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  6. Formel E in Berlin: Alles Wichtige zum Rennen auf dem Tempelhofer Feld

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Formel E in Berlin – Heimspiel an historischem Ort

Formel E

Die Formel E kommt nach Deutschland. In Berlin will das Werksteam der Volkswagen Marke Audi mit dem Audi e-tron FE05 am 25. Mai die Erfolgsgeschichte in der ersten rein elektrischen Rennserie fortsetzen.

Auf dem ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof findet bereits zum vierten Mal ein Formel E-Rennen statt.

Nachhaltig, effizient, innovativ. Seit der Einführung der Formel E als erste rein elektrische Rennserie der Motorsportwelt im Jahr 2014, erfreuen sich die Läufe mit den vollelektrisch angetriebenen Fahrzeugen weltweit immer größerer Beliebtheit. Beispiel Berlin: Wenn hier am 25. Mai der zehnte Lauf der ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft startet, werden über das gesamte E-Prix-Wochenende mehrere zehntausend Zuschauer am historischen Veranstaltungsort auf dem 2008 stillgelegten Flughafen Tempelhof im Süden der Stadt erwartet.

  • Berlin als Austragungsort

    Berlin ist seit dem Start der Elektro-Rennserie vor fünf Jahren jährlich Austragungsort des einzigen deutschen E-Prix der Saison. Das Premierenrennen im Mai 2015 war das erste Autorennen in der Hauptstadt seit der Schließung der AVUS-Rennstrecke 1998 im Südwesten Berlins. Das ehemalige Flughafengelände Tempelhof diente dabei viermal als Austragungsort. Der Flughafen Berlin-Tempelhof war einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands und nahm 1923 den Linienverkehr auf. Er war bis zu seiner Schließung am 30. Oktober 2008 einer von drei internationalen Verkehrsflughäfen im Großraum Berlin und trug die Bezeichnung Zentralflughafen. Nur einmal – in der Saison 2015/ 2016 – musste die Formel E auf die Karl-Marx-Allee in Berlin-Mitte ausweichen. Der Grund: Der Berliner Senat quartierte die Elektroserie um, damit mehr als 5.000 Flüchtlinge die alten Flugzeughangars als Notunterkunft nutzen konnten.

Vor den Toren der alten Flugzeughangars und in unmittelbarer Nähe zum Tempelhofer Feld müssen die Fahrer beim Berliner E-Prix in diesem Jahr bei eine Streckenlänge von 2,375 Kilometern jede Runde zehn Kurven absolvieren. Das Rennen dauert 45 Minuten plus einer Zusatzrunde. Das Besondere an Berlin:  Zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte der Formel E erstreckt sich ein einzelner Saisonlauf über zwei Tage – zwei Trainingssessions am Freitag (24. Mai 2019), das Qualifying und das Rennen am Samstag (25. Mai 2019). Normalerweise finden alle Rennveranstaltungen an einem einzigen Tag statt.

  • Freies Training

    An jedem Renntag gibt es zwei freie Trainingsläufe, bei denen für eine limitierte Anzahl an Runden auch die volle Leistung von 250 kW genutzt werden darf. Ausnahme Berlin: Zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte der Formel E erstreckt sich in der Hauptstadt ein einzelner Saisonlauf über zwei Tage – zwei Trainingssessions am Freitag (24. Mai 2019), das Qualifying und Rennen am Samstag (25. Mai 2019).

  • Qualifying

    Die 22 Fahrer werden gemäß aktuellem Meisterschaftsstand in vier Gruppen eingeteilt, wobei immer die Gruppe mit den Top-5-Fahrern beginnt. Pro Gruppe stehen sechs Minuten zur Verfügung, um eine möglichst gute Zeit zu erzielen. Nach der sogenannten „Outlap“ aus der Boxengasse und maximal einer Aufwärmrunde bei 200 kW/272 PS Leistung darf eine einzige „fliegende“ Runde bei vollen 250 kW/340 PS Leistung gefahren werden. Die sechs schnellsten Piloten, unabhängig aus welcher Gruppe, nehmen an der Super Pole teil, in der jeder Pilot noch einmal eine Runde mit voller Leistung (250 kW/340 PS) setzt, die zeitlich gemessen wird. Die Startaufstellung ergibt sich aus den Rundenzeiten der Super Pole (Platz 1–6) und der Gruppenphase (Platz 7–22).

  • E-Prix

    Das Rennen – oder der E-Prix – beginnt mit einem stehenden Start (keine Einführungsrunde). Die Fahrer stehen zunächst einige Meter hinter ihrer eigentlichen Startbox, um dann in diese vorzufahren. Die Renndauer beträgt 45 Minuten plus eine Runde. Die maximale Leistung im Rennmodus beträgt 200 kW/272 PS.  

  • Attack Mode

    Wichtig ist die sogenannte Aktivierungszone: Passiert der Fahrer diese Zone auf der Strecke, erhöht sich die Leistung seines Autos kurzzeitig auf 225 kW/306 PS. Die Anzahl der Aktivierungen und deren Dauer wird für jedes Rennen individuell festgelegt und von der FIA kurz vor Rennstart bekannt gegeben.

  • FanBoost

    Fans der Formel E haben die Möglichkeit, ihre Lieblingsfahrer mit einem Vorteil im Rennen zu unterstützen. Dazu können sie ab sechs Tage vor dem Rennen bis zur 15. Rennminute über Twitter, die offizielle Formel-E-Website und die Formel-E-App abstimmen. Die fünf Fahrer mit den meisten Stimmen erhalten den sogenannten FanBoost. Dieser kann ab der 22. Rennminute aktiviert werden und erhöht die Leistung kurzzeitig auf 250 kW/340 PS.

  • Punkte

    Die Top 10 jedes Rennens erhalten Punkte nach dem offiziellen System der FIA:

    Platz 1: 25 Punkte
    Platz 2: 18 Punkte
    Platz 3: 15 Punkte
    Platz 4: 12 Punkte
    Platz 5: 10 Punkte
    Platz 6: 8 Punkte
    Platz 7: 6 Punkte
    Platz 8: 4 Punkte
    Platz 9: 2 Punkte
    Platz 10: 1 Punkt

    Der Fahrer mit der schnellsten Rennrunde erhält einen weiteren Punkt, wenn er gleichzeitig einen Platz in den Top Ten belegt und während seiner schnellen Runde den FanBoost nicht genutzt hat.

  • Meisterschaft

    Die Formel E beinhaltet sowohl eine Fahrer- als auch eine Teamwertung. Die Punkte der jeweiligen Fahrer setzen sich aus ihren Ergebnissen in den Rennen zusammen. Die Punkte beider Piloten eines Teams werden über die Saison zusammengezählt und fließen in die Teamwertung ein.

  • Reifen

    Der offizielle Reifenlieferant Michelin stellt jedem Fahrer pro Renntag zwei Sätze neuer Vorder- und Hinterreifen bereit. Die Reifen sind profiliert.

  • Saisonrennen

    Insgesamt gibt es in der Saison 2018/2019 13 Rennen in zwölf Metropolen. Die einzelnen Läufe finden in Ad Diriyah (Saudi-Arabien), Marrakesch (Marokko), Santiago de Chile (Chile), Mexiko-Stadt (Mexiko), Hongkong (Hongkong), Sanya (China), Rom (Italien), Paris (Frankreich), Monaco (Monaco), Berlin (Deutschland), Bern (Schweiz) und New York (USA) statt.

Die deutsche Mannschaft Audi Sport ABT Schaeffler erfolgreichstes Team der Formel E

Mittendrin: das Team Audi Sport ABT Schaeffler. Mit der Mannschaft um die Rennfahrer Daniel Abt und Lucas di Grassi stellt der Volkswagen Konzern derzeit das erfolgreichste Team im internationalen Starterfeld der Formel E. In den 54 bisher ausgetragenen Rennen holte Audi Sport ABT Schaeffler mit 39 Podestplätzen so viele wie kein anderes Team und hat als erste Mannschaft mit 1.027 Zählern die Marke von 1.000 Punkten durchbrochen. In der dritten Saison (2016/2017) wurde Lucas di Grassi nach einem dritten und einem zweiten Platz in den vorangegangenen Saisons zum ersten Mal Formel-E-Champion. In der vierten Saison (2017/2018) feierte Audi Sport ABT Schaeffler den Titel in der Teamwertung. Audi war außerdem der erste deutsche Automobilhersteller, der mit einem eigenen Werksteam in die Formel E einstieg.

Im zehnten Lauf der Saison und im 55. Rennen der Formel-E-Geschichte soll die Erfolgsgeschichte rund um das deutsche Audi Team des Volkswagen Konzerns in Berlin fortgesetzt werden. Und die Fahrer freuen sich auf das deutsche Heimspiel. Nicht nur, weil Daniel Abt und Lucas di Grassi im Jahr 2018 sowohl Sieg, zweiter Platz, Pole-Position als auch schnellste Rennrunde auf dem historischen Gelände gelang. Erst an fünf Rennwochenenden in der bisherigen Formel-E-Geschichte ging das Team Audi Sport ABT Schaeffler komplett leer aus. In Berlin holten Daniel Abt und Lucas di Grassi dabei insgesamt fünf Podiumsplätze.

Deutsches Heimspiel beim E-Prix in Berlin

Für Daniel Abt bedeutet das Rennen vor heimischer Kulisse deshalb etwas ganz Besonderes: „Berlin ist für mich wie ein Pokalspiel während der Bundesligasaison: Das Rennen hat eine ganz besondere Bedeutung und seine ganz eigenen Gesetze. Ich fühle mich einfach wohl in der Stadt und in Tempelhof, die Unterstützung der vielen Fans gibt mir schon einen Boost, bevor wir das erste Mal auf die Strecke gehen“, sagt der 26-Jährige. „Die ganzen positiven Gedanken aus der vergangenen Saison sind noch immer präsent. Natürlich fangen wir am Freitag wieder alle bei null an, aber trotzdem: Wir wissen, wie man in Berlin Pokale holt und gewinnt.“

Der Audi e-tron FE05 als Startschuss für die E-Offensive von Audi

Ein Garant für den Erfolg ist auch der Audi e-tron. Nachdem mit dem Audi e-tron FE04 – dem ersten vollelektrischen Rennauto der Marke – in der Saison 2017/2018 bereits die Meisterschaft gelang, bereitete sich der Volkswagen Konzern mit der Weltpremiere der neuen Generation des Audi e-tron FE05 im September 2018 auch auf die veränderten Reglements in der Formel E vor. Denn erstmals seit Gründung der Serie im Jahr 2014 kommt in der neuen Saison 2018/2019 nur noch ein Rennauto pro Fahrer zum Einsatz. Der obligatorische Autowechsel während des Rennens entfällt, da die Batterie inzwischen für die gesamte Renndistanz von 45 Minuten ausreicht.

Eines der großen Highlights des Audi e-tron FE05 ist der Antriebsstrang des Wagens. Dem einzigen Bauteil in der Formel E, an dem Veränderungen möglich sind. Denn in der Formel E müssen alle Teams die gleichen, einheitlichen Chassis nutzen. Auch Batterie, Reifen oder Bremsen sind für alle Teams und Hersteller gleich. Mit der Runderneuerung von 95 Prozent aller Teile des Antriebsstrangs – bestehend aus Motor, Getriebe, Teilen der Aufhängung und der entsprechenden Software – verringert sich das Gewicht vom Antriebsstrang des Audi e-tron FE05 nicht nur um zehn Prozent gegenüber seinem Vorgänger. Die neue Generation des Audi e-tron FE05 kommt auch ohne Heckflügel aus und sieht damit sehr futuristisch aus.

Der Volkswagen Konzern und ihre Marken setzen auf die Elektromobilität

Audi hat im September 2018 mit der Einführung des neuen Audi e-tron seine weltweite Elektrifizierungsoffensive gestartet. Bis 2025 wird die Marke zwölf Automobile mit reinem Elektro-Antrieb auf den wichtigsten Märkten der Welt anbieten. Damit folgt Audi konsequent der E-Mobilitätsstrategie des Volkswagen Konzerns. Für die E-Offensive investiert der Volkswagen Konzern kräftig in die Mobilität der Zukunft: Bis Ende 2022 sollen mehr als 34 Milliarden Euro in die Zukunftsfelder Elektromobilität, autonomes Fahren, digitale Vernetzung und neue Mobilitätsdienste fließen. Bis 2025 will der Konzern bis zu drei Millionen reine Elektro-Autos pro Jahr bauen und verkaufen. Bis dahin sollen mehr als 80 neue, elektrifizierte Konzernmodelle auf den Markt kommen, darunter 50 reine Elektrofahrzeuge.