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Elektromobilität hat Priorität

Grünen-Chef Robert Habeck und Volkswagen-CEO Dr. Herbert Diess plädieren im gemeinsamen Interview für einen konsequenten Schulterschluss, um E-Autos zum Durchbruch zu helfen.

Volkswagen-CEO Dr. Herbert Diess und Grünen-Chef Robert Habeck haben sich einmütig dafür ausgesprochen, die Elektro-Mobilität als Antriebstechnologie in Politik und Wirtschaft gezielt voranzutreiben. „Wir brauchen Klarheit: Wir müssen jetzt konsequent auf E-Mobilität setzen, wenn wir die Klimaziele noch erreichen wollen“, sagte Habeck beim gemeinsamen Interview mit der Tageszeitung DIE WELT. „Die Zeit läuft uns davon. Darum bin ich für eine klare strategische Entscheidung“, so der Grünen-Politiker weiter. „Wir sollten da, wo es um politische Förderung geht, die Priorität auf die elektrische Mobilität setzen, und zwar aus pragmatischen Gründen“, erklärte Diess. Die Entwicklung mehrerer Ladeinfrastrukturen für  verschiedene Technologien sei zu kostspielig. „Alle Indikatoren sprechen dafür, dass E-Mobilität kurz- und mittelfristig die leistungsfähigste alternative Technologie ist. Es geht darum, die festgelegten Klimaziele zu erreichen. Dafür müssen wir jetzt zielgerichtet handeln“, so Diess.

Angeregte Diskussion: Diess und Habeck beim Gedankenaustausch
Bild: © Martin U. K. Lengemann/WELT

Habeck sprach sich zudem für den schnellen Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektroantriebe, die Beschleunigung des Stromnetzausbaus sowie einen Umbau des Steuersystems aus: „Rein elektrische Fahrzeuge zahlen weniger oder keine, Spritschlucker mehr. Ein solches System ist sozial gerecht und kann ökologisch lenken.“ Absehbar solle das Dienstwagenprivileg laut Habeck nur noch für emissionsfreie Fahrzeuge gelten. „Damit hätte man einen starken Anreiz, die Fahrzeugflotte ökologisch umzurüsten.“ Diess plädierte dafür, vor allem den Kohleanteil in der Stromproduktion zügig zu verringern. „Es macht keinen Sinn, Elektroautos zu fahren, wenn Kohlekraftwerke den Strom erzeugen.“

Günstige E-Kleinwagen als Herausforderung

Unterhaltsame Atmosphäre: Diess und Habeck inmitten von Volkswagen Modellen in der Konzernzentrale
Bild: © Martin U. K. Lengemann/WELT

Uneinigkeit zwischen beiden herrschte vor allem bezüglich möglicher Verkehrsregulierungen durch Straßengebühren („Road Pricing“). Um  Elektromobilität auch für Einkommensschwächere im unteren Preissegment erschwinglich zu machen, appellierte Diess  an die Politik, zu „überlegen, wie man die kleinen Autos fördern kann, weil das ökologisch der richtige Weg wäre.“ Habeck forderte dagegen Diess auf, bis 2025 ein E-Mobil für unter 20.000 Euro anzubieten, andernfalls werde Volkswagen aus seiner Sicht im Markt scheitern.

Das Gespräch erscheint in einer 40-seitigen Schwerpunktausgabe der Tageszeitung DIE WELT zum Thema „Mobilität der Zukunft“. Die inhaltliche und optische Gestaltung der Sonderausgabe hat Dr. Herbert Diess, CEO des Volkswagen Konzerns, am Vortag als Gast-Chefredakteur am Berliner Sitz der Tageszeitung gemeinsam mit WELT-Chefredakteur Ulf Poschardt  begleitet. 

Im Zwiegespräch: Jürgen Resch (li.), Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, und Thomas Steg, Generalbevollmächtigter des Volkswagen Konzerns für Außenbeziehungen und Nachhaltigkeit
Bild: © Martin U. K. Lengemann/WELT

In einem weiteren Interview des Themenschwerpunkts stritten Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, und Thomas Steg, Generalbevollmächtigter des Volkswagen Konzerns für Außenbeziehungen und Nachhaltigkeit, über Euro-6-Diesel-Fahrzeuge und Nachrüstungen, Fahrverbote und die richtige Strategie für die Elektro-Ära. Resch kritisierte, der Volkswagen Konzern setze immer noch viel zu sehr auf schwere SUVs und verschlafe die Entwicklung hin zu E-Mobilität gegenüber der Konkurrenz.

Steg betonte demgegenüber, Volkswagen setze zum genau richtigen Zeitpunkt auf den Wechsel hin zur Elektromobilität. „Nicht immer kommt der zuerst ins Ziel, der als erster los läuft“, so Steg. „Wir werden Schrittmacher sein. Ich gebe hiermit das Versprechen ab, dass wir die Elektromobilität gewissermaßen demokratisieren werden. Volkswagen wird Elektroautos für unter 30.000 Euro und weniger anbieten. Damit wird Elektromobilität für den größten Teil der Menschen erschwinglich.“

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