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Flüchtlingshilfe bei Audi - Nachrichten

Berufsschulklasse wird erfolgreich fortgeführt

Im Schuljahr 2019/2020 wird eine von Audi unterstützte Klasse an der Berufsschule I, BSI, in Ingolstadt für 17 Flüchtlinge erfolgreich fortgesetzt. Mit Hilfe der aus Audi Mitteln geförderten, speziellen sozialpädagogischen Betreuung wird neben dem reinen Sprach-und Fachunterricht auch der persönlichen Betreuung und Vermittlung von respektvollem Umgang miteinander Rechnung getragen.

Die teils traumatisierten Schüler stammen aus mehr als zehn verschiedenen Ländern, unter anderem aus Eritrea, Syrien und Afghanistan. Viele dieser Jugendlichen erreichen Deutschland als Analphabeten ohne jegliche Lernerfahrung. Darunter sind auch zahlreiche Frauen, die bereits ein bis fünf Kinder haben. „Sie lernen sehr fleißig und legen ein unglaubliches Durchhaltevermögen an den Tag, obwohl sie sich auch um ihre Kinder kümmern müssen. Sie schätzen diese Unterstützung sehr, denn mit dem erworbenen Wissen und der Qualifikation können sie ihren Kindern besser helfen“, berichtet Linde Lübkert, Studiendirektorin an der BSI.

Neben dem Spracherwerb und den Inhalten des Lehrplans steht die Vermittlung von Werten und die Erklärung grundlegender Sachverhalte unseres Kulturkreises im Vordergrund. Doch nicht nur die Schüler profitieren von dem Wissensaustausch: „Die Kulturvielfalt kommt zu uns. Wir als Lehrer lernen auch viel von den Schülern. Wir investieren gerne Zeit und Kapazität, um sowohl Schüler als auch Lehrer zu unterstützen“, berichtet Marianna Kenyeres, Berufsschullehrerin an der BSI. Highlights des vergangenen Schuljahres waren neben einer Teilnahme an Erste-Hilfe-Kursen beim Bayerischen Roten Kreuz auch ein Besuch der IHK und Bundesagentur für Arbeit in Ingolstadt.

Bereits seit 2015 unterstützen Audi und die Stadt Ingolstadt Flüchtlinge auf ihrem Weg zum Schulabschluss und somit deren Qualifikation für einen Ausbildungsberuf. Was 2015 im Rahmen der Soforthilfe des Unternehmens begann, wurde über die letzten Jahre wirksam fortgeführt.   

Das Förderungspotenzial zeigt sich im weiteren Erfolg der Abschlussklasse 2018/19. Sechs von 18 Flüchtlingen beginnen eine Ausbildung, drei planen einen weiterführenden Schulbesuch und acht Schüler treten ins Arbeitsleben ein.

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