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Flügelschlagen für Windstrom

Die MAN Truck & Bus SE und die VW Kraftwerk GmbH gestalten gemeinsam die Energiewende mit. Dafür werden in einem Gemeinschaftsprojekt vier Windkraftanlagen am Standort Salzgitter der MAN Truck & Bus SE errichtet. Deren Bau hat begonnen.

Der Volkswagen Konzern leistet künftig einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz. Dafür treibt das Unternehmen auch die Dekarbonisierung der Energieerzeugung weiter voran. Auf dem Gelände von MAN Truck & Bus SE in Salzgitter baut die VW Kraftwerk GmbH vier Windkraftanlagen. Mit der Inbetriebnahme wird für November 2019 gerechnet. Die neuen Windkraftanlagen sind Teil der Energiewende. Denn sie tragen nach ihrer Fertigstellung zur nachhaltigen Energieerzeugung bei.

207 Meter hohe Windräder

Jedes Windrad wird 207 Meter hoch sein, die Nabenhöhe liegt bei 149 Metern

Die Windenergieanlagen des Typs E-115 E2 3,2 MW werden von der Firma Enercon geliefert. Dieser Anlagentyp ist seit einigen Jahren auf dem Markt und wurde zusammen mit dem Vorgängermodell E-115 3,0 MW laut Enercon bereits über 1.000 Mal für seine Kunden aufgestellt. Die Windräder werden 207 Meter hoch, ihre Nabenhöhe liegt bei 149 Metern. Damit sie noch in diesem Jahr in Betrieb gehen können, sind Ende Februar die vorbereitenden Baumaßnahmen auf dem Gelände in Salzgitter gestartet. Dort mussten als Erstes Zuwegungen und Kranstellflächen eingerichtet wurden. Einige dieser Flächen werden nur für den Aufbau der Windenergieanlagen benötigt. Sie werden später wieder zurückgebaut beziehungsweise entsiegelt.

2.500 Kubikmeter große Baugrube

So siehts im Inneren des Windrads aus: Eine Leiter zur Besteigung ist an der Wand montiert

Damit es auf der  Baustelle zu möglichst wenigen Beeinträchtigungen kommt, arbeiten die Kollegen der Kraftwerksplanung eng mit den Kollegen der MAN sowie dem Anlagenhersteller Enercon zusammen. 

Mitte April begann der Fundamentbau für die vier Anlagen. Hierfür müssen je Anlage 130 Tonnen Stahl und 1260 Kubikmeter Beton in die 2.500 Kubikmeter große Baugrube eingebracht werden. So gilt es, die Anlieferung der Betonfahrmischer gut zu koordinieren, damit das Fundament als solches in einem Stück betoniert werden kann.

Jetzt beginnt der Turmaufbau

Hunderte Tieflader transportieren das Fundamentmaterial und die Einzelteile auf die Baustellen

Nach der Fertigstellung der Anlagenfundamente, beginnt in diesen Tagen der Turmaufbau. Die ersten Turmsegmente werden angeliefert. Der knapp 150 Meter hohe Turm einer Windenergieanlage besteht aus 28 Betonringen (welche im unteren Teil aus drei einzelnen Segmenten zusammengesetzt werden) und einem abschließenden Stahlabschnitt, bestehend aus drei Stahlsektionen. Schon von weitem sind die bis 170 Meter hohen Montagekräne zu sehen. Sie lassen vermuten, dass hier etwas ganz Großes geplant ist. Die Endmontage der Anlagen geschieht dann im August. Dabei werden die Rotorblätter mit der Gondel zusammengesetzt und diese Komponenten auf den Turm aufgesetzt. Diese Arbeiten übernehmen mehrere Schwerlastkräne.

Jedes Rotorblatt misst 56 Meter Länge

In jeden Fall müssen die Montagearbeiter für die Arbeit in luftiger Höhe schwindelfrei sein, wenn die Anlagenteile mit Hilfe der Kräne aufgebaut werden. Ein einziges Rotorblatt misst knapp 56 Meter Länge und allein die Gondel, in der sich das Maschinenhaus befindet, wiegt etwa 300 Tonnen. Im Inneren des Turms wird ein Lift installiert, welche das Servicepersonal für wiederkehrende Wartungsarbeiten in der Gondel nutzen wird. Die Anlagen werden regelmäßig gewartet und aus der Ferne kontinuierlich überwacht. Bei Volllastbetrieb dreht sich der Rotor 12,4-mal pro Minute und die Windenergieanlage erreicht dabei ihre Nennleistung von 3.200 Kilowatt.

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