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„Mechatroniker werden zugleich Elektriker sein“

„Mechatroniker werden zugleich Elektriker sein“

Der Volkswagen Konzern macht seine Mitarbeiter fit für die Elektromobilität. Ein Besuch im Audi Bildungszentrum in Ingolstadt und im Volkswagen Werk Zwickau, wo das Training mit einer anspruchsvollen Befreiungsaktion beginnt.

Auf der Suche nach des Rätsels Lösung: Zum Zwickauer Trainingscenter gehören auch drei „E-Motion-Rooms“, in denen die Teilnehmer spielerisch die Geschichte der Elektromobilität kennenlernen.

Von draußen dringt das Klappern von Pferdehufen herein. Drinnen durchblättern vier Männer hastig ein Buch nach dem anderen, nehmen Bilder von der Wand, durchwühlen Schubladen. Irgendwo hier müssen die Informationen versteckt sein, von denen ihr Hinweisgeber gesprochen hat. 20 Minuten hat er ihnen gegeben, um das Rätsel zu lösen und sich zu befreien. Seitdem läuft der Countdown. Bei 7 Minuten, 3 Sekunden öffnet Gerd Schick ein Schränkchen rechts der Tür und findet das letzte Puzzleteil. „Gute Leistung“, lobt Hinweisgeber und Trainer Frank Schönfelder. „Ihr seid weiter.“

Was nach einem privaten Ausflug in einen Escape Room klingt, ist tatsächlich Teil der Elektrooffensive von Volkswagen. In Zwickau beginnt bereits im Herbst die Produktion des kompakten ID.* – deshalb gehört das sächsische Werk zu den ersten Standorten, die ihre Mitarbeiter im großen Stil für die Elektromobilität qualifizieren. Allein 3.000 Beschäftigte absolvieren das Trainingscenter E-Mobilität, in dem sie sich auf die neuen Anforderungen in der Produktion vorbereiten. „Wir wollen nicht nur informieren und trainieren, sondern auch begeistern“, sagt Daniel Stolka von der Volkswagen Lean Akademie, die die Qualifizierung gemeinsam mit dem Volkswagen Bildungsinstitut und dem Trainingscenter Zwickau entwickelt hat. Daher der spielerische Einstieg, bei dem die Teilnehmer in drei „E-Motion-Rooms“ durch die Geschichte der Elektromobilität reisen – vom 19. ins 21. Jahrhundert.

So funktioniert ein Elektroauto: Trainer Frank Schönfelder erklärt es.

Gerd Schick und seine Kollegen arbeiten sich durch die Trainingsstationen. Sie sehen Filme über Batterieproduktion und Schnellladen, lösen Quizaufgaben zum Thema Arbeitssicherheit und lernen den Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) kennen. Die neue Plattform ist die Basis für die kommende Generation von E-Modellen, mit der Volkswagen der Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen will. Alltagstaugliche Reichweiten, großer Innenraum und bezahlbare Preise sollen dazu beitragen.

Künftig werden in Zwickau ausschließlich MEB-Fahrzeuge vom Band rollen – die Plattform wird also auch für Schick zur Grundlage seiner Arbeit. In fast 30 Jahren bei Volkswagen Sachsen hat Schick bereits die Umstellung vom Trabant auf den Golf erlebt. Nun jagt ihm auch der Aufbruch in die Elektromobilität keinen Schrecken ein. „Auto ist Auto“, stellt er trocken fest.  

Das Volkswagen Werk Zwickau bereitet sich auf die Elektromobilität und die Fertigung des neuen ID. vor.
Insgesamt werden 7.700 Mitarbeiter für diese Transformation umgeschult.


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Hinweis nach Richtlinie 1999/94/EG in der jeweils gegenwärtig geltenden Fassung: Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Straße 1, D-73760 Ostfildern oder unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

Werk Zwickau – Qualifizierung der Mitarbeiter für E-Mobilität

Ausbildung am Messlabor: die angehenden Kfz-Mechatroniker Max Pfaffenzeller (li.) und Andreas Hüttinger.

Szenenwechsel. Das Bildungszentrum von Audi in Ingolstadt. Die angehenden Kfz-Mechatroniker Andreas Hüttinger (16) und Max Pfaffenzeller (18) beugen sich über eine Tafel mit Schaltverbindungen. Sie sehen rote  und schwarze Kabel, graue Kästen. Mit einem Messgerät prüfen sie den Stromfluss. Das Ergebnis: nichts. Alles sicher also. Max nickt Andreas zu. Sie haben ihre erste Aufgabe erledigt.

Seit zwei Jahren kommt an den Audi Standorten Ingolstadt und Neckarsulm keiner mehr an dem kleinen Messlabor vorbei. Zumindest niemand, der eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker beginnt. „Der Beruf verändert sich schneller als Sie gucken können“, sagt Bildungstrainer Rupert Kaindl. Nicht nur die Leidenschaft fürs Schrauben werde künftig einen guten Mechatroniker ausmachen, sondern auch das Verständnis für Elektrotechnik. „Strom ist nicht zu sehen und nicht zu greifen. Deshalb müssen Mechatroniker immer öfter in abstrakten Modellen denken. Mechatroniker werden in Zukunft zugleich Elektriker sein. Genau das wollen wir in der Ausbildung vermitteln.“  

Der Volkswagen Konzern macht seine Mitarbeiter fit für die Elektromobilität. Ein Besuch im Audi Bildungszentrum in Ingolstadt, wo Auszubildende durch innovative Schulungsmethoden lernen.

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Fit für E-Mobilität – Digitale Lernformen bei Audi

Auszubildender Max Pfaffenzeller trainiert mit Bildungstrainer Siegmund Singer in der virtuellen Realität.

Als „Hybrid-Lernkonzept“ beschreibt Kaindl das Training zur Elektromobilität bei Audi. Hybrid – das bedeutet: Die Schulung verbindet digitale mit analogen Methoden, Theorie und Praxis. Oft lernen die Ausbildenden am Tablet in ihrem eigenen Tempo – dann ist wieder Teamarbeit gefragt. „Am Anfang hatte ich die Befürchtung, dass Einzelne bei der Partnerarbeit abschalten könnten. Aber da habe ich mich geirrt. Vor allem in Zweier-Tandems nehmen die Auszubildenden sehr viel mit“, sagt Kaindl. Immer wieder gibt es Lernkontrollen, die für Feedback und Erfolgserlebnisse sorgen. So individuell das Lernen ist, so einheitlich ist das Ziel der Qualifizierung: Am Ende der Ausbildung soll jeder Kfz-Mechatroniker an Elektroautos arbeiten, sie außer Betrieb und auch wieder in Betrieb nehmen können.

Zuhause schraubt Azubi Andreas Hüttinger gern an dem Moped, das er sich vor einem Jahr gekauft hat. „Das ist für mich ein besonderes Gefühl.“ Auch im Beruf hat er es mit Verbrennungsmotoren zu tun – doch das wird immer seltener werden. „Audi setzt voll auf Elektro. Deshalb ist es für meine Zukunft wichtig, dass ich mich gut mit E-Antrieben auskenne“, sagt er. Ähnlich sieht es Julia Habermeier, die zusammen mit Andreas ihre Ausbildung begonnen hat. E-Autos seien doch sehr praktisch, sagt die 17-Jährige. „Man muss nicht mehr zum Tanken fahren, sondern kann die Batterie zuhause aufladen.“

Mehr als 300 Auszubildende haben das Hochvolttraining bisher durchlaufen – der Bedarf im Unternehmen ist hoch. „Wer mit Elektrofahrzeugen umgehen kann, ist in vielen Abteilungen gefragt – zum Beispiel in der Qualitätssicherung, in der Produktion oder in der Technischen Entwicklung“, sagt Kaindl. Dementsprechend gut sind die Zukunftsaussichten der Nachwuchskräfte. Längst werden viele Elemente des Hochvolttrainings auch in der Weiterbildung für erfahrene Kfz-Mechatroniker genutzt.  

Volkswagen Mitarbeiter Gerd Schick trainiert den Umgang mit Elektrotechnik. Künftig werden im Werk Zwickau ausschließlich E-Autos vom Band rollen – und damit auch für Schick zur Grundlage seiner täglichen Arbeit

Zurück nach Zwickau. Kaum vier Stunden nach Trainingsbeginn hält Gerd Schick zum ersten Mal die wichtigsten Bauteile der neuen Elektrofahrzeuge in der Hand – wenn auch nur in der virtuellen Realität. Trainer Schönfelder hat ihm eine Datenbrille aufgesetzt und zeigt ihm, wie er nach Ladegerät oder Klimakompressor greifen kann. Gelegentlich fasst er Schick an der Schulter, um ihn sanft in die richtige Richtung zu schieben. Nach wenigen Minuten bewegt sich der 56-Jährige sicher im virtuellen Raum. Er identifiziert die Anschlüsse für Kältemittelleitung und Hochvoltbatterie, er beantwortet Fragen. Die schroffe Küstenlandschaft hinter dem virtuellen Fenster nimmt er kaum wahr. „Das haben Sie gut gemacht“, sagt Schönfelder am Ende. Virtuelle Konfetti regnen herab. Schick lacht.

Im Bildungszentrum in Ingolstadt bereitet Audi angehende Kfz-Mechatroniker auf die Elektromobilität vor (v.li.): Max Pfaffenzeller, Bildungstrainer Rupert Kaindl, Andreas Hüttinger und Julia Habermeier.

Die letzten Trainingsstationen. Schick und seine Mitstreiter üben jetzt mit echten Steckern. An einer Tafel stellen sie zum ersten Mal Verbindungen zwischen Ladedose, Antrieb oder Leistungselektronik her. Leuchtende Lämpchen signalisieren ihnen, wenn sie richtig liegen. Die Stecker, sagt Schick, seien gar nicht so anders als beim Golf. Passt eine Verbindung nicht, dann merkt er es schon am Widerstand. „Es kann nichts passieren.“

Auch die Auszubildenden in Ingolstadt haben ihre Virtual-Reality-Schulung gemeistert. Jetzt stehen sie an einem blauen Audi e-tron** und sollen zeigen, wie gut sie schon an einem echten E-Auto arbeiten können. „Am Anfang geht es immer um Eure Sicherheit: Ihr müsst prüfen, ob am Hochvoltsystem Spannung anliegt“, ermahnt Trainer Kaindl. Max Pfaffenzeller nimmt das Messgerät. Gekonnt ermittelt er die Werte. Wie schon an der Übungs-Tafel: alles sicher. Zu Beginn seines zweiten Ausbildungsjahres hat sich der 18-Jährige für eine Spezialisierung in der System- und Hochvolttechnik entschieden. „Ich finde die Elektronik spannend“, sagt er. Was nach der Ausbildung für ihn kommen soll? „Am liebsten würde ich auf die Meisterschule gehen.“
 

  • Elektro-Offensive

    Neue Modelle: Der Volkswagen Konzern treibt den Systemwechsel in der individuellen Mobilität voran und bringt in den nächsten zehn Jahren fast 70 neue E-Modelle auf den Markt. Zu den neuen Elektrofahrzeugen gehören beispielsweise die Mitglieder der Volkswagen ID. Familie und der Audi e-tron. Allein bis 2023 investiert der Konzern mehr als 30 Milliarden Euro in die Elektromobilität.


    Neues Wissen: Mit vielen Qualifizierungsmaßnahmen bereiten die Marken ihre Mitarbeiter auf die Elektromobilität vor. Vor kurzem hat der Konzern herausragende Bildungsprojekte mit dem Education Award gewürdigt. Dazu gehörten das Trainingscenter E-Mobilität in Zwickau und das Hybrid-Lernkonzept für Kfz-Mechatroniker bei Audi. Eine international besetzte Jury hatte die besten Projekte in den Kategorien digitale Lernformen in der Berufsausbildung, digitale Lernformen in der Weiterbildung, technische Transformation und kulturelle Transformation ausgewählt.
     

Verbrauchskennzeichnung

* Volkswagen ID.: Studie

** Audi e-tron (Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 26,2 - 22,6* (WLTP); 24,6 - 23,7* (NEFZ); CO2-Emission kombiniert in g/km: 0*)

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