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„Mein Tipp: Fokus auf Neugierde“

„Mein Tipp: Fokus auf Neugierde“

Volkswagen befindet sich in einer Phase grundlegender Transformation. Das bringt auch für die Führungsebene des Konzerns ganz neue Herausforderungen mit sich. Bei der Ausrichtung auf die Aufgaben der Zukunft wird Volkswagen von externen Experten wie Wolfgang Jenewein unterstützt, Ordinarius für Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen. Personalvorstand Gunnar Kilian und Wolfgang Jenewein im Gespräch über moderne Führungskräfte, Verantwortung und die anstehenden Veränderungen.

Herr Jenewein, was muss eine moderne Führungskraft heute leisten, die Transformationsprozesse in einem Unternehmen gestalten will?

Wolfgang Jenewein (links) und Gunnar Kilian im Gespräch

Wolfgang Jenewein: Eine Führungskraft hat schon immer Menschen verstehen und Menschen begeistern müssen. Heutzutage ist es bloß so, dass die Führungskraft nicht mehr so gut den Weg kennt wie früher. Es geht also immer mehr darum, dass man Menschen empowert, ihnen ermöglicht eigene Wege zu gehen und im Interesse des gemeinsamen Ziels voranzukommen. Eine gute Führungskraft kann gemeinsam mit ihren Leuten die Frage nach dem Wozu beantworten und gleichzeitig die Menschen zum Miteinander bewegen. Sie kann coachen und die individuellen Stärken erkennen und weiterentwickeln.

Gunnar Kilian: Man kann das am Beispiel Volkswagen sehr gut sehen. Wir haben unverkennbare Stärken in unserer Führungskultur wie die Fachlichkeit, und wir müssen darauf achten, dass wir uns diese Stärke bewahren. Ich glaube aber, dass wir in der Vergangenheit den Fokus zu wenig auf die eigentliche Führung gerichtet haben. Das war auch nicht so nötig, die Welt war stabiler, wie Wolfgang Jenewein sagt. Wir konnten an langfristigen Plänen arbeiten.  

Volkswagen befindet sich in einer Phase grundlegender Transformation. Das bringt auch für die Führungsebene des Konzerns ganz neue Herausforderungen mit sich. Gunnar Kilian spricht mit uns über das Thema Führung.

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Hinweis nach Richtlinie 1999/94/EG in der jeweils gegenwärtig geltenden Fassung: Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Straße 1, D-73760 Ostfildern oder unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

Führungskultur in der Transformation - Im Gespräch mit Gunnar Kilian

Was bedeutet das für die Zukunft?

Gunnar Kilian: In einer Welt, in der Entscheidungen zunehmend schneller getroffen werden, werden wir zwangsläufig erleben, dass wir getroffene Entscheidungen auch schneller an neue Gegebenheiten anpassen müssen. Dabei wird es wichtig, dass die Führungskraft ihr Team mitnehmen kann, aber auch mehr Vertrauen in ihr Team setzt. Es wird schon zeitlich gar nicht mehr möglich sein, dass die oder der an der Spitze jeden Sachverhalt nochmal prüft und als bester Experte zuletzt nochmal sein Prädikatssiegel obendrauf setzt. Stattdessen muss sie oder er das Bestmögliche an Know-how und Motivation aus seinem Team rausholen. Nur dann können wir in der Transformation erfolgreich sein.  

Herr Jenewein, Sie stellen den Begriff Ownership in den Mittelpunkt – was bedeutet das im Kontext von Führung?

Wolfgang Jenewein: Ownership ist deshalb wichtig, weil bestehende Strukturen und Abläufe immer weniger Bestand haben und deshalb auf allen Ebenen Verantwortungsübernahme erwartet wird und erfolgen muss. Das ist wichtig, damit man in einer Zeit, in der langfristige Pläne nicht mehr funktionieren, aus allen Ebenen Antworten und Lösungen bekommt.  

Volkswagen befindet sich in einer Phase grundlegender Transformation. Das bringt auch für die Führungsebene des Konzerns ganz neue Herausforderungen mit sich. Bei der Ausrichtung auf die Aufgaben der Zukunft wird Volkswagen von externen Experten wie Wolfgang Jenewein unterstützt, Ordinarius für Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen. Im Interview spricht Wolfgang Jennewein über die Aufgaben der Zukunft.

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Führungskultur in der Transformation - Im Gespräch mit Wolfgang Jenewein

  • Wolfgang Jenewein...

    ...ist Betriebswirtschaftler und Ordinarius an der Universität St. Gallen. Er arbeitet zudem als Coach und Berater für Unternehmen, ist Buchautor und Redner.

Was heißt das konkret?

Wolfgang Jenewein: Das heißt für mich: no blaming, no complaining, no excuses. Wir lehnen das an das Konzept der Navy SEALS an: keine Schuldzuweisungen, keine Beschwerden, keine Ausreden, nur Verantwortung zählt. Das ist ein bisschen dramatisch ausgedrückt, aber wenn man das als Kultur, als DNA etablieren kann bei Volkswagen, dann hat man viele Hemmnisse beseitigt und kann sich auf das fokussieren, was man beeinflussen kann.  

Vom rasanten Wandel sind alle Branchen betroffen. Gibt es trotzdem spezifische Eigenarten der Automobilindustrie?

Wolfgang Jenewein: Ich verwende immer das Bild des digitalen Tornados, und Volkswagen ist da gerade mittendrin, schon seit zwei, drei Jahren und wahrscheinlich auch noch die nächsten fünf Jahre. Andere Branchen wie die Musikindustrie oder die Medien hat es früher erwischt. Im Moment ist es das Auto, bei dem sich alles verändert. Und da Volkswagen der größte Autokonzern ist und es so viele Menschen betrifft, sollte eigentlich die ganze Gesellschaft darauf hoffen und dabei unterstützen, dass dieser Konzern auch weiterhin prosperiert und die Transformation schafft. Im Moment hat man bei Volkswagen die Zeichen erkannt und bewegt die richtigen Hebel. Aber 660.000 Mitarbeiter weltweit — das sind viele Menschen, da müssen alle mitmachen. Der Vorstand allein wird es nicht schaffen, möglichst viele müssen mitziehen.

Volkswagen befindet sich in einer Phase grundlegender Transformation. Das bringt auch für die Führungsebene des Konzerns ganz neue Herausforderungen mit sich. Elke Heitmüller spricht mit uns über das Thema Diversity

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Führungskultur in der Transformation - Im Gespräch mit Elke Heitmüller

Wie können Führungskräfte angemessen auf die Digitalisierung reagieren und sie sogar für sich und das Unternehmen nutzen?

Gunnar Kilian: Wir, die Industrie, sind nicht die ersten im Digitalisierungsprozess. Banken, Versicherer sind diesen Weg längst gegangen. Zunächst geht es um eine klassische Management-Aufgabe: Wo investieren wir sinnvoll in Digitalisierung, weil wir daraus auch entsprechende Effizienzen heben können? Die andere Seite der Medaille ist, wie die Digitalisierung die Zusammenarbeit verändern wird. In vielen Bereichen unserer Branche ist es vielleicht gar nicht so disruptiv wie anfangs befürchtet. Trotzdem wird sich vieles verändern: Wir werden erleben, dass sich Beschäftigung verschiebt, dass in indirekten Bereichen vor allem Sachbearbeiter-Tätigkeiten entfallen, dass aber auch andere, auch höherwertige Aufgaben, sich verändern. Es kommt nun darauf an, rechtzeitig aus erkennbaren Entwicklungen die richtigen Ableitungen zu ziehen.  

Wie stellt sich Volkswagen auf diesen Wandel ein?

Gunnar Kilian: Es ist die Aufgabe des Personalbereiches, aber auch des Managements, zu analysieren und zu entscheiden: Wie können wir das Team, das wir heute an Bord haben, durch Qualifizierung so fit machen, dass wir unsere Belegschaften erfolgreich in neue Tätigkeiten bringen? Das ist für mich die Kernerwartung an unser Management. Transformation ist für mich nicht, auf der einen Seite Personal abzubauen und auf der anderen neues einzustellen. Transformation heißt für mich, dass wir als Management die Frage beantworten, welche Tätigkeit ein heute 40-Jähriger, dessen Aufgabe absehbar entfallen wird, in Zukunft ausüben kann — und zwar so, dass er seine Stärken voll einbringen kann.

Volkswagen befindet sich in einer Phase grundlegender Transformation. Das bringt auch für die Führungsebene des Konzerns ganz neue Herausforderungen mit sich. Ralph Linde spricht mit uns über Führungskultur

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Hinweis nach Richtlinie 1999/94/EG in der jeweils gegenwärtig geltenden Fassung: Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Straße 1, D-73760 Ostfildern oder unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

Führungskultur in der Transformation - Im Gespräch mit Ralph Linde

Verändern sich die benötigten beruflichen Qualifikationen nicht rasant?

Gunnar Kilian: Ja, aber ich spreche nicht nur von Formal-Qualifikationen. Häufig haben unsere Beschäftigten auch Stärken, die ich als Vorgesetzter nur herausfinde, wenn ich meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch mal frage: Was machst du eigentlich in deiner Freizeit? Da wird es Kollegen geben, die sind politisch aktiv, haben beispielsweise Erfahrung in Räten, in Verwaltungsangelegenheiten, in der Organisation von Vereinen, in der Planung und Umsetzung von Projekten, andere können programmieren, so dass wir sie zu  Software-Entwicklern qualifizieren können. Das tun wir ja schon sehr erfolgreich mit der Fakultät 73, bei der einige Teilnehmer auch auf Know-how aufbauen, das sie in ihrer Freizeit erworben haben. Dieser Verantwortung gerecht zu werden, Mitarbeiter zu führen, ihre Fähigkeiten zu identifizieren, sie zu begeistern und sie für Veränderung zu gewinnen — das zählt für mich zu den Königklassen des Managements in der Transformation.

Wolfgang Jenewein: Bei Volkswagen ist schon ein großes Stück Arbeit geleistet worden, da kann man stolz sein. Im nächsten Schritt gilt es, Neugier zu wecken, Interesse an diesen Veränderungen. Ich glaube, die Menschen bei Volkswagen sind bereit, man muss sie nur aktivieren und inspirieren für die anstehenden Veränderungen, und das geht über die Emotion Neugier. Wenn es viel Neugier gibt, dann wird auch die Veränderung nicht so dramatisch wahrgenommen, dann wird die Veränderung auch angenommen und mitgestaltet. Also Fokus auf Neugier, das wäre mein Tipp.  

Volkswagen befindet sich in einer Phase grundlegender Transformation. Das bringt auch für die Führungsebene des Konzerns ganz neue Herausforderungen mit sich. Arne Puls spricht mit uns über das Thema Managementvergütung.

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Führungskultur in der Transformation - Im Gespräch mit Arne Puls