1. DEUTSCH
  2. News
  3. Flüchtlingshilfe
  4. 2016
  5. 11
  6. Urkunde vom Minister: "Faires Kämpfen für Toleranz und Integration"

Wir setzen Cookies (eigene und von Drittanbietern) ein, um Ihnen die Nutzung unserer Webseiten zu erleichtern und Ihnen Werbemitteilungen im Einklang mit Ihren Browser-Einstellungen anzuzeigen. Mit der weiteren Nutzung unserer Webseiten sind Sie mit dem Einsatz der Cookies einverstanden. Weitere Informationen zu Cookies und Hinweise, wie Sie die Cookie-Einstellungen Ihres Browsers ändern können, entnehmen Sie bitte unserer Cookie-Richtlinie. Akzeptieren

Flüchtlingshilfe bei Volkswagen PKW - Nachrichten

Urkunde vom Minister: "Faires Kämpfen für Toleranz und Integration"

Der gemeinsame Sport ist ein wichtiger Beitrag zur Integration und ermöglicht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sich unabhängig von Kultur oder Herkunft auf Augenhöhe zu begegnen.

"Das ist ein außergewöhnliches Projekt, weil es im wahrsten Sinne des Wortes Berührungspunkte schafft." Das sagte der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport den erfolgreichen Teilnehmern der ersten beiden Lehrgänge bei der Urkundenübergabe für das Projekt "Faires Kämpfen für Toleranz und Integration". Pistorius wörtlich: "Sport verbindet. Jede Sportlerin und jeder Sportler weiß, wie durch gemeinsames Training und den Wettkampf Berührungsängste überwunden werden und Werte für das respektvolle und friedliche Miteinander gestärkt werden, ganz unabhängig von Herkunft, Religion, Sprache oder Aussehen. Menschen wie Herr Häfker und alle Unterstützer verdienen ausdrücklich Anerkennung für ihre Idee und dafür, dass sie diese jungen Menschen zusammenbringen."

Das Projekt wird von der Bürgerstiftung Osnabrück gemeinsam mit Volkswagen Osnabrück, der Polizeiinspektion Osnabrück und dem Berufsschulzentrum am Westerberg durchgeführt. Initiiert wurde es von dem Osnabrücker Polizeioberkommissar und ehemaligem Deutschen Polizeimeister im Judo, Sebastian Häfker. Dabei lernen die teilnehmenden Jugendlichen, neben Flüchtlingen unter anderem auch Auszubildende von Volkswagen, nicht nur Judo oder Kickboxen, sondern ganz wesentlich auch die damit verbundenen Werte wie Selbstbeherrschung, Anerkennung, Respekt, Toleranz, Fairness, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft. Der Vorsitzende der Bürgerstiftung Osnabrück, Dr. Klaus Lang, sagte, er sei stolz, dass die Bürgerstiftung dieses Projekt mit organisieren konnte und sie damit einen weiteren Baustein ihrer „Willkommenskultur“ aufstellen konnte. „Ich danke allen Beteiligten für dieses Engagement und die problemlose Zusammenarbeit, in der sich in beispielhafter Weise die Idee der Friedensstadt Osnabrück niederschlagen. Das ist gelebte Friedenskultur“, stellte er wörtlich fest. Bürgerstiftungen seinen für alle Bürgerinnen und Bürger da, egal welcher Herkunft, Religion und Kultur. Bürgerstiftungen selbst müssten noch viel stärker Orte der Integration werden.

Der Dank gelte auch der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung, die dieses Projekt mit 10.000 € fördere ebenso wie der Caritas Osnabrück, die 5.000 € aus den Landesmitteln der Richtlinie Migration, Vielfalt, teilhabe zur Verfügung stelle. Dr. Wilfried Krüger, Geschäftsführer Personal und Organisation bei Volkswagen Osnabrück, sagte: „Ich freue mich über die Begeisterung, mit der unsere Auszubildenden an diesem Projekt teilgenommen haben. Der gemeinsame Sport ist ein wichtiger Beitrag zur Integration und ermöglicht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sich unabhängig von Kultur oder Herkunft auf Augenhöhe zu begegnen.“ Michael Maßmann, Leiter der Polizeiinspektion Osnabrück, betonte, wie wichtig gelungene Integration insbesondere auch für die Alltagsarbeit der Polizei sei. „Deshalb haben wir Sebastian Häfker sehr gerne ermöglicht, diese Kurse einmal pro Woche zu geben. Im Sport wie in der täglichen Arbeit der Polizei geht es darum, miteinander zu kommunizieren. Viele Menschen aus Afghanistan, Syrien oder dem Irak haben zur Polizei aufgrund der Erfahrungen in ihren Heimatländern ein schwieriges Verhältnis. Wir wollen Ihnen vermitteln, dass sie in Deutschland keine Angst vor der Polizei haben müssen, ganz im Gegenteil.

Dieses Projekt ist auch Präventionsarbeit." Sebastian Häfker, der die Kurse durchführt, unterstrich die tollen Erfahrungen, die die Jugendlichen im Umgang miteinander machten und betonte, dass damit auch Grundlagen für längerfristige Kontakte geschaffen würden. „Ich möchte, dass sowohl die deutschen als auch die geflüchteten Jugendlichen diese Erfahrungen überall weitergeben und damit Botschafter für Toleranz und Integration werden“, sagte Häfker. Er selbst habe schon vielfach erfahren, dass dieser persönliche Kontakt das Wichtigste sei, um Vorurteile oder Ängste abzubauen.

Sport verbindet. Jede Sportlerin und jeder Sportler weiß, wie durch gemeinsames Training und den Wettkampf Berührungsängste überwunden werden und Werte für das respektvolle und friedliche Miteinander gestärkt werden, ganz unabhängig von Herkunft, Religion, Sprache oder Aussehen.

Boris Pistorius Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport