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Flüchtlingshilfe im Volkswagen Konzern - Nachrichten

Wolfsburg: Einfach mal die Perspektive wechseln

  • Noch bis Freitag: Ausstellung "Menschen auf der Flucht" zu Gast im Werk.
Findet es nicht selbstverständlich, sich ein Smartphone leisten zu können: Niklas, Auszubildender zum Industriekaufmann in Wolfsburg.

In dieser Woche ist der Missio-Truck des Internationalen Katholischen Missionswerkes e.V. zu Gast im Werk Wolfsburg. An Bord: Die multimediale Ausstellung zum Thema „Menschen auf der Flucht“. Am heutigen Mittwoch und auch am Freitag können alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Volkswagen am Standort in dem Truck die Gefahren und Probleme einer erzwungenen Flucht nacherleben. Bereits seit Montag besuchen Auszubildende die Ausstellung. Sie stellt realitätsnah Einzelschicksale geflüchteter Menschen, zum Beispiel aus dem Kongo, dar.

Konnte sich in die Lage einer Schülerin aus dem Kongo versetzen: Kiana, Auszubildende zur Industriekauffrau in Wolfsburg.

Die angehenden Industriekaufleute Kiana und Niklas haben die Ausstellung bereits besucht. Wie ging es ihnen danach? „Ich bin mit ein bisschen Unbehagen aus dem Truck gekommen, weil dort auch Kinderarbeit zu sehen war“, sagt Kiana. „Aber ich fand die Ausstellung sehr gut, weil man sich dort gut in einen anderen Menschen hineinversetzen konnte. In meinem Fall war es eine Schülerin, die arbeiten musste, um zur Schule gehen zu können. Ich war selbst bis vor kurzem Schülerin und habe den Eindruck, dass wir manchmal gar nicht zu schätzen wissen, wie gut wie hier leben.“

Auszubildender Niklas findet: Die Ausstellung ist gut gemacht.

Niklas ging ebenfalls mit einem etwas mulmigen Gefühl aus dem Truck. „Die Ausstellung ist gut gemacht. Man sieht konkret, welche Gründe dahinter stecken, wenn Menschen flüchten oder vertrieben werden. Im Ostkongo zum Beispiel müssten die Arbeitsbedingungen verbessert werden, um etwas zu ändern.“ Was nimmt er außerdem aus der Ausstellung mit? „Man merkt, dass es nicht selbstverständlich ist, dass wir uns Dinge wie ein Smartphone leisten können.“

In der Ausstellung geht es darum, ein Bewusstsein für globale Zusammenhänge zu schaffen – und welche Rolle dabei Smartphones spielen, für deren Herstellung auch Gold und Coltan benötigt werden. Diese Rohstoffe werden beispielsweise im vom Bürgerkrieg geschüttelten Kongo abgebaut, zu einem großen Teil illegal. Das führt zur Ausbeutung von Frauen, Männern und sogar Kindern. Um überhaupt etwas Geld zu verdienen, sehen sie sich gezwungen, die Mineralien unter schwierigsten Bedingungen abzubauen und an Rebellen zu verkaufen, die damit Waffen und Kämpfe finanzieren – ein Teufelskreis, der Flucht und Vertreibung nach sich zieht.

Begleitet den Missio Truck als pädagogischer Betreuer: Dr. Christian Ndala.

„Es geht dort um Wirtschaft und nicht, wie immer wieder behauptet wird, um ethnische Auseinandersetzungen“, betont Dr. Christian Ndala.  Er stammt selbst aus dem Kongo, hat in Deutschland über das Thema Interkulturalität, Menschenrechte und Ethik promoviert und begleitet den missio Truck als pädagogischer Betreuer. „Dieser wirtschaftliche Zusammenhang wird in der Ausstellung deutlich, weil sie konkret die Situation aus der Perspektive von Betroffenen zeigt.“ 

Christoph Görtz, Leiter der Berufsausbildung am Standort Wolfsburg, ergänzt: „Was es heißt, keine andere Perspektive als die Flucht zu sehen, wird hier erlebbar. Dass unsere Auszubildenden sich für das Thema Flucht und Vertreibung interessieren, für Zusammenhänge aufgeschlossen sind und auch selbst helfen wollen, sehen wir seit der ersten Flüchtlingswelle von 2015 immer wieder.“  

„Der Truck sensibilisiert ganz anders für Flucht und Vertreibung, als das zum Beispiel die sozialen Medien tun. Man begreift die Zusammenhänge viel besser“, stellt auch die Vorsitzende des Bildungsausschusses im Gesamtbetriebsrat, Burcu Sicilia, fest.  

„Flucht und Vertreibung sind weiterhin ein ganz aktuelles Thema. Weltweit gibt es über 80 Millionen Flüchtlinge“ sagt Projektleiter Oliver Braun von der Konzern Flüchtlingshilfe, auf deren Einladung der Missio Truck zu Gast in Wolfsburg ist. Die Konzern Flüchtlingshilfe hat in den vergangenen sechs Jahren mehr als 6.000 Geflüchtete in zahlreichen Einzelmaßnahmen und Programmen unterstützt. 2.500 der geflüchteten Frauen und Männern hat Volkswagen in Qualifizierungen und Maßnahmen der beruflichen Integration Zugangswege in den Arbeitsweg aufgezeigt.

Am heutigen Mittwoch (6.Oktober) und am Freitag (8. Oktober), jeweils zwischen 9 und 13 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr, steht der Besuch der Ausstellung im Missio-Truck an der Straße 1 (zwischen Halle 5 und Halle 5a) nahe Tor Ost allen interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern offen. 

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