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Das beste Risiko: minimiertes Risiko

Die Vorteile

„Risikomanagement“, das klingt in vielen Flottenmanager-Ohren wie ein ungeliebter Stresstest. Maximal unangenehm und aufwendig. Dabei ist das Prinzip dahinter ein menschlicher Urinstinkt: Wir wägen tagtäglich Gefahren ab, größtenteils ganz unbewusst. Im Flottenbetrieb sollte man allerdings auf mehr als nur auf seine Instinkte vertrauen. Denn unter Berücksichtigung einiger Aspekte kann sich die Disziplin als echter Wettbewerbsvorteil erweisen.

Man kennt das: Nehme ich den Regenschirm mit oder gehe ich das Risiko ein, nass zu werden? Fahre ich fünf Minuten früher los oder spekuliere ich auf wenig Verkehr? Lade ich mein Smartphone nochmal auf oder vertraue ich darauf, dass der Akku schon durchhalten wird? Mal sind diese Fragen in unseren Köpfen in Millisekunden beantwortet, mal halten wir uns viel zu lange damit auf. Für gewöhnlich gilt: Je mehr Informationen ich habe, umso besser und schneller kann ich das zugrunde liegende Risiko einschätzen und danach handeln.

Jeder ist Risikomanager
An die notwendigen Informationen kommen wir dabei unterschiedlich. Mal fragen wir den Ist-Zustand ab (Wie ist das Wetter?), beziehen uns auf Erfahrungswerte (Wie ist normalerweise der Verkehr?) oder beurteilen den Worst Case (Verpasse ich vielleicht einen wichtigen Anruf?). Fuhrparkverantwortliche nutzen ähnliche Instrumente für ihr Risikomanagement – für zweifellos bedeutendere Fragen. Schließlich gilt es hier, mögliche Gefährdungen für Fahrzeugführer und Flotte abzuwenden.
 

Von der Basisarbeit …
Oberste Priorität hat dabei natürlich der technisch ordnungsgemäße Zustand der Firmenfahrzeuge. Wer sie mit abgelaufener HU oder mit offensichtlichen Mängeln auf die Straße schickt, handelt bekanntlich fahrlässig, riskiert ein Ordnungsgeld und macht sich gegebenenfalls sogar strafbar – von teuren Reparaturen und Ausfallzeiten durch nicht eingehaltene Wartungsintervalle ganz abgesehen. In die gleiche Gefahr bringen sich Flottenmanager, wenn sie zulassen, dass die Firmenfahrzeuge unsachgemäß genutzt werden. Deshalb hat der Gesetzgeber vorgeschrieben, dass jährlich eine sogenannte Fahrerunterweisung erfolgen muss, in der Themengebiete wie Lenk- und Ruhezeiten, Ladungssicherung und allgemein richtiges Verhalten während der Fahrt behandelt werden (Details dazu im Kasten am Beitragsende). Denn laut einer Studie des ADAC gehen die meisten Unfälle nach wie vor nicht auf technische Mängel, sondern auf menschliches Fehlverhalten zurück.

Schon allein deshalb sollte man es im Zuge effektiven Risikomanagements nicht bei der gesetzlichen Minimalforderung in puncto Unterweisung belassen. Regelmäßige Schulungen, Sicherheitstrainings, Anti-Stress-Kurse und Co. haben sich in der Fuhrparkpraxis als probate Mittel erwiesen, um die Schadensquote messbar zu senken. Mögliche Boni bei ausbleibenden Unfällen und Strafzetteln bringen indes zusätzliche Motivation, dass mit den Dienst-Pkw pfleglich umgegangen wird.
 

… zur gezielten Optimierung
Wie eingangs erwähnt, steht und fällt wirksames Risikomanagement im Flottenbereich vor allem mit den zur Verfügung stehenden Daten. Schließlich lassen sich eventuelle Gefahren nur auf einer möglichst breiten Informationsbasis konkret abschätzen. Das mächtigste Werkzeug in diesem Zusammenhang stellt ein funktionierendes Reporting dar.

Anhand intelligenter Analysen, etwa von Wegstrecken oder Einsatzarten, können wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. Kommt es mit einem bestimmten Fahrzeugtyp zu besonders vielen Pannen oder Unfällen? Ist ein Zusammenhang mit dem Verkehrsaufkommen feststellbar? Sticht ein Mitarbeiter besonders heraus? Dieser gesammelte Wissensschatz kann dann wiederum in die oben genannten Trainingsmaßnahmen einfließen, sodass sich der Kreis schließt.

Als nützliche Tools erweisen sich in diesem Zusammenhang FleetCARS, dem etablierten Fuhrparkmanagement- und Reportingtool der Volkswagen Leasing GmbH sowie We Connect Fleet der Volkswagen Group. Richtig eingesetzt, ergänzen sich beide Tools hervorragend und liefern die perfekte Lösung für ein cleveres Fuhrparkmanagement.
Über zugehörige Web-Portale erhalten Fuhrparkmanager nämlich eine große Bandbreite an wichtigen Informationen zu Fahrzeugen, Fahrern und Verträgen. So lassen sich über We Connect Fleet beispielsweise die Standorte der Dienstwagen einsehen und infolgedessen Kundenaufträge besser zuordnen. Das digitale Kostenbuch wiederum macht Daten zu gefahrenen Strecken und Ausgaben für Kraftstoff und Co. jederzeit zugänglich.
 

Risiken minimieren durch smarte Begleiter
Eine weitere wichtige Säule effektiven Risikomanagements sind Fahrassistenzsysteme. Abstandswarner, Spurhalteassistenten, Müdigkeitserkennung und weitere Technologien sollten nicht als budgetschmälernden „Luxus“, sondern als wertvolle Helfer betrachtet werden – zumal sich der anfängliche Invest spätestens bei einem tatsächlich vermiedenen Unfall mehr als auszahlt. Zur gezielten und bedarfsgerechten Ausstattung der Flottenfahrzeuge mit solchen Technologien können Fuhrparkmanager wieder auf die Daten aus dem Reporting zurückgreifen. Denn natürlich benötigt ein Dienstwagennutzer im kilometerintensiven Außendienst andere Systeme als beispielsweise ein im urbanen Verkehr eingesetzter Servicemitarbeiter. Empfehlenswert in diesem Kontext sind clevere Tools, die dafür sorgen, dass Fahrer unterwegs nicht von ihrem Mobiltelefon abgelenkt werden. Etwa indem der Handybildschirm bei laufendem Motor gesperrt und die Nutzung von Apps automatisch eingeschränkt wird. Lediglich der Einsatz des Telefons als mobiles Navi, sowie das Telefonieren über die Freisprecheinrichtung bleiben gestattet.
Solche Vorkehrungen lassen einen Fuhrparkmanager also definitiv besser schlafen. Und sie machen den Kopf frei für trivialere Dinge – zum Beispiel: Brauche ich heute einen Regenschirm? Oder: Kann ich noch fünf Minuten schlafen, bevor ich losmuss?
 

Was sagt der Gesetzgeber?

Ein Blick in das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und in die Unfallverhütungsvorschrift (UVV) zeigt, dass jeder Unternehmer dazu verpflichtet ist, Gefahren in seinem eigenen Betrieb einzuschätzen und durch geeignete Maßnahmen sowie Ein- und Unterweisungen zu minimieren. Laut § 13 des ArbSchG sind das der Arbeitgeber beziehungsweise dessen gesetzlicher Vertreter oder eine Person, die für die Durchführung und Einhaltung der Maßnahmen beauftragt wurde – in diesem Fall der Fuhrparkmanager.
 

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Stand: 30. November 2021
© Volkswagen AG

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