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MOIA-Fahrzeug gibt Ride-Pooling ein neues Gesicht

Der Mobilitätsdienstleister macht ernst

Seit mehreren Monaten testet MOIA sein Ride-Pooling-Konzept mit VW T6 Minivans in Hannover. Nun macht der Mobilitätsdienstleister ernst: Mit eigens entwickeltem Elektro-Shuttle und dem Start des MOIA-Dienstes in Hamburg

Video nur in englischer Sprache.

Nur ein Jahr nachdem Vorstandsvorsitzender Matthias Müller und MOIA CEO Ole Harms bei der „TechCrunch Disrupt“ in London den Start von MOIA verkündeten, wächst die Volkswagen-Tochter aus ihren Kinderschuhen. Bei der „TechCrunch Disrupt“ 2017 in Berlin hatte Harms eine ganz besondere Neuigkeit im Gepäck: MOIA hat ein eigenes, speziell für Ride-Pooling ausgelegtes Shuttle entwickelt. Damit will der Mobilitätsdienstleister Ende 2018 in Hamburg an den Start gehen. Vorerst 200 MOIA-Shuttles sollen die Hamburger dann von A nach B bringen – günstiger als im Taxi, schneller und komfortabler als mit öffentlichen Verkehrsmitteln, nachhaltiger als im Pkw.

„Wir sind mit der Vision gestartet, als Partner der Städte die Effizienz auf den Straßen zu verbessern. Wir wollen für Verkehrsprobleme wie Staus, Luftverschmutzung, Lärm und Platzmangel eine Lösung anbieten und damit den Städten dabei helfen, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen“, sagt Harms. Sein erklärtes Ziel: die Städte Europas und der USA bis ins Jahr 2025 um eine Million Fahrzeuge zu entlasten.

Tatsächlich hat Ride-Pooling gute Chancen, Carsharing als das große Mobilitätsthema der nächsten Jahre abzulösen. Zum einen, weil die urbane Verkehrs-Infrastruktur immer mehr an ihre Grenzen stößt und Ride-Pooling vergleichsweise stark den Verkehr entlasten kann, zum anderen weil immer mehr Menschen permanent online sind. Das macht ganz neue Services möglich, Ride-Pooling zum Beispiel: Nutzer geben in einer Smartphone-App Start und Ziel ein, ein Algorithmus schickt ein Shuttle zur nächstgelegen virtuellen Haltestelle. Mehr als 200 Meter soll kein potenzieller Kunde laufen müssen, verspricht MOIA. Das Fahrzeug teilt man mit anderen Passagieren, die in die gleiche Richtung wollen. So erreicht jeder sein Ziel mit minimalem Umweg. Und dank des neuen MOIA-Fahrzeugs auch äußerst komfortabel.

Das „Special Purpose Vehicle“ fährt vollelektrisch und trägt damit schon jetzt dem Anspruch des Volkswagen Konzern Rechnung, im Jahr 2025 einer der weltweit führenden Anbieter nachhaltiger Mobilität zu sein. „Das Fahrzeug steht für absoluten Komfort und ist für uns wichtiger Bestandteil eines konsistenten Serviceerlebnisses“, sagt Robert Henrich, COO von MOIA. Um alle Nutzerbedürfnisse zu berücksichtigen, hat MOIA parallel zur Entwicklung immer wieder Feedback-Events veranstaltet, bei dem Testnutzer aller Altersgruppen wertvollen Input zu Fahrzeug und Service gegeben haben. Viele der Ideen aus diesem so genannten „MOIA Co-Creation-Prozess“ seien bereits in die Entwicklung des Fahrzeugs eingeflossen. „Parallel arbeiten wir an weiteren, zukünftigen Versionen“, sagt Henrich weiter.

„Das Fahrzeug steht für absoluten Komfort und ist für uns wichtiger Bestandteil eines konsistenten Serviceerlebnisses.“

Robert Henrich

Das neue MOIA-Mobil bietet bis zu sechs Fahrgästen komfortabel Platz. Der Innenraum ist angenehm und großzügig gestaltet. Anders als in Großraumtaxis kann jeder Fahrgast in einem freistehenden Sitz Platz nehmen. Auch an maximale Beinfreiheit und Platz, um seinen Sitzplatz bequem erreichen zu können, haben die Konstrukteure gedacht. Der Gedanke dabei: Die Fahrt soll für jeden Fahrgast so angenehm wie möglich sein. Auch wer keinen Kontakt mit seinen Mitfahrern wünscht, soll sich wohlfühlen.

Und auch an die kleinen Dinge, die das Leben erleichtern, hat MOIA gedacht: Jeder Sitz verfügt über eine dimmbare Leselampe und – für Angehörige der Generation Z, die immer und überall online sind, besonders wichtig – USB-Ports zum Laden ihrer Smartphones. Fast schon selbstverständlich bietet jedes Fahrzeug auch schnelles WLAN für die MOIA-Fahrgäste. Der Ein- und Ausstieg wird durch eine für den Einsatzzweck optimierte automatische Tür und einen Haltegriff erleichtert. Für Gepäck gibt es neben dem Fahrer einen gut einsehbaren Extrabereich.

Die schnelle Entwicklung des Fahrzeuges war MOIA nur möglich, weil das junge Unternehmen auf erfahrene Partner im Volkswagen Konzern zurückgreifen konnte. Gemeinsam mit Volkswagen Nutzfahrzeuge und Volkswagen Osnabrück wurde das MOIA-Mobil in der Rekordzeit von nur zehn Monaten geplant, entwickelt und gebaut. Es hat eine Reichweite von über 300 Kilometern nach dem WLTP-Standard und kann innerhalb von rund 30 Minuten auf 80 Prozent Ladekapazität aufgeladen werden.

Bereits seit einigen Monaten testet MOIA sein Ride-Pooling-Konzept in Hannover. 20 VW T6 Minivans bringen dort rund 2.000 Probenutzer von A nach B. Bei regelmäßig stattfindenden „Co-Creation Days“ bewerten die Nutzer den Service und machen Verbesserungsvorschläge. Im Jahr 2020 will MOIA seinen Service auf weitere Städte ausbauen. Und so der Version von CEO Harms Stück für Stück näher kommen.

Fakten zum neuen MOIA-Shuttle auf einen Blick

  • Motor: voll elektrisch
  • Kapazität: sechs Passagiere
  • Extras: Connected mit Backend
  • Anzahl: vorerst 200 Fahrzeuge in Hamburg
  • Plan: Ausweitung auf andere Städte 2020