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Kicken & Kochen: Doppelpass gegen Rassismus

Mit der Aktion „Kicken & Kochen“ ermöglichte der Volkswagen Konzern gemeinsam mit dem VfL Wolfsburg ein Kennenlernen von jungen Geflüchteten und Auszubildenden. Ein Beitrag zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus.

Tedros hebt kurz seinen Kopf, sieht, wie sich sein Mitspieler vorne freiläuft, und spielt den Ball zentimetergenau in den Fuß von Fabian. Der sprintet drei, vier Meter über die rechte Außenbahn, zieht ab, und die Kugel schlägt unten links im Toreck ein. Ein richtig schöner Treffer – für Menschlichkeit und gegen Rassismus.

Tedros gehört zu zwölf jungen Männern, die aus ihren Heimatländern geflüchtet sind und die jetzt in Deutschland leben; und Fabian ist einer von zwölf jungen Männern und Frauen, die in Wolfsburg bei Volkswagen ihre Ausbildung machen. An diesem Tag wollen sich beide Gruppen auf den Fußball-Courts neben der Volkswagen Arena des VfL Wolfsburg kennenlernen. Um nach dem Schlusspfiff die Trikots gegen die Küchenschürzen zu tauschen und das gemeinsame Abendessen zuzubereiten.

Kicken & Kochen – so nennen Volkswagen und Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg diesen Doppelpass. Sie widmen ihn den weltweiten Internationalen Wochen gegen Rassismus, die vom 12. bis 25. März im Zeichen von Solidarität, Vielfalt und Integration stehen.

Unter den zwölf jungen Männern sind neun, die beim SSV Vorsfelde Fußball spielen. Sie stammen von unterschiedlichen Kontinenten und ihr Trainer Peter Pöche nennt sie „unsere Weltauswahl“. Im Trainingsanzug steht er hinter der Bande und sagt, warum dieser Tag wichtig für seine Spieler ist. „Heute haben sie die Chance, mit Deutschen in Kontakt zu kommen. Das ist sonst nicht so einfach für sie, auch wegen der Sprache.“

An diesem Tag fällt das nicht ins Gewicht. Fußball ist ein Spiel, das überall auf der Welt nach denselben Regeln gespielt wird. Und in dem es darum geht, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen: hinten den Laden dichthalten und vorne die Buden machen. Kurz vor dem Anpfiff bilden die Geflüchteten und die Auszubildenden von Volkswagen gemeinsame Teams. Und wenig später feiern sie ihre Tore mit der Geste, die jeder kennt: dem High five.

Begegnung beim gemeinsamen Kochen. Mit dabei: VfL-Nationalspielerin Babett Peter (Dritte von links) als Überraschungsgast.

Szenenwechsel: Eben noch hat er dreimal für seine Mannschaft ins Tor getroffen. Jetzt steht Fithawi aus Eritrea am Küchentresen und portioniert Hähnchenbrust. Die Speisekarte in der Markthalle, mitten im Zentrum Wolfsburgs, ist international: In der improvisierten Profi-Küche gibt es Falafel und Naan-Brot, Baklava und Taboulé. Und auch das afrikanische Gericht Matoke, für das Fithawi gleich das Fleisch zu den Kochbananen geben wird. Zu kicken oder zu kochen – was gefällt ihm besser? „Beides ist gut“, sagt er lachend.

Aus zwei Gruppen ist eine geworden.

An dem langen Tresen haben nicht nur die jungen Frauen und Männer Platz. Sondern neben zwei Profiköchen von Volkswagen Catering auch eine Olympiasiegerin: Babett Peter, die für den VfL Wolfsburg spielt und die vor zwei Jahren beim Olympischen Fußballturnier in Brasilien die Goldmedaille für Deutschland gewann. „In meinem Verein habe ich viele ausländische Mitspielerinnen“, sagte sie. Man unterstütze sich nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz. „Integration ist bei uns jeden Tag ein Thema. Doch denken wir gar nicht so viel darüber nach – wir machen es einfach.“

„Integration ist bei uns jeden Tag ein Thema. Doch denken wir gar nicht so viel darüber nach – wir machen es einfach.“

Babett Peter

So hält es auch Madleine Schramowski, die sich zur Industriemechanikerin bei Volkswagen ausbilden lässt. „Ich möchte Menschen helfen, die nach Deutschland geflüchtet sind – damit sie die Möglichkeit bekommen, etwas erreichen zu können.“ Die Auszubildende engagiert sich nicht das erste Mal für Geflüchtete. Aus Erfahrung weiß sie, dass „man schnell miteinander ins Gespräch kommt. Das zeigt sich auch heute beim Kochen.“ Und danach beim gemeinsamen Essen: Aus zwei Gruppen ist längst eine geworden.

„Ich möchte Menschen helfen, die nach Deutschland geflüchtet sind – damit sie die Möglichkeit bekommen, etwas erreichen zu können.“

Madleine Schramowski

„Wenn die jungen Frauen und Männer mit bleibenden Eindrücken nach Hause gehen, haben wir heute viel gewonnen“, sagt Carolin Krautz, Projektkoordinatorin der Konzern Flüchtlingshilfe. Die Auszubildenden könnten viel über das Leben der Geflüchteten lernen: über ihre Heimat, ihre Situation in Deutschland und ihre Ziele. Und die Geflüchteten machten die Erfahrung, dass man sie in Wolfsburg willkommen heißt. „Und dass sie hier auf Menschen zugehen können, weil viele sich für ihr Leben interessieren und ihnen helfen möchten.“

„Wenn die jungen Frauen und Männer mit bleibenden Eindrücken nach Hause gehen, haben wir heute viel gewonnen.“

Carolin Krautz

Seit Herbst 2015 gibt es die Volkswagen Konzern Flüchtlingshilfe. Sprache, Qualifizierung, Kulturverständnis: Das sind für Volkswagen die Schlüssel zur Integration. In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben der Konzern und seine Marken rund 3.500 junge Menschen auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vorbereitet – zum Beispiel durch die Förderung von Sprachkursen, mit Praktika und Einstiegsqualifizierungen.

Bei Fithawi aus Eritrea hat die Begegnung heute Eindruck hinterlassen. „Es war ein schöner Tag“, sagt der 23-Jährige, „ich habe viele Leute getroffen und viel Spaß gehabt.“ Auch einige deutsche Wörter kommen ihm jetzt besser über die Lippen. „Verteidiger und Stürmer“, sagt er lachend.

  • Einen Überblick über das Flüchtlingshilfe-Engagement des Konzerns und seiner Marken gibt es hier.

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