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Mit RIO die Brummis besser lenken

Die digitale Plattform von Volkswagen Truck & Bus kann künftig viele überflüssige Lkw-Kilometer verhindern

Wenn Lastwagen über die Straßen rollen, ist der Frachtraum nicht unbedingt voll. Tatsächlich findet ein Fünftel aller Lkw-Fahrten leer statt. Der Spediteur konnte für die Rückfahrt zur Zentrale oder zum nächsten Kunden keinen Auftrag sichern. Bei einem durchschnittlichen Brummi macht das 100 000 überflüssig gefahrene Kilometer aus – pro Jahr. Emissionen, Kosten, Arbeitszeit: Alles sinnlos verpulvert.

  • Die Mission
  • Die RIO-Truppe
  • Das Ziel
  • Die Besonderheit

„Bessere Informationen für alle Beteiligten könnten das dramatisch ändern“, sagt Markus Lipinsky. An dieser Aufgabe arbeiten der 43-jährige IT-Spezialist und sein Team in München seit über einem Jahr. Die 140 Fachleute tüfteln an der digitalen Plattform RIO, die das Transportgewerbe verändern wird. Die Anwendung soll allen nützen: Fahrern, Spediteuren, der Industrie – und sogar der Umwelt, wenn damit überflüssige Kilometer gespart und Lkw-Emissionen vermieden werden können.

RIO ist eine Marke von Volkswagen Truck & Bus. Mit Stahl und Gummi hat man hier aber nichts zu tun. Die RIO-Entwickler arbeiten vielmehr wie in einem Software-Haus. An den Wänden hängen bunte Klebezettel mit den nächsten Projektschritten, wie das in der IT-Entwicklung üblich ist. In den hellen Büros brüten die Mitarbeiter an digitalen Lösungen, mit denen sich Brummis und Lieferwagen besser einsetzen lassen.  

Die Plattform vernetzt die  Fahrzeuge eines Fuhrparks mit der Firmenzentrale und auch untereinander. Ziel ist absolute Transparenz im Tagesablauf. Der Unternehmer soll zum Beispiel jederzeit genau Bescheid wissen, wo und mit welcher Ladung seine Lkw unterwegs sind und wie er bei kurzfristigen Störungen sinnvoll eingreifen kann.

Das Besondere an RIO: Wenn die Plattform dieses Jahr auf den Markt kommt, kann sie in jedem Lkw eingesetzt werden. Dieser muss nicht zwangsläufig aus dem Volkswagen Konzern stammen wie die Marken MAN und Scania. RIO kann Daten aus vielen unterschiedlichen Telematik-Systemen übernehmen und für das eigene Angebot verarbeiten.

offenes Konzept
kompatibel mit unterschiedlichen Systemen
einsetzbar in jedem LKW

Dieses offene Konzept ist einmalig in der Branche. Andere Hersteller bieten zwar auch digitale Plattformen an. Die funktionieren aber nur für die eigenen Lkw. IT-Konzerne wie Amazon wiederum, die ähnliche Pläne haben, kennen sich nicht mit den Fahrzeugen aus.

Bei RIO vereinen sich beide Seiten: Datenspezialisten und Lkw-Experten

So wie Christian Zingg. Er war früher bei MAN in der Fahrzeugentwicklung tätig. Heute ist er ein führender Kopf im X-Lab, der digitalen Vorentwicklung von RIO. Hier entstehen Konzepte, die von den Programmierern in Serie gebracht werden sollen. Aktuelles Beispiel: Ein Handy-Schlüssel für den Lkw. „Die Fahrer können die Brummis mit ihrem Smartphone öffnen – das ist für die Spedition ein großer Vorteil“, erklärt Zingg. Das Unternehmen müsse nicht mehr Dutzende Schlüssel aufbewahren und deren physische Übergabe zwischen verschiedenen Fahrern organisieren. Mit dem Tool weist der Disponent künftig bequem die Zugangsberechtigung zum Lkw per Computer zu.

Weil solche Arbeitsschritte über RIO laufen, kann Lipinsky seinen Kunden eine Produktionssteigerung um 15 Prozent versprechen. „Wir bieten eine genaue Einsatzanalyse an“, erklärt Lipinsky. Dazu liefert die Plattform den Speditionen Hinweise und Tipps, wie sie von den Daten profitieren können. Chauffiert ein Fahrer besonders Sprit sparend, kann ihn der Chef zum Beispiel mit einem Bonus belohnen. Das ist im Interesse der Firma und motiviert den Angestellten. Selbst einen schlechten Tag des Fahrers offenbart RIO: „Das lässt sich über dessen Fahrweise analysieren. Der Disponent erhält dann einen Hinweis und kann den Mitarbeiter zu einer Pause überreden oder ablösen“, sagt Lipinsky. Die Software liefert also über die von ihr ständig erhobenen Daten Entscheidungshilfen für das Unternehmen.

Großes Interesse von Partnerfirmen schon lange vor der offiziellen Einführung

RIO-Chef Lipinsky verlässt sich aber nicht allein auf seine Entwickler-Truppe. „Wir wollen auch Anwendungen externer Partner über unsere Plattform laufen lassen“, sagt der Manager. Spezialisierte IT-Firmen können Angebote einbringen, die das RIO-Spektrum erweitern. Das wäre zum Beispiel Software, mit der sich die Kühlkette der Fracht überwachen lässt. „Wir können nicht alles selbst entwickeln“, sagt Lipinsky. Er freut sich über ein großes Interesse von Partnerfirmen schon lange vor der offiziellen Einführung von RIO.

Ein so ausführliches Datenmaterial ist besonders für mittlere und kleinere Spediteure bislang kaum erhältlich. Viele sind nicht einmal digitalisiert, so dass ihnen der große Überblick fehlt. RIO will das ändern. Intelligente Algorithmen werten die gesammelten Daten nicht nur aus, sondern leiten daraus direkt Empfehlungen ab. Bahnt sich etwa eine Leerfahrt an, sucht das System aktiv nach Versendern im betroffenen Gebiet. Die können aus der Zentrale heraus nach Aufträgen angesprochen werden, um den Lkw für die Rückfahrt zu füllen. Ohne die umfassende Datenlage von RIO wäre das unmöglich.

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