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CO₂ reduzieren: Das Beispiel Equinor

CO₂ reduzieren: Das Beispiel Equinor

Der Volkswagen Konzern hat sich dazu verpflichtet, nachhaltige Mobilität konsequent voranzutreiben und beim Schutz der Umwelt vorbildlich zu handeln – höchstens zwei Grad Erderwärmung sind das Ziel.

Zwei Grad. Gerade in der Sommerhitze klingt das erst einmal nach nicht viel. Doch die Auswirkungen einer globalen Erwärmung um mehr als zwei Grad werden dramatisch sein. Das Pariser Klimaschutzabkommen, zu dem sich die Volkswagen AG verpflichtet hat, strebt das Zwei-Grad-Ziel an: Die Erde soll sich höchstens noch um zwei Grad erhitzen. Die Volkswagen AG hat Maßnahmen ergriffen, um dieser Verantwortung gerecht zu werden, denn der Klimawandel und eine globale Reduktion der CO2-Emissionen gehen uns alle an. Bis 2050 will der Volkswagen Konzern daher bilanziell ein CO2 neutrales Unternehmen werden.

„goTOzero“: Die grüne Null

Dazu setzt der Volkswagen Konzern verschiedene Maßnahmen zum Thema Nachhaltigkeit ein, gebündelt unter dem neuen Konzern Leitbild Umwelt „goTOzero“. Oliver Blume, im Konzernvorstand zuständig für den Umweltschutz, sagt dazu: „Mit dem neuen Leitbild Umwelt gibt der Konzern sich und seinen Stakeholdern eine klare Orientierung. Unsere Anstrengungen für mehr Umweltschutz betreffen den gesamten Produktzyklus von der Entwicklung über die Herstellung und den Betrieb bis zum späteren Recycling unserer Fahrzeuge. Zudem beziehen wir auch unsere Lieferanten ein. Nur zusammen können wir unsere Ziele erreichen.“

Die Volkswagen AG – ein nachhaltigkeitsorientiertes Unternehmen

Mit „goTOzero“ macht der Volkswagen Konzern in seiner Konzernstrategie „TOGETHER – Strategie 2025+“ den nächsten wichtigen Schritt hin zu einem umfassend nachhaltigkeitsorientierten Unternehmen. Das Konzern Leitbild Umwelt besteht aus vier Bereichen: Klimawandel, Ressourcen, Luftqualität und Umwelt-Compliance. Es gibt den zahlreichen Umweltprogrammen auf Konzern- und Markenebene eine strategische Orientierung. Darunter fallen beispielsweise folgende Ziele: Bis 2025 will das Unternehmen den CO2-Fußabdruck seiner Fahrzeugflotte über den gesamten Lebenszyklus im Vergleich zu 2015 um 30 Prozent reduzieren. Bis 2023 will die Volkswagen AG rund 30 Milliarden Euro in die Elektromobilität investieren und bis 2028 mehr als 70 neue E-Modelle auf den Markt bringen. Darüber hinaus engagiert sich der Konzern beim Aufbau einer Ladeinfrastruktur und bietet bereits heute über sein Unternehmen Elli Volkswagen Naturstrom für Kunden und Verbraucher an.

  • Equinor

    Equinor ist ein internationales Energieunternehmen aus Norwegen. Im Mai 2018 hat das Unternehmen seinen Namen von vormals Statoil zu Equinor geändert. Es ist Europas zweitgrößter Gaslieferant und der größte Betreiber von Gas- und Ölproduktionsanlagen auf hoher See. Zudem investiert Equinor in Solarenergie und Offshore-Windanlagen. Aktuell ist Equinor mit rund 20.000 Mitarbeitern in über 30 Ländern präsent und produziert täglich zwei Millionen Barrel Öl. Das Unternehmen wurde 1972 als Staatsunternehmen gegründet, ist aber mittlerweile an den Börsen in New York und Oslo notiert. Der norwegische Staat hält 67 Prozent der Aktien. Equinor hat seinen Hauptsitz in Stavanger.  

Verzahnung von Mobilität und Energie

Bjørn Otto Sverdrup ist Senior Vice President für Unternehmensnachhaltigkeit bei Equinor

Gerade die Bereiche Mobilität und Energie werden sich durch die E-Offensive der Volkswagen AG und weitere Entwicklungen in diesem Bereich in Zukunft noch stärker verzahnen. Unternehmen aus diesem Bereich, wie etwa das große Energieunternehmen Equinor – vormals Statoil – aus Norwegen, verpflichten sich ebenfalls dem Pariser Klimaabkommen.

Bjørn Otto Sverdrup ist Senior Vice President für Unternehmensnachhaltigkeit bei Equinor: „Wir sind sehr beeindruckt von dem, was der Volkswagen Konzern beim Thema Nachhaltigkeit tut.“ Equinor setzt sich auch selbst aktiv für eine Reduktion von CO2-Emissionen ein. „Wir sind Teil eines Problems und möchten Teil der Lösung sein“, sagt Sverdrup und fügt hinzu: „Nachhaltigkeit ist sehr wichtig geworden. Investoren schätzen unsere Arbeit, sie schauen sich unsere Umweltleistung und unser Risikomanagement an.“

Equinor will von einem reinen Öl- und Gasunternehmen zu einem breiter aufgestellten Energieunternehmen werden. Der Konzern plant, CO2-Emissionen aus dem Öl- und Gasgeschäft zu minimieren, zusätzlich im Bereich der erneuerbaren Energien zu wachsen und sich noch stärker auf Klima- und Umweltaspekte fokussieren. Ein großes Ziel: Im Jahr 2018 verursachte Equinor im Geschäftsbetrieb 14,5 Millionen Tonnen CO2-Emissionen, bis 2030 sollen die CO2-Emissionen um 3 Millionen Tonnen reduziert werden. Zum Vergleich: Der Volkswagen Konzern verursachte im Geschäftsbetrieb im Jahr 2017 rund 9 Millionen Tonnen CO2-Emissionen, im vergangenen Jahr nur noch 8,2 Millionen Tonnen.

„Veränderung ist immer schwierig, es ist eine Menge Arbeit für viele Menschen“, sagt Sverdrup und fährt fort: „Aber wenn wir ein besseres Unternehmen werden, tragen wir dazu bei, dass es für uns alle eine Zukunft gibt. Die Klimaproblematik ist etwas sehr Wesentliches, und wir als Energieunternehmen stehen hier im Mittelpunkt. Es sind Tausende von kleinen Schritten, ein Prozess, der wohl nie enden wird. Aber als Unternehmen muss man offen und authentisch sein – und ständig besser werden.“ Bis 2020 sollen 25 Prozent des Research Funds von Equinor in erneuerbare Energien und Energieeffizienz investiert werden.

Bereich Logistik

„Es geht darum, erstens die eigenen Emissionen zu reduzieren, zweitens, nachhaltig zu wachsen und drittens, sicherzustellen, dass das Thema Klima in alle unsere Entscheidungen einbezogen wird“, erläutert Sverdrup den Nachhaltigkeitsansatz Equinors. Seit 2011 hat das Unternehmen die Emissionen aus seinen logistischen Aktivitäten um insgesamt 600.000 Tonnen CO2 reduziert. Das entspricht den jährlichen Emissionen aller Autos in Oslo. Zur Flotte Equinors gehören Hubschrauber und Schiffe, die für die Versorgung, die Notfallhilfe, die Bewegung von Bohrgeräten und die Lagerung eingesetzt werden. Equinors Logistikgeschäft umfasst rund 40 bis 50 Schiffe und 19 Hubschrauber im täglichen Betrieb sowie rund 150.000 LKW-Transporteinsätze pro Jahr. Equinor hat das Ziel, seine Emissionen in der NCS-Lieferkette bis 2030 im Vergleich zum Jahr 2011 um die Hälfte zu reduzieren.

In den Regenwald und CCS investieren

Im Jahr 2018 kündigte Equinor an, dass der Konzern bereit sei, in den Schutz des Regenwaldes zu investieren, sobald der rechtliche Rahmen dafür stimme und ein funktionierender CO2-Markt existiere. Equinor geht davon aus, dass dies noch in diesem Jahr der Fall sein werde. Der Schutz und die Wiederherstellung von Wäldern und Flächen sei eine wirksame globale Klimamaßnahme. Denn gerade der Regenwald speichert enorme Mengen an CO2. Ein künstliches Verfahren, das ebenfalls CO2 speichert, nennt sich CCS (Carbon Capture and Storage, zu deutsch: CO2-Abscheidung und -Speicherung). Equinor hat bereits mehr als 23 Millionen Tonnen CO2 abgetrennt und gespeichert. Nun versucht der Konzern, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, um CCS wirtschaftlich nutzbar zu machen. Sverdrup sagt: „Wenn ich einen Tipp für andere Unternehmen hätte, ihre Emissionen zu reduzieren, dann wäre es der: Nutzen Sie das Know-how in Ihrem Unternehmen, insbesondere das Ihrer Ingenieure. Gebt ihnen ein Problem, ein klares Ziel und lasst sie eine Lösung finden – darin sind sie gut!“