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Flüchtlingshilfe bei Volkswagen PKW - Nachrichten

Hospitant mit DRIVE

Die positive Integration von Hani (m.) ist ein besonderer Ansporn für die Mitarbeiter des DRIVE Anke Lemmer (l.) und Kristine Brennecke (r.)

Einfach zu sprechen, hat er sich oft noch nicht getraut. „Die Arbeit im DRIVE. Volkswagen Group Forum in Berlin war für mich wichtig. Ich habe hier die Angst verloren, Deutsch zu sprechen.“ Die Rede ist von Hani Hamed, zu Anfang einer von vielen Geflüchteten. Er kam vor 3 Jahren mittels eines bezahlten Schleppers über das Mittelmeer und Italien nach Berlin. In seiner Heimat war Hani Hamed LKW-Fahrer für ein holländisches Unternehmen. Die ersten zwei Jahre verbrachte der Neuankömmling in verschiedenen Flüchtlingsunterkünften, u.a. im Salvador-Allende-Heim in Berlin-Köpenick, welches vom DRIVE unterstützt wird. Seine Hilfsbereitschaft, Offenheit, Höflichkeit und sein Humor fielen den dortigen Sozialarbeitern und auch den Mitarbeitern aus dem DRIVE schnell auf.

Im April 2016 begann Hani im DRIVE. Volkswagen Group Forum eine Hospitation im Volkswagen Facility Management für sechs Wochen. Hani hatte zu diesem Zeitpunkt das A2 Sprachniveau abgeschlossen und verstand die deutsche Sprache schon ganz gut. Die Kollegen haben ihn schnell ins Herz geschlossen. Mit ihm und anderen Bewohnern des Salvador-Allende-Heims organisierten die Mitarbeiter aus dem DRIVE ein Fußballturnier, welches Hani als großartiges Event in Erinnerung hat.

Behördengänge, auch schon kurz vor seiner Hospitation, gehörten ebenso zur Unterstützung durch die Volkswagen Mitarbeiter, sowie auch die Hilfe beim Umzug in eine eigene Wohnung. Insbesondere für die Arbeitsgenehmigung hat sich das Engagement der DRIVE Mitarbeiter gelohnt. Nach der Hospitation fand Hani eine feste Anstellung in dem Berliner Metallbauunternehmen BOEBA.

Mit der Hospitation endete die Unterstützung der Volkswagen Mitarbeiter nicht: Bei Behördengängen, Arztterminen und im Alltag bleibt der Kontakt bestehen. Dazu gehörte auch die intensive Vorbereitung auf die Anhörung für das Asylverfahren, um subsidiären Schutz für Hani Hamed zu erhalten. Im Februar 2017 hat er die PKW Führerscheinprüfung bestanden. Seine Aussichten für die Zukunft sind sehr gut, sein Deutsch ist inzwischen auf dem Stand B1 und er spricht ohne Hemmungen.

Die positive Integration von Hani ist ein besonderer Ansporn für die Mitarbeiter des DRIVE: „Die Hilfe, die wir im DRIVE leisten und mein privates Engagement in der Flüchtlingshilfe nehmen mir das Gefühl der Hilflosigkeit angesichts der erschütternden Bilder und Nachrichten. All diese Menschen besser kennenzulernen und einen Einblick in ihr Leben zu erhalten, sind für mich wertvolle Erfahrungen, die ich nicht missen möchte. Mit Hani ist eine echte Freundschaft entstanden, für die ich sehr dankbar bin“, so Kristine Brennecke.

Herausfordernd ist aktuell noch die Schriftsprache für Hani. Die DRIVE Mitarbeiter helfen bei der Suche nach einem Deutsch-Abendkurs. Dann stünde einer LKW-Führerscheinprüfung nichts mehr im Wege und sein großer Traum, wieder in seinem Beruf tätig zu sein, könnte sich erfüllen.

Hani resümiert: Bis auf das Heimweh, welches ihn manchmal überwältigt, ist er sehr glücklich und die Volkswagen Mitarbeiter sind seine Familie geworden.

Mit Hani ist eine echte Freundschaft entstanden, für die ich sehr dankbar bin.

Kristine Brennecke Mitarbeiterin im Volkswagen Group Forum DRIVE