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Wo geht es zur Hochschule? Volkswagen Lotsen weisen Geflüchteten den Weg

Er ist ein Experte auf seinem Gebiet und weiß, wie man sicher ans Ziel kommt: der Lotse.

Der Sudanese Matran hat jetzt einen an seiner Seite. Genauso wie 15 weitere junge Frauen und Männer, die auch aus ihren Heimatländern nach Deutschland geflüchtet sind. Die Lotsen, die sie auf ihren Wegen begleiten, sind Mitarbeiter von Volkswagen.

Ein wichtiger Schlüssel zur Integration ist die Bildung. Der Volkswagen Konzern bietet Geflüchteten den Zugang zur Hochschule – gemeinsam mit Kiron Open Higher Education. Das gemeinnützige Start-up hat eine Bildungsplattform entwickelt, auf der Geflüchtete ein Online-Studium beginnen können. Das eröffnet ihnen die Möglichkeit, sich nach zwei Jahren an einer von mehr als fünfzig Partnerhochschulen einzuschreiben, wo sie dann auch ihren akademischen Abschluss bekommen.

„Mein Studium ist etwas sehr Wertvolles, es hat mich weitergebracht. Ich möchte helfen, dass auch andere diese Chance bekommen.“

Hanno Teiwes Lotse
Die Lotsen sind Volkswagen Doktoranden. Sie stehen den Geflüchteten zur Seite, um ihnen den Weg zur Hochschule zu erleichtern.

In den Bereichen Informatik und Ingenieurwissenschaften fördert Volkswagen insgesamt 100 dieser Studienplätze. Mittendrin im Online-Studium ist Matran, der im Sudan Informationstechnik studierte und seit zwei Jahren in Deutschland lebt. Er hat sich mit dem Land vertraut gemacht und spricht gut Deutsch. Und doch: „Es gibt so viele Fragen, die ich habe“, sagt der 24-Jährige. „Sie haben mit dem Studieren in Deutschland zu tun und auch mit dem Leben hier.“

Die Lotsen möchten ihm diese Fragen beantworten und seinen Weg zur Universität erleichtern. Vom deutschen Hochschulsystem haben sie exzellente Kenntnisse, von Anforderungen, Abschlüssen und dem Campusleben: Gerade erst haben sie ihr Studium beendet, nun schreiben sie ihre Dissertation bei Volkswagen. Hanno Teiwes ist einer der Lotsen. „Mein Studium ist etwas sehr Wertvolles, es hat mich weitergebracht. Ich möchte helfen, dass auch andere diese Chance bekommen.“

„Es gibt so viele Fragen, die ich habe. Sie haben mit dem Studieren in Deutschland zu tun und auch mit dem Leben hier.“

Matran
Die Geflüchteten haben Fragen zum Studium und zum Leben in Deutschland. Die Lotsen möchten ihnen Antwort geben. Foto: Roland Niepaul

Vor wenigen Tagen haben sich beide Seiten in Wolfsburg zum ersten Mal gesehen, um mehr voneinander zu erfahren. Sie bilden jetzt 16 Tandems aus je einem Studierenden und einem Doktoranden. Schon vorher hatten die meisten Kontakt: via Skype, E-Mail, Telefon. So werden sie sich auch die kommenden Monate miteinander verständigen, wenn einer vom anderen einen guten Rat, Anregungen oder auch ein aufmunterndes Wort braucht.

Das Lotsenprogramm ist ein Projekt der Volkswagen Flüchtlingshilfe, die es seit Herbst 2015 gibt. In den vergangenen beiden Jahren haben der Volkswagen Konzern, seine Marken und die Mitarbeiter rund 3.500 junge Menschen auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vorbereitet – durch die Förderung von Spracherwerb und Vorqualifizierung. „Unsere Projekte reichen von der Schülerförderung durch die Volkswagen Belegschaftsstiftung bis hin zur Ausbildungsvorbereitung von Porsche bis MAN. Durch die Kooperation mit Kiron schaffen wir Perspektiven für die hochqualifizierte Beschäftigung“, sagt Ariane Kilian, Leiterin der Konzern Flüchtlingshilfe.

Das Lotsenprogramm ergänzt die Zusammenarbeit mit Kiron. Matran ist überzeugt, dass es ihm weiterhelfen wird. „Wenn ich eine Frage habe, dann weiß ich, zu wem ich gehen kann.“