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  6. Industrial Cloud bei Volkswagen: FAQ

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Durchgängig digital

Die Volkswagen Industrial Cloud

Mehr Effizienz, mehr Transparenz, mehr Flexibilität: Mit der Volkswagen Industrial Cloud schafft der Konzern die Grundlage für eine Digitalisierung von Produktion und Logistik. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Was ist die Volkswagen Industrial Cloud?

In zwei Sätzen: Die Industrial Cloud vernetzt den globalen Produktionsverbund des Volkswagen Konzerns mit seinen 122 Fertigungsstätten, indem Produktion und Logistik durchgängig digitalisiert und die Daten zusammengeführt werden. So entsteht ein gigantisches Netzwerk, gespeist aus den Daten aller Maschinen, Anlagen und Systemen aus sämtlichen Fabriken, aus der gesamten Produktion und Logistik.

Was ist das Ziel der Volkswagen Industrial Cloud?

Das Ziel der Volkswagen Industrial Cloud ist es, einen gesamtheitlichen Blick auf alle Daten zu erhalten. Aus dieser Transparenz leiten sich dann Möglichkeiten für die Optimierung ab. Volkswagen wird noch schneller handlungsfähig, denn die Industrial Cloud ermöglicht eine smarte Steuerung in Echtzeit – und zwar zeitgleich in Wolfsburg und Shanghai, Chattanooga und Uitenhage.

Warum investiert Volkswagen in diese Technologie?

Die Volkswagen Industrial Cloud schafft die Möglichkeit, die Fertigung noch effizienter und flexibler zu machen, indem Abläufe und Prozesse optimiert werden. So schafft die Industrial Cloud eine wesentliche technologische Voraussetzung zur Erreichung der Produktivitätsziele.

Geht es vor allem um Einsparungen?

Kostenersparnis ist ein Effekt. Das Hauptziel liegt aber darin, schneller, transparenter und sicherer zu werden.

Wie profitiert der Konzern im Detail, gibt es konkrete Beispiele?

Die Vorteile der übergreifenden Vernetzung: Dazu zählen zum Beispiel eine effizientere Steuerung des Materialflusses, die frühzeitige Erkennung und Korrektur von Lieferengpässen und Prozessstörungen und eine optimierte Fahrweise von Maschinen und Anlagen. Konkrete Beispiele: Wenn ein Lkw im Stau steht, ein Bauteil fehlerhaft ist oder eine Maschine ausfällt, wissen sofort alle Beteiligten Bescheid. Über die Cloud sind alle Informationen verfügbar.

Was sind die technischen Herausforderungen?

Die IT auf der Fertigungsebene von Maschinen, Anlagen und Systemen unterscheidet sich in Teilen von Standort zu Standort. Für die Industrial Cloud wird diese IT, über alle 122 Fertigungsstätten des Volkswagen Konzerns hinweg, einheitlich gestaltet und verknüpft.

Was bedeutet die Industrial Cloud für die Fabrik der Zukunft?

Der Volkswagen Konzern schaltet mit dieser Lösung Industrie 4.0 live. Die cloudbasierte Plattform mit ihrem vereinfachten Datenaustausch ist eine entscheidende Voraussetzung, um Innovationen schnell und standortübergreifend bereitzustellen. Beispiele sind intelligente Robotik oder Funktionen der Datenanalytik, um werksübergreifende Prozesse zu analysieren und zu vergleichen. Neue Anwendungen können mit der cloudbasierten Plattform direkt auf alle Standorte skaliert werden.

Stemmt Volkswagen die Umsetzung der Industrial Cloud alleine?

Die Volkswagen Industrial Cloud wird gemeinsam mit Amazon Web Services (AWS) aufgebaut. Mit Siemens hat Volkswagen den ersten großen Integrationspartner gewonnen.

Wer liefert bei der Zusammenarbeit was?

Volkswagen bestimmt Aufbau und strategische Ausrichtung, bringt seine Expertise bei der Entwicklung von IT-Lösungen im produktionsnahen Umfeld ein. Als Architektur dient die neue Digital Production Platform (DPP) von Volkswagen, an die künftig alle Standorte im Konzern wie auch weitere Unternehmen andocken.
AWS ist der Experte, wenn es um die Technologien Internet der Dinge (IoT), maschinelles Lernen und Computing Services geht. In der Industrial Cloud werden diese Technologien speziell für das automobile Produktionsumfeld entwickelt. 
Und Siemens bringt sein Know-how in der Automatisierung, der Vernetzung von Maschinen und Anlagen sowie der industriellen IoT-Welt mit in die Zusammenarbeit ein.

Wann startet die Entwicklung der Industrial Cloud?

Sie ist schon losgegangen, die Volkswagen Industrial Cloud nimmt jeden Tag mehr Fahrt auf!

Wie viele Experten arbeiten am Projekt?

Mittelfristig werden es rund 220 Spezialisten sein. In Berlin planen die beteiligten Unternehmen ein gemeinsames Industrial Cloud Innovation Center. Weiterhin unterstützen Volkswagen Experten in Dresden, München und Wolfsburg die Entwicklungsarbeit.

Gibt es einen Fahrplan, wann werden erste Ergebnisse sichtbar?

Ziel ist es, erste konkrete Services und Funktionen Ende 2019 in Betrieb zu nehmen. Da es um die Schaffung eines stetig wachsenden, weltweiten Ökosystems im Umfeld der Produktion und Logistik des Volkswagen Konzerns geht, ist das Projekt auf mehrere Jahre ausgelegt.

Weit in die Zukunft gedacht: Was ist das Ziel?

Volkswagen legt seine Industrial Cloud als offene Plattform an. Ziel ist es, Unternehmen aus der gesamten Wertschöpfungskette der Automobilindustrie zu integrieren. Langfristig geht es um die Integration der globalen Lieferkette des Volkswagen Konzerns: über 30.000 Standorte von mehr als 1.500 Zulieferern und Partnerunternehmen. Denkbar ist zudem, dass die Cloud-Plattform grundsätzlich für andere Automobilhersteller zugänglich sein wird. So entsteht ein stetig wachsendes, weltweites industrielles Ökosystem.

So viele Daten, auch von Partnern und Zulieferern – wie sieht es mit der IT-Sicherheit aus?

Volkswagen verschlüsselt alle Daten, die in der Industrial Cloud zusammengeführt werden, nochmals selbst. Hier legt das Unternehmen höchste Maßstäbe an. Für die Architektur entsprechender Cybersecurity-Lösungen haben sich der Volkswagen Konzern und Amazon Web Services geeinigt, die Deutsche Cybersecurity Organisation (DCSO) in Berlin federführend einzusetzen.