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In China zuhause

Auch 2018, im 40. Jahr seit der wirtschaftlichen Öffnung Chinas, bleibt das Land einer der bedeutendsten Märkte für Volkswagen – und Volkswagen der wichtigste Partner der chinesischen Automobilwirtschaft.

In der Strategie des Konzerns spielt China eine zentrale Rolle, nicht nur als Absatzmarkt, sondern auch als Entwicklungsstandort und Treiber der Mobilität von morgen. „China führt zweifellos den globalen Wandel in Fragen alternativer Antriebsarten, von Digitalisierung und Vernetzung sowie Künstlicher Intelligenz an“, sagt Jochem Heizmann. Er ist seit 2012 Vorstandsmitglied der Volkswagen Aktiengesellschaft mit dem Verantwortungsbereich China und gleichzeitig Präsident und CEO der Volkswagen Group China.

Während seiner Zeit in China hat er die kontinuierliche Transformation des Landes und den Aufstieg der Automobilindustrie erlebt, der immer noch andauert. Mehr als drei Millionen Fahrzeuge hat der Volkswagen Konzern 2018 schon an chinesische Kunden ausgeliefert. „Die Entwicklung in den neun Monaten bis September ist bemerkenswert. Die Resonanz unserer Kunden zeigt, dass wir mit unseren umfassenden Modelloffensiven, insbesondere im SUV-Bereich, auf dem richtigen Weg sind", unterstreicht Heizmann die neue Rolle Chinas im globalen Zusammenspiel.

Von Null auf 4,18 Millionen

Gleich mit Beginn der Wirtschaftsreformen in China im Jahr 1978 hatten chinesische Regierungsvertreter mit Volkswagen Gespräche aufgenommen, die 1984 schließlich in ein Joint Venture mündeten: heute SAIC VOLKSWAGEN. Schon 1990 folgte mit FAW-Volkswagen ein weiteres Gemeinschaftsunternehmen. Der Grundstein war gelegt für den Erfolg auf dem chinesischen Markt. Mehr als 30 Jahre nach dem Markteintritt wurden im Jahr 2017 4,18 Millionen Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Über die Grenze von einer Million verkauften Fahrzeugen kletterte das Unternehmen zum ersten Mal im Jahr 2008. Das chinesische Wirtschaftswachstum von zuletzt durchschnittlich sieben Prozent pro Jahr machte den starken Anstieg auch auf dem Automobilmarkt bis heute möglich.

Volkswagen ist in China schon lange „Da Zhong“, sinngemäß das Auto für eine große Menschenmasse. Die Schriftzeichen dafür stehen auf dem Heck eines jeden von Volkswagen in China gebauten Autos. Und damit das Unternehmen dieser Beschreibung auch in Zukunft gerecht wird, wird die Strategie neuen Wünschen und Bedürfnissen der Kunden angepasst: Mit einer breit angelegten SUV-Offensive will man Kundenwünsche in einem rasant gewachsenen Segment erfüllen. Zudem verfolgt man mit der Roadmap E auch in China eine umfassende E-Mobilitätsstrategie.

Elektrofahrzeuge für China

Denn nirgends auf der Welt ist der Markt für E-Fahrzeuge bereits so groß wie in China. Der Absatz von Batterie- und Hybridfahrzeugen ist 2017 gegenüber Vorjahr um fast 80 Prozent auf 555.000 Einheiten gestiegen – damit hält China weltweit die Spitzenposition. Alle Zeichen stehen also auf Strom. Dafür wurde im letzten Jahr ein weiteres Joint-Venture mit JAC-Volkswagen gegründet, das sich allein um die Produktion von E-Fahrzeugen dreht. Das erste Modell, der Elektro-SUV E20X1 wird Ende des Jahres auf den Markt kommen.

Konsequent treibt die Volkswagen Group China E-Mobilität voran: Bis 2025 wird eine Summe von rund zehn Milliarden Euro für die Industrialisierung der E-Mobilität bereitgestellt. 40 lokal produzierte E-Modelle sollen bis dahin angeboten werden. Auf der Beijing Motor Show im April kündigte Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, zudem an, dass bis 2021 in mindestens sechs Werken in China Elektrofahrzeuge gebaut werden, um den chinesischen Markt zu bedienen. Gleichzeitig bereitet sich die Volkswagen Group China darauf vor, im Jahr 2025 1,5 Mio. E-Fahrzeuge im Reich der Mitte verkaufen zu können.

Die Lust auf ein SUV-Fahrzeug wächst auch in China. Das spiegelt sich in der Erweiterung der Produktpalette der Marken wider: In den Jahren 2018 bis 2020 kommen zwölf Volkswagen SUV-Modelle, sechs ŠKODA SUV-Fahrzeuge und bis 2022 zehn Audi SUV-Fahrzeuge zusätzlich auf den Markt. Es wird erwartet, dass im Jahr 2020 mindestens 40 Prozent aller verkauften Konzern-Fahrzeuge in China SUVs sein werden. Allein im jüngst eröffneten FAW-Volkswagen Werk Tianjin können künftig jährlich 300.000 SUV-Modelle vom Band rollen.

Neben diesen Entwicklungen wird in Beijing aber schon viel weiter in die Zukunft geschaut. Anfang des Jahres hatte Volkswagen ein Zeichen für sein nachhaltiges Engagement in China gesetzt und in Peking das Future Center Asia eröffnet. Es bildet mit den Volkswagen Group Future Centers in Potsdam und Belmont, Kalifornien, ein Netzwerk, das Ideen für neue Mobilitätslösungen entwickeln soll, die über rein automobile Konzepte hinausgehen. „Das Future Center Asia ist ein strategischer Schritt zur Weiterentwicklung der Mobilität in China", sagt Jochem Heizmann. „Das hohe Tempo, mit dem unsere chinesischen Kunden die Digitalisierung und Elektrifizierung annehmen, muss sich in Konstruktionen und Dienstleistungen widerspiegeln. Wir möchten uns wandeln vom reinen Automobilhersteller zu einem Anbieter nachhaltiger Mobilität.“

Volkswagen als Teil der chinesischen Gesellschaft

Nach mehr als dreißig Jahren ist das Band der Zusammenarbeit zwischen Volkswagen und seinen chinesischen Partnern so stark wie noch nie. Über 35 Millionen Chinesen haben sich bisher für ein Modell aus dem Volkswagen Konzern entschieden. Rund 100.000 Menschen sind bei der Volkswagen Group China beschäftigt, weitere 380.000 arbeiten für rund 3.000 Händler. „Wir wollen ein starker und verlässlicher Partner sowohl der chinesischen Automobilindustrie sein als auch der Gesellschaft als Ganzes“, sagt Heizmann. Der Grundstein dafür wurde vor 40 Jahren in Wolfsburg gelegt.

Verbrauchskennzeichnungen

  • 1 Das Fahrzeug wird nicht zum Verkauf in Europa angeboten und unterliegt daher nicht der Richtlinie 1999/94/EG.
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