auf Basis wirtschaftlicher Überlegungen getroffen: Als ich vor über zehn Jahren die Verantwortung für unsere Flotte übernommen habe, zeichnete sich ab, dass unser bisheriger Fuhrpark teurer werden würde – Stichwort CO₂-Ausstoß. Deshalb habe ich damals auf Fahrzeuge mit niedrigeren Emissionswerten umgestellt. Nun ist zu erwarten, dass sich E-Autos im Vergleich zu konventionellen Antrieben mittelfristig bezahlt machen. Gerade erst habe ich eine Berechnung für unsere Flotte in Belgien erstellt. Das Ergebnis: Aufgrund steuerlicher Änderungen und unter Einbeziehung der laufenden Kosten haben wir bei einem heute in den Fuhrpark aufgenommenem Fahrzeug bereits 2023 den Break-Even-Point erreicht.

Mit dem Volkswagen Konzern haben wir einen Single Source Supplier mit nur einem einzigen Ansprechpartner für ganz Europa, mit dem ich meinen Bedarf besprechen und Planungen machen kann.

Fer Derwort European Fleet Manager, Infor

Gibt es einen konkreten Plan, bis wann die Flotte vollelektrisch sein soll?

Ja und nein. Der Plan war, den Mitarbeitenden bis Ende 2021 nur noch Elektrofahrzeuge anzubieten. Auf dem Weg dahin ist aus unserer Sicht der Schlüssel zum Erfolg eine gute Ladeinfrastruktur. Diese hatten wir bereits an einigen europäischen Standorten aufgebaut, weitere Länder sollten folgen. Durch COVID-19 hat sich die Situation dann verändert. Die Mitarbeitenden waren pandemiebedingt im Homeoffice – es war nicht klar, wann und in welcher Anzahl sie wieder in die Büros kommen würden. Damit stand auch in Frage, ob wir weiterhin von unserer ursprünglichen Infrastruktur-Planung ausgehen konnten. In Verbindung mit der Halbleiter-Problematik führt das nun zu Verzögerungen.

Von wie vielen Fahrzeugen sprechen wir?

Wir haben gut 1.500 dienstwagenberechtigte Mitarbeitende bei Infor in Europa. Diese können entweder aus den Fahrzeugen, die wir aus dem Konzern-Portfolio identifiziert haben, auswählen – oder eine Cash Allowance in Anspruch nehmen. Aber auch im zweiten Fall müssen die Geschäftswagen bestimmte Bedingungen erfüllen und unserer Car Policy entsprechen. So haben wir beispielsweise keine Coupés oder Cabriolets im Fuhrpark.

Was hat den Ausschlag für Modelle des Volkswagen Konzerns gegeben?

Dafür gibt es mehrere Gründe: Erstens benötigen wir ein sehr breites Spektrum an Fahrzeugmodellen. Mit Volkswagen und Audi – und den weiteren Konzernmarken – stehen mir für jedes Level in unserem Stufensystem gleich mehrere Fahrzeuge zur Verfügung, vom Volkswagen up! bis zum Audi A8 L, vom SUV über den Kombi zur Limousine … es handelt sich also um einen Single Source Supplier mit nur einem einzigen Ansprechpartner für ganz Europa, mit dem ich meinen Bedarf besprechen und Planungen machen kann. Dazu kommt eine einzige Leasinggesellschaft für alles: die Volkswagen Financial Services AG. Ich spreche also für alle Länder in meinem Zuständigkeitsbereich mit nur zwei Personen. In den elf Jahren der Zusammenarbeit konnten wir alle Herausforderungen, die aufgetaucht sind, gemeinsam lösen. Es handelt sich für mich nicht einfach um einen „Anbieter“, sondern um einen echten Partner.

Jede Umstellung, jede Änderung kostet Geld. Das wissen wir – und das haben wir in unserer Kalkulation berücksichtigt. Aber die Investition rentiert sich schon in recht kurzer Zeit.

Fer Derwort European Fleet Manager, Infor

Sie haben es angesprochen: Die Infrastruktur ist ein wichtiger Faktor bei der Umstellung der Flotte auf Elektromobilität. Allerdings ist der Aufbau dieses komplett neuen Ökosystems eine nicht zu vernachlässigende Investition... Warum rechnet sich das trotzdem für Sie?

Jede Umstellung, jede Änderung kostet Geld. Das wissen wir – und das haben wir in unserer Kalkulation berücksichtigt. Das oben genannte Beispiel aus Belgien zeigt, dass sich die Investition in recht kurzer Zeit rentiert.

Was sagen die Dienstwagennutzer über die vollelektrischen Fahrzeuge?

Kürzlich ist ein Kollege mit dem E-Fahrzeug aus den Niederlanden nach Kroatien gefahren, der andere in die Schweiz. Beide empfanden selbst eine so lange Fahrt als sehr entspannt – auch die Ladepausen. Die muss man eben mit einplanen, aber dafür hat man ja eine entsprechende Anwendung, die einem die Lademöglichkeiten anzeigt. Und die vielen Assistenzsysteme machen das Fahren komfortabel.

Und wie sind die Erfahrungen auf Verwaltungsseite?

Da macht es keinen Unterschied. Statt Sprit wird eben nun Strom abgerechnet. Einzig die steuerliche Behandlung unterscheidet sich – auch zwischen den verschiedenen Ländern.

Welchen Tipp würden Sie Kolleginnen und Kollegen in anderen Unternehmen geben, wenn diese ihre Flotte auf Elektromobilität umstellen wollen?

Mein wichtigster Tipp betrifft – wie schon vorher angedeutet – die Ladeinfrastruktur. Die sollte gut geplant werden. Für uns bewährt es sich, dass die Nutzenden zu 80 Prozent daheim oder im Büro laden können. Die übrigen 20 Prozent laden wir dann unterwegs an öffentlichen Ladesäulen in der Stadt oder an der Autobahn hinzu. Dieses Verhältnis ist für uns das effizienteste.

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Stand: 28. Januar 2022

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