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  6. E-Mobilität und autonomes Fahren: Volkswagen investiert Milliarden

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44 Milliarden für die Mobilität von morgen

Volkswagen will zum weltweit führenden Anbieter nachhaltiger Mobilität werden. Um dieses Ziel konsequent umzusetzen, investiert der Konzern in den kommenden fünf Jahren knapp 44 Milliarden Euro in Zukunftsfelder.

Knapp 44 Milliarden Euro für E-Mobilität, autonomes Fahren, neue Mobilitätsdienste und die Digitalisierung von Fahrzeugen und Werken. Das hat heute der Aufsichtsrat der Volkswagen AG beschlossen. Noch stärker als bisher fokussiert sich Volkswagen damit auf die großen Zukunftsthemen. Künftig machen sie ein Drittel der Gesamtinvestitionen aus.

Volkswagen werde konsequent auf saubere Mobilität ausgerichtet, stellte nach der Sitzung der Vorstandsvorsitzende Herbert Diess klar. „Und auch die Produktionsstätten bauen wir für unsere E-Offensive aus.“  

E-Standorte entstehen, E-Modellpalette wächst, Kosten fürs E-Auto sinken

Beschlossen wurde in der jüngsten Planungsrunde des Aufsichtsrats nämlich, dass die Werke in Emden und Hannover werden zu E-Standorten umgebaut werden. Damit entsteht zusammen mit Zwickau der größte Verbund zur Produktion von E-Fahrzeugen in Europa.

Darüber hinaus werden aus den aktuell sechs batterieelektrischen Modellen, die Volkswagen heute im Programm hat, bis 2025 mehr als 50 werden. Der Anteil von reinen E-Autos am Modellportfolio wird dann zwischen 20 und 25 Prozent betragen.

Bereits ab 2020 wird Volkswagen das erste Modell auf dem neuen Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) auf die Straße bringen – der ID. wird eine neue Ära einläuten. Vor allem aber wird dieses E-Auto zum Preis eines heutigen Golf-Diesels zu bekommen sein – damit macht Volkswagen E-Mobilität massentauglich.

Und obwohl die Produktion von Elektrofahrzeugen weniger Produktionsschritte umfasst und folglich weniger Arbeitskräfte benötigt werden, soll es an den Standorten Emden und Hannover keine betriebsbedingten Kündigungen geben.  

Effizienz durch Mehrmarkenwerke

Mit einer klaren Plattformorientierung und deutlich weniger Komplexität in den Werken schafft Volkswagen die Voraussetzungen für mehr Effizienz und Produktivität. Stärker als bislang wird künftig auf Mehrmarkenwerke gesetzt.

Ein Beispiel: Da Emden zu einem reinen E-Standort wird, wird der Volkswagen Passat dort künftig nicht mehr produziert werden. Er wird in Zukunft im tschechischen Kvasiny entstehen, gemeinsam mit dem Skoda-Modell Superb – sie basieren auf einer Plattform.

Markenübergreifende Produktfamilien werden gebündelt, um maximale Synergien und Kostenvorteile zu nutzen. „So schöpfen wir das Potenzial des Volkswagen Konzerns voll aus“, sagte Produktionsvorstand Oliver Blume.

Ziel ist es, die Produktivität in der Produktion um 30 Prozent zu erhöhen. Gleichzeitig soll die Umweltbelastung der Fabriken – nach bereits guten Fortschritten in den vergangenen Jahren – in etwa halbiert werden.  

Diess setzt sich für die Energiewende ein

Volkswagen übernimmt Verantwortung für den Klimaschutz. So wird beispielsweise die Produktion in Zwickau künftig CO2-neutral sein – der ID. wird damit als gänzlich emissionsfreies E-Auto auf den Markt kommen.

„Elektromobilität allein ist aber noch kein wirksamer Klimaschutz. Um die CO2-Bilanz wirklich zu verbessern, brauchen wir neben der Verkehrswende auch eine Energiewende“, appelliert Diess auf seinem LinkedIn-Kanal. „Heute nutzen wir in Deutschland zu 60 Prozent konventionelle Energieträger – das muss sich ändern.“

Gemeinsam stark

Für die Gestaltung der Zukunft sind für Volkswagen auch Partnerschaften ein wesentlicher Hebel. Die Gespräche mit Ford über eine industrielle Kooperation kommen gut voran – beide Unternehmen ergänzen sich sehr gut sowohl bei den Produkten und in den Regionen.