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Flüchtlingshilfe bei Audi - Nachrichten

Neue Perspektiven schaffen

Die neue Flüchtlingsklasse war zu Besuch bei Audi in Ingolstadt.

Wer Radwan Alghawe kennenlernt, würde nie vermuten, dass er erst vor zwei Jahren als Flüchtling nach Deutschland gekommen ist. Kein Wunder: Alghawe spricht nicht nur richtig gut deutsch – für ihn ist das Land mittlerweile zu einer zweiten Heimat geworden. Dabei standen die Vorzeichen für den heute 20-Jährigen noch bis vor einiger Zeit nicht sonderlich gut. Mit 16 Jahren flieht der Gymnasiast vor dem Krieg in Syrien mit seiner Familie in den Libanon. Zwei Jahre später zieht er auf eigene Faust weiter. Sein großes Ziel: Deutschland. Dort angekommen wird er zunächst in einer Sammelunterkunft für Flüchtlinge untergebracht. Für ihn eine schwierige Zeit: „Ich wollte unbedingt etwas ändern und mir eine Perspektive schaffen“, erklärt er. Der junge Mann beginnt einen Sprachkurs und sieht diesen als Schlüssel für sein Weiterkommen. Hoch motiviert lernt er deutsche Vokabeln und Grammatik. Gleichzeitig spricht er immer wieder bei der Agentur für Arbeit vor und erfährt so schließlich von dem Förderjahr-Programm bei Audi. In diesem Programm werden junge Menschen fit für eine Ausbildung gemacht. Das überzeugt Alghawe. Er bewirbt sich – und erhält eine Zusage. Für ihn eine echte Chance und ein Wendepunkt.

Seit September 2017 absolviert der sportbegeisterte junge Mann bei Audi in Neckarsulm nun eine Ausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugmechaniker. Er schweißt, feilt und schneidet Metall und beweist dabei viel handwerkliches Talent. „Er ist immer hoch motiviert und passt super in unser Team“, bekräftigt Ausbildungs-Co-Trainer Ernst Reimer. Das Förderjahr war für ihn die Eintrittskarte für die Ausbildung bei dem Automobilhersteller. Dabei geholfen haben auch die zusätzlichen Sprachkurse, die Audi während des Förderjahrs den Flüchtlingen angeboten hat. Und noch etwas hat geholfen: „Meine Kollegen bei Audi waren von Anfang an sehr hilfsbereit. Ich habe schnell Anschluss gefunden und fühlte mich jederzeit sehr willkommen und voll akzeptiert“, erklärt der junge Syrer. Vor kurzem hat er sogar seinen Führerschein gemacht und erkundet die Region nun auch mit dem Auto. „Ich bin sehr dankbar und möchte auf jeden Fall bei Audi bleiben“, sagt Radwan. Am liebsten würde er selbst einmal mit jungen Auszubildenden zusammenarbeiten und seine positiven Erfahrungen mit dem Unternehmen auf diese Weise zurückgeben.

Ich bin sehr dankbar und möchte auf jeden Fall bei Audi bleiben.

Radwan Alghawe Auszubildender bei Audi

Audi engagiert sich auf vielfältige Weise für Flüchtlinge

Audi unterstützt Flüchtlinge auf vielfältige Art und Weise und schafft für sie neue Perspektiven. Neben Alghawe haben im September am Standort Neckarsulm drei weitere Flüchtlinge eine Ausbildung begonnen, von denen zwei ebenfalls das Förderjahr-Programm absolviert hatten. Darüber hinaus finanziert Audi in Neckarsulm Deutschkurse für Flüchtlinge. In Ingolstadt fördert Audi auch in diesem Schuljahr wieder eine neue Klasse mit 18 Schülern aus Eritrea, Syrien, Nigeria, Afghanistan und der Ukraine und bietet für zwei weitere Frauenklassen mit jeweils 26 und 17 Schülerinnen zusätzlich eine sozialpädagogische Betreuung an. Das Konzept basiert auf einem Pilotprojekt, das Audi in Zusammenarbeit mit der Berufsschule und der Volkshochschule Ingolstadt vor zwei Jahren auf die Beine gestellt hat – und das mit Erfolg: Die Schüler der Pilotklasse, die im Januar 2016 gestartet sind, halten nun alle einen Mittelschulabschluss in der Hand – und damit eine Perspektive für ein erfolgreiches Berufsleben in Deutschland.