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Flüchtlingshilfe im Konzern - Nachrichten

Die Volkswagen Küche - Treffpunkt der Nationen

„Kitchen Stories“ will Türöffner sein, Berührungsängste abbauen und gemeinsam über den sprichwörtlichen Tellerrand schauen.

Fröhliche Gesichter, hier ein Satz Deutsch, dort ein paar Worte Englisch. Orientalische Gerüche hüllten das Casino im Verwaltungshochhaus des Wolfsburger Volkswagen Werks ein und machten aus der Küche einen Ort multikultureller Begegnung. Das Eis bei beim ersten Abend von „Kitchen Stories“, einer gemeinsamen Veranstaltung der Flüchtlingshilfe des Volkswagen Konzerns und dem Volkswagen Catering, war schnell gebrochen. So geht Kennenlernen auf Kulinarisch, denn Essen und Kultur sind untrennbar miteinander verbunden. Der kulturelle Austausch ergänzt das vielseitige Engagement des Volkswagen Konzerns, seiner Marken, Standorte, Mitarbeiter und Belegschaftsvertreter in der Flüchtlingshilfe. Mit den „Kitchen Stories“, einer Reihe von Kochevents, bringen die Flüchtlingshilfe des Volkswagen Konzerns und das Volkswagen Catering Menschen unterschiedlicher Nationalitäten an Herd und Tisch zusammen. "Kitchen Stories ist ein Ort, an dem sich Ehrenamtlern und Flüchtlinge ungezwungen begegnen und kennenlernen können. So werden Berührungsängste abgebaut und persönliche Bezüge geschaffen. Die Kochabende ergänzen das umfassende Engagement unseres Konzerns in der Flüchtlingshilfe, denn Integration beginnt im Kopf.", bekräftigt Ariane Kilian, Koordinatorin der Flüchtlingshilfe des Volkswagen Konzerns. Eingeladen waren Volkswagen Mitarbeiter, ob ehrenamtlich engagiert oder interessiert, und Flüchtlinge, die sie bei ihren ersten Schritten in Deutschland unterstützen. Damit bedankt sich Volkswagen für ihr tatkräftiges Engagement und hieß die Flüchtlinge in ihrer neuen Heimat willkommen. Auf den Tisch kamen neun landestypische Gerichte aus der Heimat der Flüchtlinge. Die Teilnehmer probierten sich durch die kulinarische Welt von Eritrea bis Syrien. Dabei waren 12 ehrenamtliche Helfer, die gemeinsam mit 18 Flüchtlingen in das Wolfsburger Werk gekommen waren, um sich beim gemeinsamen Kochen und anschließenden Essen im Casino austauschten und besser kennenlernten. „Kitchen Stories“ will Türöffner sein, Berührungsängste abbauen und gemeinsam über den sprichwörtlichen Tellerrand schauen.

Kitchen Stories ist ein Ort, an dem sich Ehrenamtlern und Flüchtlinge ungezwungen begegnen und kennenlernen können. So werden Berührungsängste abgebaut und persönliche Bezüge geschaffen. Die Kochabende ergänzen das umfassende Engagement unseres Konzerns in der Flüchtlingshilfe, denn Integration beginnt im Kopf.

Ariane Kilian Koordinatorin der Flüchtlingshilfe des Volkswagen Konzerns

Es gibt viele schreckliche Nachrichten, die über Flüchtlinge verbreiten werden. Es gibt aber auch viele Menschen, die sich für andere ehrenamtlich einsetzen“, lobte Betriebsrat Gerardo Scarpino das vielfältige Engagement der Flüchtlingshelfer.

Einer der Teilnehmer war Reinhard Lingner aus dem Bereich Lagerwesen/Qualifizierung des Volkswagen Werks Braunschweig. Er kam gemeinsam mit dem 24jährigen Somali Ahmed zur Auftaktveranstaltung. „Ich mache viel Sport mit den Flüchtlingen und gebe Deutschkurse“, erzählte der Ehrenamtler. Eine Kochzeile weiter hinten rührte Claudius Colsman gemeinsam mit dem Syrer Wesam „Hummus“. Das sind pürierte Kichererbsen, die in Syrien und anderen Ländern des Nahe Ostens häufig als Vorspeise serviert werden. Beide leben in Schandelah, 15 Kilometer von Braunschweig entfernt. Colsman, der den Bereich Corporate Responsibility in der Konzern Kommunikation leitet, gibt einmal pro Woche Deutschkurse für Flüchtlinge, die aus Syrien und Eritrea nach Schandelah gekommen sind. "Alle sind extrem engagiert und motiviert, weil sie wissen, dass Integration wesentlich über die Sprache funktioniert. Ich habe auch viel von Ihnen gelernt, über ihr Land, ihre Familien und ihren Weg nach Deutschland." Der Ehrenamtler ist begeistert von den Fortschritten, die seine Schüler schon nach kurzer Zeit gemacht haben.

Alle sind extrem engagiert und motiviert, weil sie wissen, dass Integration wesentlich über die Sprache funktioniert. Ich habe auch viel von Ihnen gelernt, über ihr Land, ihre Familien und ihren Weg nach Deutschland.

Claudius Colsman ehem. Abteilungsleiter Corporate Responsibility in der Volkswagen Konzern Kommunikation

Während der Volkswagen-Manager von seinen Erfahrungen erzählte, dekorierte Wesam seinen „Hummus“ kunstvoll mit feingeschnittenen Tomatenscheiben und Kräutern. Auch Ayman aus Syrien war mit dabei. Konzentriert rührte er einen Milchreis an, den es als Nachspeise gab. Er ist 33 Jahre alt und seit etwas mehr als einem Jahr in Deutschland. Auch er wohnt in Shandelah. Über Colsman redete er wie über einen guten Freund. „Die Menschen in Schandelah haben mir sehr beim Deutschlernen geholfen. Wir machen viel zusammen. Ich werde toll aufgenommen. Mit Claudius habe ich jede Woche Deutsch gelernt“, berichtete der Syrier über das Leben in seiner neuen Heimat. Gerade besucht er einen Vorbereitungskurs in einer Technischen Akademie in Braunschweig. Er knüpft dabei an seine Berufserfahrung an. 16 Jahre lang hatte Ayman in Syrien Kühlschränke und Kühlanalagen repariert und danach für die Syrische Telekom gearbeitet.

Volkswagen Chef-Caterer, Nils Pottast probierte hier und da, würzte ein wenig nach und lies sich von den Hobbyköchen aus aller Welt kulinarisch inspirieren. Sein fünfköpfiges Team und er hatten die Zutaten für den internationalen Kochabend eingekauft und standen den Flüchtlingen und Ehrenamtlern am Herd mit Rat und Tat zu Seite. „Wir wollen ein Stück Heimat nach Deutschland holen. Essen vermittelt das Gefühl, zu Hause zu sein, sagte Pottast. Das Interesse an dem Format „Kitchen stories“ ist so groß, dass bereits weitere Events in Planung sind.

Rund um seine deutschen Konzernstandorte unterstützt und begleitet der Volkswagen Konzern Flüchtlinge beim Deutschlernen, der Orientierung im Berufsleben und bietet vielseitige Praktika an. Die Marken, Standorte, Gesellschaften und Mitarbeiter von Volkswagen unterstützen darüber hinaus Flüchtlinge im Alltag, stellen Fahrzeuge für Hilfsorganisationen bereit und helfen mit Sach- und Geldspenden. Damit Unterstützung auch dort ankommt, wo sie dringend benötigt wird, bündelt die Website vwag-hilft.de in einer Ehrenamtsdatenbank Bedarfe an allen Konzernstandorten.