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Flüchtlingshilfe bei Volkswagen Nutzfahrzeuge - Nachrichten

Doris Schröder-Köpf lobt Integrationsprojekt

(v.li.) Bertina Murkovic (stellvertretende Betriebsratsvorsitzende), Samya A. (Projektteilnehmerin), Doris Schröder-Köpf (Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, MdL) und Professor Thomas Edig (Personalvorstand Volkswagen Nutzfahrzeuge).

Es ist die erste Initiative dieser Art in Niedersachsen: 34 junge Frauen und Männer im Alter von 17 bis 23 Jahren werden systematisch Deutsch lernen und ganz praktisch an das Berufs- und Arbeitsleben herangeführt. Das Projekt ist eine Kooperation der Volkswagen Akademie am Standort Hannover-Stöcken und der Berufsbildenden Schulen Neustadt (BBS). Die niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, informierte sich im Hannoveraner Werk von Volkswagen Nutzfahrzeuge über dieses neuartige Projekt und sprach mit den Jugendlichen.

„SPRINT“ heißt dieses Integrationsprojekt, das innerhalb eines Jahres wichtige Kenntnisse in Theorie und Praxis vermitteln will. "SPRINT" steht für SPRache und INTegration: Im ersten Modul lernen die Schüler Deutsch. Anschließend werden sich die Flüchtlinge mit der regionalen Kultur- und Lebenswelt beschäftigen. In enger Verbindung damit steht das dritte Modul der Theorieeinheit. In der Volkswagen Akademie am Standort Hannover erfahren die jungen Erwachsenen alles Wichtige rund um den Berufsalltag. Beim Praxisteil in der Volkswagen Akademie lernen die Schüler auch manuelle Grundfertigkeiten der Metallbearbeitung: Bohren, Drehen und Fräsen. Komplettiert wird der praktische Teil durch den Erwerb erster Kenntnisse in der Montage von Baugruppen. In der Akademie werden sie dann bereits einfache Übungsteile fertigen und erste technische Zeichnungen erstellen. Den Jugendlichen macht das Lernen Spaß. Farhad A., Schüler des SPRINT-Projekts, ist einer von ihnen: „Ich gehe gerne zur Schule, ich fühle mich willkommen. Das Praktikum hier bei Volkswagen Nutzfahrzeuge macht mir viel Spaß, ich lerne jeden Tag Neues dazu."

Die Landesbeauftragte Doris Schröder-Köpf (MdL) sah sich Ort in der Lernwerkstatt um: „Durch die Kooperation der Volkswagen Akademie am Standort Hannover mit der Berufsbildenden Schule Neustadt ist ein tolles Projekt entstanden, das zwei ganz wesentliche Aspekte miteinander verbindet: Das Erlernen der deutschen Sprache und die Einführung in die Arbeitswelt. Ich bin sehr froh über die große Bereitschaft von Unternehmen, die wie Volkswagen auf geflüchtete Menschen zugehen und in Niedersachsen nachhaltige Projekte dieser Art schaffen. Gerade für Jugendliche, die neu zu uns kommen, bieten Qualifizierungsmaßnahmen wichtige Grundlagen, um sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden und hier anzukommen.“ An dem Informationsbesuch nahm auch Mustafa Erkan (MdL) teil, der in der Zeit von 2004-2010 sowohl eine Ausbildung zum Industriemechaniker bei Volkswagen Nutzfahrzeuge absolvierte und auch als Anlagen- und Maschinenführer im Werk Hannover arbeitete.

Mit SPRINT ist ein tolles Projekt entstanden, das zwei ganz wesentliche Aspekte miteinander verbindet: Das Erlernen der deutschen Sprache und die Einführung in die Arbeitswelt.

Doris Schröder-Köpf niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe

Professor Thomas Edig, Personalvorstand Volkswagen Nutzfahrzeuge, erläuterte das Engagement der Marke für das „SPRINT“-Projekt: „Bei Volkswagen Nutzfahrzeuge übernehmen wir gerne auch gesellschaftliche Verantwortung. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, bei der Nothilfe und Integration von Flüchtlingen einen Beitrag zu leisten. In diesem Fall geschieht es durch einen praktischen Bezug zum Berufs- und Arbeitsleben. Denn gerade diese jungen Menschen in Not brauchen Zuversicht und Perspektiven. Sprache, Bildung und Arbeit sind Schlüssel dazu.“ Damit unterstützt Volkswagen auch das offene Aktionsbündnis „Niedersachsen packt an“, das unter anderem von Gewerkschaften, Kirchen, Unternehmerverbänden und der niedersächsischen Landesregierung initiiert wurde, um Flüchtlingen zu helfen und ein positives Miteinander zu fördern.

Auch die stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrates, Bertina Murkovic, betonte den Wert des Projekts: „Mit der großen Beteiligung an den letzten Spendenaktionen für Flüchtlinge hat die Belegschaft von VWN gezeigt, wie wichtig ihr die Hilfe für Menschen in Not ist. Mit diesem Projekt wird nun ein nächster Schritt gemacht, denn hier sind zentrale Elemente erfolgreicher Integration zusammengefasst: Sprache, Arbeit und Begegnung. Hieran kann angeknüpft werden.“ Auch Metin Dagdas, Sprecher des Bildungsausschusses des Betriebsrates, verweist auf die guten Erfahrungen im Praxiseinsatz der Flüchtlinge: „Sie werden fürsorglich unterstützt – von den Auszubildenden, als auch von den Ausbildern.“

Olaf Böker, Leiter Volkswagen Akademie, Standort Hannover: „Wir vermitteln den Schülerinnen und Schülern manuelle und maschinelle Grundfertigkeiten der Metallbearbeitung. Diese intensive Zusammenarbeit und Betreuung, die weit über ein normales Praktikum hinausgeht, ist aktive Hilfe zur Integration. Jeder Teilnehmer wird zum Ende des Projekts die erlernten Fertigkeiten am Beispiel eines selbst gefertigten Maschinenschraubstockes nachweisen können.“

Bernhard Marsch, Schulleiter Berufsbildende Schulen Neustadt a. Rbge. (Niedersachsen): „Mit der Kooperation ist eine wichtige Bedingung zur Integration der jungen Flüchtlinge in das Arbeitsleben geschaffen worden. Die enge inhaltliche und organisatorische Verknüpfung der gemeinsamen Aktivitäten sind aus meiner Sicht der Schlüssel zum Erfolg. Von den Jugendlichen wird dieses Angebot gerne und motiviert angenommen, wohlwissend um die großen Herausforderungen, die mit dem Weg der Integration in unsere Gesellschaft verbunden sind."

Ariane Kilian, Flüchtlingshilfe-Koordinatorin für den Volkswagen Konzern, sagte: „Gute Sprachkenntnisse und eine solide Grundbildung sind die Schlüssel für Integration und Teilhabe. Dem besonderen Bedarf entsprechend werden wir in diesem Jahr konzernweit Sprachkurse, Berufsorientierung und Praktika für mehrere hundert Flüchtlinge ermöglichen. Unsere Marken, Standorte und Mitarbeiter leisten darüber hinaus alltägliche Unterstützung für Flüchtlinge, stellen Fahrzeuge für Hilfsorganisationen und helfen mit Sachspenden. Damit Helfer und Bedarfe zueinander finden, bietet unsere Website vwag-hilft.de auch eine Ehrenamtsdatenbank rund um die Konzernstandorte.“

Gerade junge Menschen in Not brauchen Zuversicht und Perspektiven. Sprache, Bildung und Arbeit sind Schlüssel dazu.

Prof. Thomas Edig Personalvorstand Volkswagen Nutzfahrzeuge