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Klein, aber oho

Wer nicht genau hinschaut, könnte sie glatt übersehen. Nicht größer als ein gewöhnlicher Barcode sind die meisten RFID-Chips. Trotzdem steckt eine ganze Menge drin.

Auto und RFID: Wie passt das zusammen?

In einer Halle auf dem Gelände der Technischen Entwicklung hat das AutoID-Center seinen Hauptsitz. Hier tüfteln Experten am sogenannten Gläsernen Prototypen. „RFID ist eine Funktechnik. Informationen auf den Chips können ausgelesen und beschrieben werden, ohne dass es dafür eine Berührung oder Sichtkontakt braucht“, erklärt der RFID-Experte Florian Peppel. „Die kleinen Funkchips helfen uns beim Aufbau von Prototypen.“

Während der Entwicklung eines neuen Autos werden regelmäßig Prototypen gebaut, um Bauteile und Funktionen zu testen. Jeder Prototyp hat tausende Einzelteile –Kleinkram wie Schrauben, Kabel und Bleche, aber auch Bauteile, die besonders wichtig sind, weil sie sicherheits-, umwelt- oder erprobungsrelevant sind. Jene Bauteile werden oft und schnell weiterentwickelt. Umso wichtiger ist, im Entwicklungsprozess jederzeit den Versionsstand zu kennen, damit nichts schiefgeht. „Bislang haben wir händisch erfasst, welche Bauteile in unsere Versuchsfahrzeuge eingebaut werden“, sagt Peppel. Eine zeitraubende Angelegenheit.

Gemeinsam hat das Team des AutoID-Centers deshalb überlegt, wie es einfacher geht. Die Idee: Schon die Bauteil-Lieferanten kleben RFID-Chips auf die Teile, die sie zu Volkswagen liefern. Die Chips enthalten die wichtigsten Informationen wie Teile-, Lieferanten- und Seriennummer. Sie sind die Grundlagen für einen digitalen Bauteil-Lebenslauf. Noch bevor die Lieferanten ihre Teile auf Reisen schicken, bekommt Volkswagen die Digital-Infos mitgeteilt und kann seine Eingangslogistik auf die Lieferung vorbereiten.

„Wenn die Teile bei uns eintreffen, werden sie durch eines der zehn RFID-Tore in der Technischen Entwicklung gefahren“, erklärt Peppel. Automatisch werden die Teile samt RFID-Informationen erkannt und im Lager verbucht.

In der Montagehalle schrauben Monteure die Prototypen-Autos wie gewohnt zusammen. Mit einem feinen Unterschied: Das Einscannen der Barcodes gehört der Vergangenheit an. Ist ein Auto fertig, rollt es stattdessen aus der Halle und wird erneut von einem RFID-Tor durchleuchtet. Dank der RFID-Chips ist sofort klar, was unter der Haube steckt. Über die Jahre haben die Experten aus der Technischen Entwicklung eine Vielzahl an Prototypen mit der Funktechnik ausgestattet. Sie macht den Aufbau der Versuchsfahrzeuge effizienter und weniger fehleranfällig.

Der digitale Bauteil-Lebenslauf

Rund 280 Lieferanten haben sich bereits angeschlossen und statten ihre Bauteile mit RFID-Chips aus. Auch die Konzernmarken Audi und Porsche sind dabei.

Die gute Idee hat Schule gemacht: Was 2011 als Initiative vom Vorseriencenter der Marke Volkswagen und der Gesamtfahrzeugentwicklung begann, gilt heute als größtes unternehmensübergreifendes RFID-Projekt in der Autoindustrie. Rund 280 Lieferanten haben sich bereits angeschlossen und statten ihre Bauteile mit RFID-Chips aus. Auch die Konzernmarken Audi und Porsche sind dabei. Mit dem „Gläsernen Prototyp“ hat Volkswagen echte Pionierarbeit geleistet: Alle Hard- und Software-Standards wurden gemeinsam mit den Lieferanten entwickelt und sind in einer Empfehlung des Verbands der Automobilindustrie zusammengefasst. Damit gelten sie für alle Automobilhersteller. Auch die Politik ist aufmerksam geworden und hat das Projekt als gelungenes Beispiel für digital vernetzte, unternehmensübergreifende Zusammenarbeit ausgezeichnet. Es gehört zu den Referenzprojekten der „Plattform Industrie 4.0“.  

Das Video "Gläserner Prototyp" bietet weitere Informationen zum Thema.

RFID setzt sich auch abseits des Vorseriencenters durch. In einigen Teilbereichen der Produktion werden RFID-Chips bereits eingesetzt, unter anderem im Karosserie-Bau. Nun soll es weitergehen: Derzeit wird untersucht, wie sich RFID-Chips nahtlos im gesamten Unternehmen nutzen lassen. Unter anderem prüfen die Experten, wie Funkchips künftig die gesetzlich vorgeschriebene Dokumentation sicherheitsrelevanter Teile in der Produktion vereinfachen können.

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