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„Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch“

Im Interview mit Markus Duesmann, Vorsitzender des Vorstands und Vorstand für Baureihen, AUDI AG

Audi ist im Volkswagen Konzern maßgeblich daran beteiligt, die Zukunft der Elektromobilität erfolgreich zu gestalten. Wie das in der Praxis aussieht und warum die Ladeinfrastruktur eine wichtige Rolle dabei spielt, darüber sprechen wir im ersten Teil unseres Interviews mit Markus Duesmann, Vorsitzender des Vorstands und Vorstand für Baureihen der AUDI AG.

Herr Duesmann, die Elektromobilität nimmt Fahrt auf – welche Rolle nimmt Audi in der Erfolgsstory „Elektromobilität“ ein – wie sieht Ihr Fahrplan aus?

Mit unserer frühzeitigen Entscheidung für ein fixes Ausstiegsdatum aus dem Verbrenner, haben wir in der Branche ein klares Zeichen gesetzt. Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch. 2033 endet die Produktion unseres letzten Verbrennermodells. Bereits 2026 wollen wir mehr als 20 Stromer im Portfolio haben. Ab dann werden wir auch nur noch rein elektrische Modelle neu auf den Weltmarkt bringen.

Wird der Audi grandsphere den heutigen A8 ersetzen?

Mit der aktuellen Produktaufwertung haben wir ein klares Bekenntnis zum A8 abgegeben. Mit dem geschärften Design und dem umfangreichen, neuen Technologieportfolio ist er fit für die zweite Hälfte des Lebenszyklus. Somit können Sie sicher sein, dass der A8 noch eine Reihe von Jahren das Aushängeschild der Marke bleiben wird.

Sie sagten Anfang letzten Jahres gegenüber dem Handelsblatt (8.2.2021, Anm. d. Red.), „Wir wollen nicht, dass der Verkauf unserer Fahrzeuge am Mangel an Ladestationen scheitert“. Was sagen Sie den Kund_innen, die sich aufgrund fehlender Infrastruktur gegen den Kauf eines E-Autos entscheiden?

Es stimmt, eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ist entscheidend für den Hochlauf der E-Mobilität. Der Ausbau durch die Politik läuft, doch das Tempo reicht nicht aus. Deshalb leisten wir bei Audi und im Konzern zusammen mit unseren Partnern einen eigenen Beitrag. In Europa ist zum Beispiel unsere Zusammenarbeit mit IONITY eine wichtige Initiative, um die Schnelllade-Infrastruktur entlang der Verkehrsachsen anzuschieben. In den USA haben wir hierfür die Kooperation Electrify America, in China das Joint Venture CAMS. Und hier kommen wir zügig voran. Ende 2025 wird der Konzern gemeinsam mit unseren Partnern am Aufbau von 45.000 Schnellladepunkten weltweit beteiligt gewesen sein.

Unser erster Pilot des Audi charging hub ist bereits seit Ende des vergangenen Jahres in Nürnberg am Netz. Das Konzept ist unsere Vision für ein premium-gerechtes Laden der Zukunft.

Markus Duesmann Vorsitzender des Vorstands und Vorstand für Baureihen, AUDI AG

Zusätzlich hat Audi eine eigene Premium-Ladeinfrastruktur angekündigt. Wie geht es mit dem Projekt voran?

Der Audi charging hub ist für uns eine ergänzende und vor allem schnelle Maßnahme für den urbanen Bereich, um Ladeinfrastruktur dort aufzubauen, wo sie benötigt wird. Unser erster Pilot des Audi charging hub ist bereits seit Ende des vergangenen Jahres in Nürnberg am Netz. Das Konzept ist unsere Vision für ein premium-gerechtes Laden der Zukunft. Sechs Schnellladepunkte sind dort für Audi Kund_innen vorab reservierbar. Es gibt auch einen Loungebereich, der einem die Wartezeit angenehmer macht. Das Besondere ist, dass unsere Ladepunkte für Fahrzeuge aller Marken nutzbar, aber nicht reservierbar, sind. Im Sommer starten wir mit einem zweiten Piloten in Zürich.

Ganz unabhängig von der Ladeinfrastruktur wird es jedoch ohne ausreichend regenerative Energie keine Dekarbonisierung des Verkehrs geben – wie will Audi seine E-Auto Kund_innen mit Grünstrom versorgen?

Es ist richtig, der Ausbau erneuerbarer Energien und der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ist zwingend erforderlich und muss von der Politik dringend beschleunigt werden. Audi leistet hier einen eigenen Beitrag. So investieren wir gemeinsam mit unseren Partnern in Solar- und Windparks in Europa. Bis 2025 sollen Parks entstehen, die zusammen rund fünf Terrawatt Grünstrom liefern. Unser erstes Projekt ist bereits mit RWE in Norddeutschland im Aufbau und soll ab diesem Jahr in Betrieb genommen werden.

Welche Rolle nimmt Wasserstoff in Ihrer Planung ein?

Die Brennstoffzelle ist eine tolle Technologie. Ich sehe für sie jedoch kein wesentliches Einsatzgebiet im Pkw. Aufgrund von hohen Wirkungsgradverlusten bei Transport und Wandlung von grünem Wasserstoff in Energie ist die E-Mobilität hier absolut überlegen. Zudem sind andere Mobilitäts- und Industriesektoren, wie beispielsweise die Stahlindustrie, auf grünen Wasserstoff viel dringender angewiesen als die Autoindustrie.

Inwieweit könnten alternative Kraftstoffe dazu beitragen, die Klimaziele der EU einzuhalten (– und damit das Ende der Verbrenner hinauszögern)? Wie stellt sich Audi dazu auf?

Synthetischer Kraftstoff, der aus regenerativen Quellen erzeugt wird, kann eine gute Lösung für den Bestandsfuhrpark und den Flugverkehr sein, der sich bislang nicht elektrifizieren lässt. Doch auch hier gilt, wie beim Wasserstoff, dass der E-Antrieb bezüglich des Wirkungsgrads weit überlegen ist. Entsprechend leisten E-fuels im Übergang einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der CO₂-Emissionen – langfristig setzten wir bei Audi aber voll auf batterieelektrische Fahrzeuge.

Lesen Sie im zweiten Teil unseres Interviews mit Markus Duesmann, welches Ökosystem Audi bei seinen Elektromodellen plant, welche digitalen Innovationen die Fahrer_innen erwartet und warum autonomes Fahren so erstrebenswert ist.

Vita
  • Markus Duesmann wurde am 23. Juni 1969 in Heek/Nordrhein-Westfalen geboren. Im Jahr 1991 schloss er sein Maschinenbau-Studium an der FH Münster als Diplom-Ingenieur ab. 
  • Seine berufliche Laufbahn begann 1992 als Konstrukteur V12 Serienmotor bei Mercedes-Benz in Stuttgart. 1995 wechselte er zum Entwicklungsdienstleister FEV GmbH nach Aachen und hatte dort verschiedene Funktionen inne, zuletzt Spartenleiter Motormechanik. 
  • 2004 übernahm er die Position des Hauptabteilungsleiters für neue Dieselmotoren bei der DaimlerChrysler AG in Stuttgart und wurde 2005 Leiter Entwicklung Formel 1 bei Mercedes-Benz in Brixworth in UK. 
  • Im Jahr 2007 trat er als Leiter Formel 1 Antrieb in die BMW AG ein. Nach mehreren verantwortlichen Funktionen im Unternehmen wurde Duesmann im Oktober 2016 zum Mitglied des Vorstands für Einkauf und Lieferantennetzwerk der BMW AG berufen. Diese Funktion hatte er bis Juli 2018 inne. 
  • Der Aufsichtsrat der AUDI AG hat Markus Duesmann mit Wirkung zum 1. April 2020 zum Vorsitzenden des Vorstands der AUDI AG bestellt. Gleichzeitig wurde er zum Konzernvorstand mit Verantwortung für die Konzernforschung und -entwicklung bestellt. Zusätzlich ist er mit der Verantwortung für das China-Geschäft der AUDI AG und mit der Leitung des Vorstandsressorts für Baureihen der AUDI AG betraut. 

Aktuelles zum Thema

Stand: 03.05.2022

© Volkswagen AG

 

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