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Flüchtlingshilfe bei Volkswagen Nutzfahrzeuge - Nachrichten

Volkswagen Nutzfahrzeuge und der Volkswagen Konzern fördern erneut berufsbezogene Deutschkurse für geflüchtete Menschen

Video: Volkswagen Nutzfahrzeuge - Integration

Seit 2017 unterstützen Volkswagen Nutzfahrzeuge und die Konzern Flüchtlingshilfe das Projekt „Deutsch 360°“. Es ist ein bundesweit einmaliges Kooperationsprojekt für geflüchtete Menschen mit der Landeshauptstadt Hannover, der Region Hannover, sowie der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Nds. Mitte GmbH, der Arbeiterwohlfahrt Region Hannover e.V., der Kargah e.V. und dem Bildungsverein Soziales Lernen und Kommunikation e.V.

Das Projekt will Geflüchtete motivieren, ihre Deutschkenntnisse und Bewerbungschancen zu verbessern. In der diesjährigen zweiten Runde des Projektes werden vier berufsbezogene Deutschkurse mit insgesamt 60 geflüchteten Frauen und Männern gefördert. Die Kursteilnehmenden erhalten gezielt berufsbezogenen Sprachunterricht für  kaufmännische, gewerblich-technische und erstmalig auch für Pflegeberufe, der den Einstieg in die Berufswelt erleichtern soll. Zusätzlich zu dem Sprachunterricht erhalten die Teilnehmer während der gesamten Kurslaufzeit professionelle Jobcoachings und im Bedarfsfall eine erfahrene, sozialpädagogische Betreuung.   

Video: Deutsch 360° - Geflüchtete hospitieren bei Volkswagen Nutzfahrzeuge

Für den erforderlichen Praxisbezug stellte Volkswagen Nutzfahrzeuge im Werk Hannover 11 vierwöchige Hospitationsplätze für alle Kursteilnehmer des gewerblich-technischen Kurses bereit. Prof. Thomas Edig, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge für Personal erklärt: „Wichtig ist, dass wir den Flüchtlingen reelle Einblicke in die Berufswelt eines Industriebetriebs bieten, Schranken in den Köpfen aller Beteiligten abbauen und Türen zum Arbeitsmarkt öffnen. Die Grundlagen für eine echte Integration sind Bildung und Arbeit. Ich freue mich, wenn wir dazu als größter produzierender Arbeitgeber der Region Hannover unseren Beitrag leisten können!“

Dr. Susanne Leifheit, Leiterin Außenbeziehungen und Nachhaltigkeit bei VWN ergänzt: „Unser Mitgestalten an dem Projekt ist nicht nur Bestandteil unseres Nachhaltigkeitsverständnisses sondern trägt auch zur Übernahme von sozialer Verantwortung am Standort Hannover bei. Deswegen freue ich mich sehr, dass VWN den Geflüchteten die Möglichkeit bietet, Einblick in unser Unternehmen zu bekommen und zu erfahren wie die Arbeitswelt und das Miteinander in einem Industriebetrieb funktionieren.“

Wir haben drei der Hospitanten begleitet:

Aslan Habash, 42 Jahre, aus Syrien

Aslan Habash hospitierte bei VWN in seinem gelernten Beruf als Lackierer.

Aslan Habash ist gelernter Lackierer und wurde auch bei VWN in der Lackiererei eingesetzt. „Unterschiede zu meinem Heimatland sind vor allem die Arbeitsmethoden und Materialien. Und auch einige Schleifmaschinen habe ich noch nie gesehen“, berichtet er. Dennoch fand Herr Habash sich schnell zurecht und war glücklich, während der Hospitation kurzzeitig in seinem gelernten Beruf weiterarbeiten zu können.  „Die Teilnahme am Programm bedeutet für mich, die Chance sich in Deutschland besser zu integrieren, voneinander zu lernen und mit den anderen als Team zusammen zu arbeiten." ergänzt er.
Leif Ahlgrimm, Ausbildungsbeauftragter der Lackiererei, betreute Herrn Habash über eine Woche lang und war begeistert von seinen beruflichen Kenntnissen. Gleichzeitig berichtet er, dass Berührungsängste durch dieses Projekt abgebaut wurden und wünscht Herrn Habash eine Zukunft in Deutschland.   

Die Teilnahme am Programm bedeutet für mich, die Chance sich in Deutschland besser zu integrieren, voneinander zu lernen und mit den anderen als Team zusammen zu arbeiten.

Aslan Habash Hospitant bei Volkswagen Nutzfahrzeuge

Sandeep Salipalli, 32 Jahre, aus Indien

Sandeep Salipalli bei seiner Arbeit in der Qualitätssicherung

Der gelernte SAP-Spezialist war in der Qualitätssicherung des Prüf-und Analysezentrums eingesetzt. „Ich habe viel
gelernt, vor allem die technischen Daten und die Arbeit an den Fahrzeugen waren für mich neu.“ Unterabteilungsleiter Arndt Wenzel ist begeistert vom Projekt „Deutsch 360°“ und der Hospitationsmöglichkeit für Geflüchtete bei VWN: „Das Projekt ist auf zwei Ebenen spannend. Es unterstützt uns, die Sicht auf den Menschen hinter dem Geflüchteten besser zu verstehen, da sich Mitarbeiter mit ihm auseinandersetzen und die Beweggründe besser verstehen. Zum anderen hilft es natürlich dem Geflüchteten bei der Verbesserung der Sprache und den Berufsmöglichkeiten. Für mich klar eine Win-Win-Situation“.

Ich habe viel gelernt, vor allem die technischen Daten und die Arbeit an den Fahrzeugen waren für mich neu.

Sandeep Salipalli Hospitant bei Volkswagen Nutzfahrzeuge

Jay Raj Bhatt, 40 Jahre, aus Nepal

Im Ausbildungszentrum für Vorrichtungsbau lernte Jay Raj Bhatt die Grundlagen des Metallberufs kennen.

Auch Jay Raj Bhatt hat einen neuen Beruf durch die Hospitation bei VWN kennengelernt. „Ich habe bei VWN viele Arbeiten und Tätigkeiten in der Instandhaltung durchgeführt und verschiedene Arbeitsgeräte kennengelernt“, erzählt der gelernte Buchhalter. In Zukunft kann er sich vorstellen auch als Lagerlogistiker oder in anderen kaufmännischen Berufen zu arbeiten.

Ausbildungsbeauftragter Rainer Wiebe hat Herrn Bhatt betreut: „Mit der Verständigung klappt es sehr gut. Er kann sehr gut Deutsch für die kurze Zeit, die er hier ist. Natürlich versteht er manche Fachbegriffe noch nicht, das ist ganz klar. Aber rundherum ist es ein gutes Projekt, das Spaß macht.“  

Der Erfolg des Pilotprojekts im ersten Durchlauf gibt diesem Prinzip recht: Nach Projektende begannen drei Teilnehmer eine Ausbildung in den Branchen Transport/Logistik, Mechatronik und Malerhandwerk. Vier weitere Personen haben entweder nach Beendigung oder zum Ende des Projektes eine Arbeit in Logistik-, Sanitär-, Handwerk- oder Gastronomieberufen gefunden.  

Ich habe bei VWN viele Arbeiten und Tätigkeiten in der Instandhaltung durchgeführt und verschiedene Arbeitsgeräte kennengelernt.

Jay Raj Bhatt Hospitant bei Volkswagen Nutzfahrzeuge

Volkswagen Nutzfahrzeuge unterstützt mit der Stadt Hannover und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge das Projekt „Deutsch 360 Grad“. Die Geflüchteten besuchen seit Herbst einen berufsbezogenen Sprachunterricht, der den Einstieg in technisch-gewerbliche Berufe erleichtern soll. Ein Baustein des Kurses war die vierwöchige Hospitation der Geflüchteten im Werk in Hannover.

Projekt Deutsch 360 Grad

Volkswagen Nutzfahrzeuge Kommunikation