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Jedes Kind braucht einen Namen

Mit der Namensfindung tun sich Eltern oft schwer. Der eine Name klingt zu altmodisch, der andere verleitet zu ungewollten Spitznamen und der nächste gefällt nur einem Elternteil.

Ganz ähnlich ist es bei neuen Autos: Bis der Name letztlich feststeht, durchlaufen mögliche Vorschläge einen langen Prozess. Denn ein Modellname soll nicht nur gut klingen, er soll eine Geschichte erzählen. So kann ein Name männlich oder weiblich, elegant oder sportlich wirken.

Eines der jüngsten Mitglieder der Volkswagen Familie trägt den Namen „Arteon“. In wenigen Tagen, bei der Automesse in Genf, wird der dynamische Fastback der Öffentlichkeit vorgestellt. Vor zwei Jahren machte sich ein Team von erfahrenen Wortschöpfern auf die Suche nach dem richtigen Namen für den Nachkömmling.

„Ein guter Name führt zwar nicht allein zum Verkaufserfolg, aber ein schlechter Name kann durchaus für den Misserfolg eines neuen Modells mitverantwortlich sein. Deshalb prüfen wir jede Idee ganz genau.“

Martin Polland Verantwortlich für Naming bei der Marke Volkswagen
Art...
...eon

Dem Namen nach ist der neue Arteon eng mit dem Sharan, dem Touran und dem Tiguan verwandt: Genau wie seine Geschwister aus der Volkswagen Familie ist seine Bezeichnung ein Kunstwort – eine Wortneuschöpfung aus zwei Teilen, die zusammengenommen eine bestimmte Assoziation hervorrufen. Während das „Art“ vom englischen Begriff für „Kunst“ stammt und die stimmige Linienführung und die Emotionalität des Fastbacks beschreibt, kennzeichnet die Endung „eon“ das Fahrzeug in Anlehnung an den Volkswagen Phideon als Premium-Modell.

„Meistens entwickeln wir die Namen unserer neuen Modelle in Zusammenarbeit mit einer auf Namensfindung spezialisierten Agentur. So war es auch beim Arteon.“

Martin Polland Verantwortlich für Naming bei der Marke Volkswagen

Typischerweise verläuft die Suche nach dem optimalen Namen in mehreren Stufen

  1. In der Findungsphase werten die kreativen Köpfe Informationen zum Fahrzeugkonzept, zur Zielgruppe sowie zum Wettbewerbsumfeld aus. Auf dieser Grundlage entwickeln sie eine Strategie und erste Vorschläge.
  2. „Was dann kommt, ist ein harter Ausleseprozess“, sagt Polland. „Wir testen die Begriffe auf ihre Bedeutung in mindestens 17 Sprachen – regionale Dialekte kommen oft noch hinzu. Ein Name soll schließlich nicht nur in Deutschland, sondern auch international funktionieren.“  Entscheidend ist, dass mit dem Namen keinerlei negative Assoziationen verbunden sind – weder mit der Schreibweise noch mit dem Klang des Worts. 
  3. Nachdem der Name die sprachliche Prüfung passiert hat, gehen die Markenjuristen ans Werk. „Heutzutage ist es viel schwieriger, einen Namen markenrechtlich schützen zu lassen, weil es bereits so viele registrierte Marken gibt“, berichtet Polland. Erst nach der Freigabe der Juristen gelangt ein Vorschlag daher auf die Tagesordnung des Vorstands, der ähnlich wie Mutter und Vater das letzte Wort bei der Namenswahl hat.