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Auf der Auto China war Elektromobilität ein zentrales Thema. Hier erklären wir, wie energisch China in den Markt für E-Autos investiert – und wie das mit der Volkswagen Konzernstrategie korrespondiert.

China ist weltweit der größte Markt für Elektro-Autos. Die chinesische Regierung investiert dabei massiv in die Infrastruktur und schafft nicht nur finanzielle Anreize für Kunden. Insbesondere in den Metropolen wie Shanghai, Guangzhou oder Peking gibt es viele Erleichterungen für Besitzer eines E-Fahrzeugs – vom Nummernschild über freie Parkplätze oder freie Fahrt an allen Tagen.

Ebenso die Volkswagen Group China drückt aufs Tempo, wenn es um die Weiterentwicklung der Kerntechnologien der Zukunft geht. Das gilt insbesondere für die Umsetzung der „Roadmap E“.  „Auch wir sind uns sicher, dass die Zukunft elektrisch ist“, sagt China-Vorstand Dr. Jochem Heizmann. Bis zum Jahr 2025 wird Volkswagen zusammen mit seinen chinesischen Joint Venture Partnern rund 10 Mrd. Euro für die Industrialisierung der E-Mobilität in China investieren. Gelder, die etwa in Fabriken, Qualifizierungsmaßnahmen, in die Lade-Infrastruktur und ganz besonders in neue Produkte fließen sollen.

Auch wir sind uns sicher, dass die Zukunft elektrisch ist.

Dr. Jochem Heizmann Vorstand Volkswagen China

Volkswagen Group setzt auf breites E-Angebot

„In den kommenden 7 bis 8 Jahren führen wir rund 40 neue, vor Ort produzierte sogenannte New Energy Vehicle – Plug-in Hybride wie auch reine Batteriefahrzeuge – ein. Wir setzen auf dabei ein breites Angebot auch im E-Bereich. Denn Ziel ist, einen Marktanteil wie im Markt für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren zu erreichen“, verdeutlicht Heizmann.

Die lokal produzierenden Marken Volkswagen, Audi und Škoda werden allesamt in die lokale Produktion von Elektrofahrzeugen einsteigen. Zudem hat die Volkswagen Group China ein drittes Joint Venture mit dem chinesischen Autohersteller JAC für reine Elektrofahrzeuge begründet. Bereits in diesem Jahr wird ein rein elektrisch betriebener SUV vorgestellt. Er tritt nicht in Konkurrenz zu den jetzigen und künftigen Fahrzeugen aus den beiden großen, langjährigen Joint Venture Gesellschaften. Mit dem zusätzlichen Angebot des dritten Joint Ventures zielt man insbesondere auf die Volumen-Segmente des wettbewerbsintensiven chinesischen E-Mobilitäts-Marktes.

Und ab 2020/21 erhöht Volkswagen Group China noch weiter die Spannung. Dann werden auch in China Autos auf Basis des für reine Batteriefahrzeuge optimierten Modularen Elektrifizierungsbaukasten gefertigt, die dann eine Reichweite von bis zu 600 km haben werden.

So bereitet sich der Konzern darauf vor, im Jahr 2025 1,5 Millionen sogenannte New Energy Vehicle (NEV) an Kunden ausliefern zu können. Eine Größenordnung, die die Entschlossenheit des Volkswagen Konzerns deutlich macht, auch bei der Elektrifizierung des chinesischen Automobilmarktes führend zu sein.

So funktioniert die Elektroquote

Die Verbesserung der Luftqualität ist dabei natürlich ein entscheidender Antriebsfaktor. Analog zu den CO2 Zielen in Europa hat auch die chinesische Regierung daher Vorgaben für den Flottenverbrauch gemacht. Im Jahr 2020 gilt ein Durchschnittsverbrauch von 5l/100 km, im Jahr 2025 sollen es dann im Schnitt rund 4l/100 km sein. Ohne Elektrofahrzeuge ist dieses Ziel trotz verbrauchsarmer Benzinmotoren nicht zu erreichen. Hinzu kommt ab 2019 eine sogenannte Elektroquote. 

Dann müssen sämtliche Autobauer für zehn Prozent ihrer in China produzierten Fahrzeuge sogenannte Kreditpunkte sammeln, 2020 für zwölf Prozent. Dabei gibt es pro produziertem Elektrofahrzeug (je nach Reichweite) vier bis fünf Kreditpunkte, ein Plug-in-Hybrid mit 50 Kilometer Reichweite erhält zwei Kreditpunkte. Pro einer Millionen produzierter Fahrzeuge müssten im Jahr 2019 dementsprechend 50.000 Plug-in Hybride oder rund 25.000 Batteriefahrzeuge oder ein entsprechender Mix von Fahrzeugen beider Antriebsarten hergestellt werden. Ein negativer bzw. positiver Kredit kann jedoch von 2019 ins Folgejahr 2020 übertragen werden.

China-Vorstand Jochem Heizmann ist sich sicher: „Wir werden die Quote auf jeden Fall erreichen.“ Der Wunsch der chinesischen Regierung, die massiven Umweltbelastungen in den Griff bekommen zu wollen und gleichzeitig ein starkes Wirtschaftswachstum zu erzielen, korrespondiere perfekt mit der Roadmap E.

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