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Mit Herzblut für das autonome Fahren

Mit Herzblut für das autonome Fahren

Autonomes Fahren ist ein Schlüsselthema für die Transformation von Volkswagen vom Automobilhersteller zum Mobilitätsanbieter und Herzstück der Zukunft von Volkswagen. Auch dank Expertise aus Sachsen.

Fährt der Besucher an den Stadtrand von Chemnitz, landet er nicht etwa in einem Industriegebiet. Stattdessen passiert er einen Pförtner und steht dann auf einem weitläufigen Industrie- und Forschungsgelände voller historischer DDR-Bauten. Ein High-Tech-Park mit Tradition: Im Plattenbau des ehemaligen VEB Numerik wurden früher Steuerungen für Industrieroboter hergestellt. Heute sitzt hier die Technologie-Firma FDTech GmbH – und entwickelt Grundlagen für das autonome Fahren.

FDTech hat ein ganzes Stockwerk in dem Gebäude bezogen. Der lange, helle Flur ist so frisch renoviert, dass es noch nach neuem Teppich riecht und die Wände reinweiß strahlen. Ein großes beleuchtetes Display mit Firmenlogo dominiert den Gang. In mehreren großzügigen Räumen sitzen junge Leute konzentriert vor Bildschirmen. In Grüppchen werden Meetings abgehalten. Software-Entwickler stehen locker um Stehtische und beraten sich. Andere zeichnen technische Formeln auf Flipcharts, wieder andere arbeiten konzentriert an ihren Rechnern.

Hochautomatisiertes Fahren in Serie

Friedrich Eichler, Leiter Fahrwerkentwicklung der Marke Volkswagen

Gegründet wurde FDTech im Oktober 2017. Heute arbeiten dort bereits 30 Mitarbeiter, mittelfristig sollen es bis zu 150 werden. Von überall her sind sie nach Sachsen gekommen: Das internationale Team aus Deutschen, Franzosen, Pakistanern und Indern erwartet bald auch einen Neuzugang aus Ägypten. Sie alle sind Spezialisten für das Thema Fahrassistenzsysteme (ADAS). Gemeinsam entwickeln sie in dem Unternehmen, an dem Volkswagen seit kurzem mit einer Minderheitsbeteiligung erworben hat, damit auch die Mobilität von morgen. Friedrich Eichler, Leiter Fahrwerkentwicklung der Marke Volkswagen, sagt: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das hochautomatisierte Fahren in die Volkswagen Automobile der nächsten Generation zu bringen. Es ist der nächste Schritt hin zum autonomen Fahren. Genau dazu nutzen wir auch das Expertenwissen von FDTech und werden es mit der Leistungskraft und Know-how von Volkswagen als globales Automobilunternehmen zusammenführen.“

Mobilität für Jedermann

Karsten Schulze, CEO und Mit-Gründer von FDTech, erklärt die Firmenvision: „Wir möchten automatisiertes Fahren für jedermann und überall zugänglich machen. Wir möchten die Mobilität der Menschen erweitern und auch absichern. Gerade, wenn wir an älter werdende Menschen denken oder auch Personen mit Handicaps. Das ist ein wesentlicher Grund für die Firmengründung und treibt uns auch persönlich an. Da steckt Herzblut dahinter.“

Schulze und seine vier Mitgründer sind schon lange involviert in die Entwicklung im Bereich Fahrassistenzsysteme. Mit ihrer Technologie-Firma setzen sie nun den Fokus auf automatisierte Fahrfunktionen und entwickeln darin Bausteine für Situationsanalysen und Fahrstrategien. Ergänzend dazu entwickelt FDTech Simulationen, in denen getestet wird, wie autonome Fahrzeuge auf kritische Fahrsituationen reagieren. Das Thema Test und Validierung wird eine große Rolle in der Entwicklung und für die Akzeptanz des autonomen Fahrens spielen.

Sachsen, Hotspot für neue Technologien

30 Mitarbeiter arbeiten bei FDTech, schon bald sollen es 150 werden.

Die Beteiligung ist ein Beispiel dafür, wie der Volkswagen Konzern nicht nur sein eigenes Entwicklungs-Know-how kontinuierlich ausbaut – er setzt außerdem auf agile Startups und mittelständische Unternehmen. Friedrich Eichler sagt: „Im Bundesland Sachsen befindet sich ein Technologieumfeld, das genau in diese Richtung zeigt. FDTech hat ein tolles Netzwerk in der Region, sie kennen die Szene, die Universitäten und Startups. Mit unserer Beteiligung an FDTech sichern wir uns Expertenwissen, das sehr hilfreich bei unserer Entwicklung des hochautomatisierten Fahrens ist.“

Transformation hin zum Mobilitätsanbieter

So entwickelt sich Sachsen immer mehr zu einem Hotspot für neue Technologien. Genau das richtige Umfeld für das Volkswagen Werk im sächsischen Zwickau, das bis 2020 zum größten europäischen Zentrum für E-Mobilität ausgebaut wird. Bereits Ende 2019 wird dort das weltweit erste Fahrzeug auf der Basis des modularen E-Antriebsbaukastens (MEB) vom Band laufen. Und es zeigt einmal mehr, wie wichtig für Volkswagen die innovationsgetriebene Entwicklung ist. Friedrich Eichler sagt: „Das autonome Fahren ist das Schlüsselthema für die Transformation von Volkswagen vom Automobilhersteller hin zum Mobilitätsanbieter. Mehr noch: Es wird ein Herzstück des Volkswagens der Zukunft.“ Und das auch dank der Expertise und neuen Technologien aus Sachsen.