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Trauzeuge für das eigene E-Auto

Er ist umweltfreundlich und sparsam: der e-Golf*. Die Gläserne Manufaktur Dresden gewährt Kunden nun einen besonderen Blick hinter die Kulissen. Denn Sven Zeuke hat bei der Fertigung seines Autos nicht nur zugeschaut.  

Die Gläserne Manufaktur bietet e-Golf* Kunden die Möglichkeit, die Fertigung ihres Autos am Ort seiner Entstehung hautnah mitzuerleben. Sie dürfen auch selber mal Hand anlegen.


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Hinweis nach Richtlinie 1999/94/EG in der jeweils gegenwärtig geltenden Fassung: Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Straße 1, D-73760 Ostfildern oder unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.


*e-Golf: Stromverbrauch, kWh/100 km: kombiniert 14,1 (17-Zoll) - 13,2 (16-Zoll); CO₂-Emission kombiniert, g/km: 0; Effizienzklasse: A+

Gläserne Manufaktur Dresden | e-Golf selbst bauen

Zwölf Minuten soll sie dauern, 30 Schrauben sind es bis zum Ziel. Die Hochzeit. Dresden, 15.56 Uhr Ortszeit. Trauzeuge Zeuke drückt den Startknopf. Vollautomatisch vereinen Schrauben Antriebsstrang und Fahrgestell. Nicht ganz so romantisch wie vor dem richtigen Altar, aber doch aufregend.

Gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Fertigung begutachtet Sven Zeuke (r.) seine Arbeit am Kühlerschutzgitter

Sven Zeuke, 49 Jahre, gelernter Industrieelektroniker, steht in der Gläsernen Manufaktur. Er ist über Nacht quer durch die Republik gefahren, um bei der Fertigung seines e-Golf* mitzuhelfen. „Direkt nach dem Tatort bin ich los“, sagt der Rheinländer. „Von Waldbröl mit der Bahn nach Siegen und dann mit dem Bus hierher.“ Geplant war es anders. Dann kam etwas dazwischen. „Um es noch zu schaffen, blieb am Ende nur die Anreise mit dem Bus.“ Ankunft in Dresden: 6.24 Uhr. Mit bester Laune. „Die Busfahrt kann ich nur empfehlen“, sagt Zeuke. „Zum Schlafen kommt man aber eher nicht.“

Ankommen in der Welt der Elektromobilität

Nun sitzt er im Atelier der Gläsernen Manufaktur. Ein Raum mit Panoramablick auf den Großen Garten, Dresdens grüne Lunge. Die Kunden werden im Atelier empfangen. Zeuke sinkt in ein graues, halbkreisförmiges Sofa mit hohen Rückenlehnen. Auf einer Leinwand, ihm gegenüber, laufen Bilder, die ihm eine Idee davon geben, was ihn heute erwartet. Auf dem Tisch: ein kleines Frühstück. Zeuke sieht müde aus, aber glücklich. Gleich beginnt seine persönliche Führung mit dem Produktexperten Ronny Freudenberg.

Das Erlebnispaket „Fertigungsbegleitung e-Golf“ ist das neueste Angebot der Gläsernen Manufaktur. Kauft der Kunde einen e-Golf, kann er es gleich dazubuchen. Kunden wie Sven Zeuke dürfen dann nicht nur sehen, wie der e-Golf entsteht, sondern selbst am eigenen Elektroauto schrauben. Natürlich wird er dabei fachmännisch angeleitet, auch wenn sich Zeuke sehr gut mit Elektroautos auskennt. „Ich kann Volkswagen auch zeigen, wie sich der e-Golf noch optimieren lässt“, sagt der Verfahrenstechniker scherzhaft.

In der Produktionshalle wartet der e-Golf von Sven Zeuke auf seinen Besitzer

Bis es soweit ist, muss er sich aber noch ein wenig gedulden. Gute Gelegenheit, um eine grundsätzliche Frage zu klären: Warum machen sie das, Herr Zeuke? Klare Antwort: „Wann hat man schon mal die Möglichkeit, bei der Fertigung des eigenen Autos live dabei zu sein – und dann auch noch selber daran schrauben zu dürfen?“, sagt er. Aufgeregt? Zeuke winkt ab. „Ein Auto ist für mich erst mal ein Gebrauchsgegenstand.“ Wirklich? Keine Vorfreude? „Doch. Natürlich. Ich sehe gleich zum ersten Mal die Farbe, die ich mir ausgesucht habe.“ Vor allem aber freue er sich auf die Hochzeit.

„Es ist schon etwas Besonderes, dabei zu sein, wenn Antriebsstrang und Karosserie sozusagen vermählt werden.“

Sven Zeuke

Führung durch die Fertigung

Sven Zeuke (l.) und Ronny Freudenberg (r.) inspizieren die Karosserie eines e-Golf

Die Führung geht los. Inmitten einer von Tageslicht durchfluteten Halle befindet sich die Fertigungslinie. Akkuschrauber surren, führerlose Transportsysteme liefern Fahrzeugteile an. Greifarme mit Karosserien schweben über die Köpfe von Arbeitern in weißen Overalls hinweg. In zwei Schichten fertigen die Monteure täglich 72 Fahrzeuge. Im vergangenen Jahr hat die Gläserne Manufaktur mit 13.735 produzierten e-Golf einen neuen Produktionsrekord aufgestellt.

Dabei ist die Gläserne Manufaktur mehr als ein produzierender Standort des e-Golf. Seit zwei Jahren entwickelt sie sich zum Schaufenster für Elektromobilität und Digitalisierung von Volkswagen. Der Name ist, ganz abgesehen von der transparenten Architektur, wörtlich zu verstehen: Elektromobilität und der digitale Wandel in der Automobilbranche werden hier für Besucher nicht nur sichtbar, sondern auch erlebbar. In der Erlebniswelt sind stets mehrere Exponate zu sehen – etwa seit Anfang Februar der SEDRIC, ein Konzeptfahrzeug für das Autonome Fahren. Mittlerweile ist die Gläserne Manufaktur auch ein Testlabor für Innovationen, in dem Softwareentwickler an Mobilitätslösungen der Zukunft arbeiten und Fachleute mit Robotern experimentieren.

Sven Zeuke steuert unter fachmännischer Aufsicht das Hebezeug

In der Fertigungshalle schwebt die Karosserie von Zeukes e-Golf herbei. Die Farbe: Atlantic Blue Metallic. Der zukünftige Halter schaut andächtig zu, während das Hebezeug die Instrumententafel in Position bringt. Er beginnt sie unter Anleitung in seine Karosserie zu schrauben. Fertig. Anschließend darf Zeuke an den Joystick, um das Hebezeug zurückzufahren. Plötzlich entweicht zischend Luft aus den Ventilen. Zeuke macht unbeirrt weiter, hat sichtlich Spaß. Konzentriert beobachtet er, wie das Hebezeug seine Befehle am Joystick umsetzt.

Seine erste Begegnung mit dem e-Golf hatte er 2016. „Das war eine Probefahrt mit dem früheren Modell“, sagt Zeuke. „Der e-Golf* hatte da noch eine kleinere Batterie.“ Und dann kam das Modell mit einer deutlich höheren Reichweite. „Da war auch die Umtauschprämie schon in aller Munde“, erinnert sich der Elektro-Fan. Also organisierte er wieder eine Probefahrt. „Das Fahrwerk ist gut“, stellt Zeuke fest. „Mir ist aber auch wichtig, bequem zu sitzen und Spaß zu haben, wenn ich auf einer Landstraße fahre.“

Austausch unter Profis

Nach dem Mittagessen inspizieren Kunde und Produktexperte einen fertigen e-Golf. Sie sprechen über die Funktionsweise der Wärmepumpe, die für die Heizung und Klimaanlage benötigt wird, über ihren Anteil am Verbrauch im Sommer, im Winter. „Die meisten Kundenfragen“, sagt Freudenberg, „beziehen sich auf die Reichweite und Ladeinfrastruktur.“ Am heutigen Tag liege der Fall etwas anders. „Herr Zeuke kennt sich mit den Fahrzeugen sehr gut aus“ sagt der Produktexperte. „Der Austausch auf so hohem Niveau macht Spaß.“

Nach dem Mittagessen inspizieren Kunde und Produktexperte einen fertigen e-Golf. Sie sprechen über die Funktionsweise der Wärmepumpe, die für die Heizung und Klimaanlage benötigt wird, über ihren Anteil am Verbrauch im Sommer, im Winter. „Die meisten Kundenfragen“, sagt Freudenberg, „beziehen sich auf die Reichweite und Ladeinfrastruktur.“ Am heutigen Tag liege der Fall etwas anders. „Herr Zeuke kennt sich mit den Fahrzeugen sehr gut aus“ sagt der Produktexperte. „Der Austausch auf so hohem Niveau macht Spaß.“

Zeuke ist überzeugt: „Der Weg, den Volkswagen in Sachen Elektromobilität eingeschlagen hat, wird für die nächsten zehn Jahre der sein, der uns im Alltag bewegt.“ Und was sagt er zum Thema Reichweite und Ladeinfrastruktur? „Ich fahre vor allem kurze Strecken, die Größe der Batterie ist da nicht so entscheidend.“ Wichtiger sei für ihn eine zuverlässige Infrastruktur. „Ich würde lieber dort laden, wo ich hinwill, als das Auto dort hinfahren zu müssen, wo eine Ladesäule ist.“ Die Infrastruktur sei momentan eine der größten Herausforderungen.

Endlich ist es soweit. Zweite Station. Die Hochzeit. Zeukes Karosserie thront über dem Parkettboden aus kanadischem Bergahorn. Führerlose Transportsysteme liefern den Antriebsstrang, der mit dem Chassis verschraubt wird. Nach der Vereinigung läuft das Band weiter. Zehn Schrauben kommen im nächsten Produktionsschritt noch hinzu. Es ist heute das 45. Fahrzeug, 27 werden bis zum Ende des Tages noch folgen.

Gründe für ein Elektroauto kennt Zeuke viele. „Wir haben eine eigene Photovoltaikanlage“, sagt er. „Was gibt es Besseres, als die eigene, überschüssige Energie für das Auto zu nutzen?“ Ein weiterer Aspekt: Unabhängigkeit von Energiepreisen. Meist fahre er ohnehin nur Kurzstrecke, „Kindertaxi“, wie er es nennt. „Und vielleicht mal nach Köln.“ Dann legt er mit dem Wagen eine Strecke von 100 Kilometern zurück. „Und“, sagt Zeuke, „es geht mir auch schon ums Grüne.“

Ein Abschied auf Zeit

Sven Zeuke schraubt das Kühlerschutzgitter seines e-Golf an

Die Führung neigt sich dem Ende. An seiner dritten und letzten Station darf Zeuke das Kühlerschutzgitter anschrauben. „Es bildet mit dem Logo ein Teil des Gesichts vom e-Golf“, sagt Ronny Freudenberg. In einer Welt, die dem Kunden sonst verschlossen bleibt, findet sich Zeuke zunehmend besser zurecht. Er blickt auf mehrere Akkuschrauber. Sie alle haben unterschiedliche Drehmomente, je nachdem um welches Teil es geht, wird ein anderer Schrauber genutzt. Bunte Punkte auf dem Werkzeug zeigen an, welcher Akkuschrauber für den Unterboden oder das Kühlerschutzgitter ist. „Das Werkzeug hätte ich auch gerne zu Hause“, sagt Zeuke und lacht. Nachdem er das Kühlerschutzgitter angeschraubt hat, streicht er behutsam mit der Hand über das Volkswagen Logo.

Zeuke zeigt sich beeindruckt von der Manufaktur – und begeistert über seinen e-Golf*. Und, Herr Zeuke? Ist das Auto immer noch nur ein Mittel zum Zweck? Ja, aber es ist eine Bindung entstanden“, sagt Zeuke und lässt zum Abschied den Blick durch die hell erleuchtete Fertigungshalle schweifen. In zwei bis drei Wochen kann er den e-Golf bei seinem Händler abholen.

*e-Golf: Stromverbrauch, kWh/100 km: kombiniert 14,1 (17-Zoll) - 13,2 (16-Zoll); CO₂-Emission kombiniert, g/km: 0; Effizienzklasse: A+