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CarLa lädt das Auto auf

CarLa – so heißt die zuvorkommende Assistentin, die Autofahrern in Zukunft die zeitfressende Aufgabe des Tankens abnehmen könnte.

Matthias Müller (re.), Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, stellt mit Till Reuter, CEO von KUKA, den Service-Roboter CarLa vor.

So zumindest sieht das Szenario aus, das der Volkswagen Konzern und der Automatisierungsspezialist KUKA beim Genfer Automobilsalon vorgestellt haben: Der Passagier steigt schon vor dem Parkhaus aus. Sein autonomes Elektro-Fahrzeug sucht sich selbstständig den nächsten freien Platz und wird dort von CarLa geladen. Herumstehen neben der Zapfsäule: braucht kein Mensch mehr.

„Die größte Herausforderung bei der Entwicklung von CarLa war der automatisierte Ladevorgang“, sagt Till Reuter, CEO der KUKA AG. Welche Intelligenz muss im Roboter und im Auto stecken, damit sie interagieren können? Wie öffnet sich die Ladeklappe? Wie findet die Sensorik des Roboters die Ladedose? Wie merkt er, dass der Ladevorgang abgeschlossen ist? All diese Fragen mussten gelöst werden, bevor „CarLa“ bereit war für die Öffentlichkeit.

Gemeinsam mit dem Automatisierungsspezialisten Kuka präsentiert der Volkswagen Konzern auf der Group Media Night mit „CarLa“ den ersten mobilen Laderoboter für E-Autos. Solche vollautomatischen Service-Roboter werden im öffentlichen Raum und auch zu Hause einen wesentlichen Beitrag leisten, um die Akzeptanz der E-Mobilität zu erhöhen. „CarLa“ lädt, nachdem das Fahrzeug idealerweise autonom eingeparkt hat, selbständig das abgestellte Fahrzeug. Mit diesem Gemeinschaftsprojekt zeigen die beiden Unternehmen, wie das Laden schnell, einfach und autonom funktionieren kann. Und „CarLa“ besitzt Potenzial, zum Industriestandard zu werden. Beide Unternehmen planen, die Forschungskooperation in Richtung Pilotfertigung auszubauen.

„CarLa“: Der erste mobile Laderoboter für E-Autos

  1. Das technische Erfolgsgeheimnis

    Das technische Erfolgsgeheimnis von CarLa ist das patentierte Radkonzept „Omniwheels“, mit dem sie auf engstem Raum autonom manövrieren kann. Ihr Roboterarm ist einem menschlichen Arm nachempfunden. Er hat sieben Achsen und kann praktisch in jeder Umgebung arbeiten. Mit Hilfe einer eingebauten Kamera scannt der Roboter den Bereich rund um die Ladedose eines Fahrzeugs, um den Stecker millimetergenau zu positionieren.

  2. Für feinfühlige Aufgaben

    „Beim Thema Sicherheit gelten für Service-Roboter dieselben Maßstäbe wie bei der Mensch-Roboter-Kollaboration in der Fabrik“, betont Reuter. Der Roboter-Arm besitzt Drehmoment-Sensoren in jedem Gelenk und ist damit für feinfühlige Aufgaben geeignet. „Dadurch ist der Roboter für seine Umgebung sicher, weil er auf jede Störung und jedes Hindernis sofort reagiert und stoppen oder ausweichen kann.“

  3. Das Zeug zum Industriestandard

    Erste Pilotanwendungen von CarLa seien sehr schnell möglich, sagt Reuter. Die Schnittstellen des Roboters ließen sich herstellerübergreifend anpassen, so dass die zuvorkommende Assistentin durchaus das Zeug zum Industriestandard hat. „Außerdem lässt sich das Prinzip auf weitere Anwendungen erweitern. Für die Garage zuhause haben wir ebenfalls eine smarte Roboterlösung entwickelt.“

Länger unabhängig und aktiv leben

CarLa verfügt über einen Roboterarm, der einem menschlichen Arm nachempfunden ist.

Service-Robotern wie CarLa scheint also die Zukunft zu gehören. Langfristig könnten sie sogar zu vielseitigen Helfern werden, die den Menschen immer mehr ungeliebte Aufgaben abnehmen. Die Wünsche an Roboter, berichtet Reuter, seien sehr vielfältig. „Manch einer will Hilfe beim Zitronen auspressen, manch einer einen Partner zum Skat spielen.“ Es geht aber um mehr als Bequemlichkeit oder Unterhaltung. In alternden Gesellschaften, wie in Deutschland, könnten CarLa und Co. in Zukunft beispielsweise zu unverzichtbaren Helfern für Senioren werden. Reuter: „Service-Roboter könnten Älteren zum Beispiel beim Einkaufen helfen und so dazu beitragen, dass die Menschen länger unabhängig und aktiv leben können.“

Langfristig könnten Service-Roboter zu vielseitigen Helfern werden, die den Menschen immer mehr ungeliebte Aufgaben abnehmen.

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