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Volkswagen sichert medizinische Versorgung in indischen Dörfern

In gut zwei Jahren hat eine Mobile Gesundheitsklinik mehr als 26.000 Behandlungen ermöglicht.

Eknath Kia Limbore ist 90 Jahre alt, sein Zuhause ein kleines Dorf nahe der westindischen Millionenstadt Pune. Wenn ihm der Rücken weh tut oder die Gelenke schmerzen, musste er früher wie die anderen Dorfbewohner kilometerweit zum nächsten Arzt laufen oder lange Busfahrten auf sich nehmen. Heute kommt der Arzt zu ihm. Denn Eknath Kia Limbore gehört zu den mehr als 2700 Menschen, für die Volkswagen eine Arztpraxis auf vier Rädern eingerichtet hat.

Seit 2015 kümmert sich Volkswagens Mobile Gesundheitsklinik (MHC) um die medizinische Grundversorgung der beiden Dörfer Kanhewadi Tarf Chakan und Sangurdi. Die Kosten für Personal, medizinische Ausstattung, Medikamente, Fahrzeug und Benzin werden komplett vom Konzern getragen.

Die Dörfer befinden sich etwa 22 Kilometer vom Volkswagen Werk in Chakan entfernt. An fünf Tagen in der Woche fährt das vierköpfige MHC-Team – bestehend aus den beiden Ärzten Dr. Prasad Chavan und Dr. Pritika Raut, Pfleger Sachin Ingawale und Fahrer Dattatray Kotwal – in die Dörfer. Inzwischen kennen sie fast alle ihrer Patienten mit Namen.

Vor einem Jahr kamen zu den Dörfern noch die beiden Armensiedlungen Vitthalwadi und Pawar wasti mit etwa 500 Einwohnern hinzu. Dank Volkswagen bekommen die Menschen nicht nur vor der eigenen Haustür ärztliche Hilfe – sie bekommen sie auch gratis.

„Ich bin in einem ähnlich kleinen Dorf ohne Zugang zu medizinischer Versorgung aufgewachsen“, erinnert sich Chavan. „Deshalb bin ich glücklich, nun zur Verbesserung der ärztlichen Betreuung beitragen zu können“, sagt der 50-Jährige nicht ohne Stolz.

„Volkswagens Mobile Gesundheitsklinik ist eine riesige Hilfe für die Dorfbewohner, besonders für die älteren“, berichtet der Arzt weiter. Viele würden von den eigenen Kindern nur selten besucht und könnten ohne fremde Hilfe keinen Arzt aufsuchen. „Das Investment von Volkswagen lohnt sich. Die Menschen, denen wir helfen, zahlen es mit Freude und Dankbarkeit zurück.“

„Ich bin in einem ähnlich kleinen Dorf ohne Zugang zu medizinischer Versorgung aufgewachsen. Deshalb bin ich glücklich, nun zur Verbesserung der ärztlichen Betreuung beitragen zu können.“

Dr. Prasad Chavan

Das Klinikfahrzeug ist ein umgebauter indischer Lieferwagen mit eigener Wasserversorgung, Behandlungszimmer, Patientenbett, Büroarbeitsplatz und einer Vielzahl an medizinischem Equipment wie Blutdruckmonitor, Blutzuckermessgerät, Sterilisator und anderem.

Seit dem Start des Projekts im August 2015 hat das Team um Dr. Chavan mehr als 26.000 Behandlungen gezählt und Medikamente im Wert von mehr als 6300 Euro ausgegeben. Am häufigsten suchen die Menschen die Klinik wegen Grippeerkrankungen, Rücken- und Gelenkschmerzen, Infektionen sowie Hauterkrankungen auf. Auch bei der korrekten Versorgung von Wunden hilft das medizinische Team den Bewohnern von Kanhewadi Tarf Chakan, Sangurdi, Vitthalwadi und Pawar wasti.

Bei größeren gesundheitlichen Problemen werden die Patienten in das nächste Krankenhaus gebracht. Und nicht nur das: Dr. Chavan und Dr. Raut stellen vor Ort sicher, dass ihre Patienten die richtige Behandlung bekommen.

Besonderes Augenmerk legt das MHC-Team übrigens auf Senioren und Kinder. Für beide Gruppen haben die Ärzte eigene Aktionstage ins Leben gerufen. Im vergangenen Jahr bestimmten sie die Blutgruppen von 120 Kindern. Dieses Jahr hat das Team einen Vorsorge-Aktionstag für ältere Patienten veranstaltet. Dabei lag der Fokus auf chronischen Gesundheitsproblemen wie Rücken- oder Gelenkschmerzen.

In Zukunft sind derartige Aktionstage für verschiedene Altersgruppen zu Themen wie Körperhygiene, Blutuntersuchungen, gynäkologische Untersuchungen, reproduktive Gesundheit sowie Zahngesundheit von Schulkindern geplant.

Weil die medizinische Versorgung ein Erfolg ist, denkt das MHC-Team derzeit darüber nach, noch weitere Dörfer in der Umgebung anzufahren. Damit noch mehr Menschen wie Eknath Kia Limbore unbeschwerten Zugang zu ärztlicher Versorgung bekommen können.

„Das Investment von Volkswagen lohnt sich. Die Menschen, denen wir helfen, zahlen es mit Freude und Dankbarkeit zurück.“

Dr. Prasad Chavan