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Millionen E-Autos für das Milliardenvolk

Millionen E-Autos für das Milliardenvolk

2020 ist für die Elektromobilität ein Schlüsseljahr, besonders auf dem chinesischen Markt. Während der chinesische Staat das Anreizsystem für E-Autos umstellt, zieht der Volkswagen Konzern im Reich der Mitte das Tempo an.

Vor mehr als 40 Jahren hat Volkswagen erste Geschäftsbeziehungen nach China geknüpft. Der damalige Vorstandsvorsitzende Carl Hahn erkannte das Potential und stellte die Weichen für den Erfolg des Unternehmens in dem sich gerade erst öffnenden Land. Wenig später brachte der Konzern als einer der ersten internationalen Autobauer seine Fahrzeuge auf den chinesischen Markt. Damit nahm die Erfolgsgeschichte ihren Lauf. Mehr als 42 Millionen Autos hat Volkswagen seither in China abgesetzt. Heute verkauft der Volkswagen Konzern rund 40 Prozent seiner Autos in China. Auf jedem fünften in China verkauften Auto prangt das Logo einer Konzernmarke.

Und gegen den chinesischen Markttrend hat der Volkswagen Konzern im abgelaufenen Jahr auf seinem größten Einzelmarkt gemeinsam mit den Joint Ventures FAW-Volkswagen, SAIC VOLKSWAGEN und JAC Volkswagen mit 4,23 Millionen Fahrzeugen seine Auslieferungen leicht gesteigert sowie Marktanteile gewonnen. Chinas Anteil an den globalen Auslieferungen ist bereits heute bedeutend. Jetzt, im Zuge der E-Offensive des Konzerns, wird dem „zweiten Heimatmarkt“ in den nächsten Jahren noch größere Bedeutung zukommen. Dies drückt sich auch in direkten Zahlen aus: Bis 2028 will der Konzern weltweit 28 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) verkaufen, mehr als die Hälfte davon in China.

Hervorragende Rahmenbedingungen für E-Mobilität

Denn nirgendwo sind die Rahmenbedingungen für E-Autos besser als in China. 2018 haben alle Hersteller zum ersten Mal über eine Million E-Autos in der Volksrepublik abgesetzt, mehr als die Hälfte der weltweiten Produktion. „Die Denkweise der Menschen und die Politik der Regierung sind mehr auf Elektroautos ausgerichtet als in jedem anderen Land“, sagt Konzernchef Herbert Diess. „Immer mehr Städte, vor allem die Mega-Metropolen wie Peking und Shanghai, unterstützen sie mit speziellen Vorteilen.“

Zwar werden derzeit für Kunden die finanziellen Förderungen für den Kauf von E-Autos heruntergefahren, um den explosionsartigen Anstieg zu einem qualitativen Wachstum reifen zu lassen. E-Autos bieten aber weiterhin einige überzeugende Vorteile, um mehr und mehr chinesische Kunden zum Kauf eines elektrifizierten Fahrzeugs zu bewegen: Elektroautos haben in Großstädten kein Fahrverbot – wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor an gewissen Tagen. Zusätzlich bekommen Käufer für ein E-Auto schneller eine Zulassung als für herkömmliche Fahrzeuge. Und sie können vielerorts eigene Spuren benutzen.

„Ein gesunder Markt kann nicht auf finanziellen Anreizen beruhen“, sagt Stephan Wöllenstein, CEO der Volkswagen Group China „Daher wird die Reduzierung der Subventionen für Elektrofahrzeuge dem Markt langfristig zugute kommen.“ Der schnelle Profit entfällt. So werden die Hersteller angeregt, Forschung und Entwicklung von Elektrofahrzeugen zu verstärken und diese wettbewerbsfähiger und besser zu machen. Statt schnell viele E-Autos mit unbefriedigender Qualität auf die Straßen zu bringen, setzt der chinesische Staat beim Thema E-Auto künftig stärker auf Qualität

Und auch auf Herstellerseite unterstreichen staatliche Vorgaben die Bedeutung des Themas Elektromobilität: Um den Anteil elektrifizierter Fahrzeuge am Gesamtabsatz zu erhöhen, hat die Regierung für alle Hersteller eine Quote mit einem Punktesystem für E-Autos eingeführt. Diese komplexe Quote basiert auf folgendem Prinzip: Je nach Elektrifizierungsgrad erhält ein Hersteller pro verkauftem Auto entsprechende Punkte – die Vollzahl für voll-elektrische Fahrzeuge. Zudem werden technische Faktoren wie Reichweite und Batteriedichte bei der Punktevergabe eingerechnet. Insgesamt muss dann unter dem Strich eine gewisse Quote von Punkten durch E-Fahrzeuge in der Gesamtflotte erreicht werden. Und diese Quote steigt über die nächsten Jahre an. Sollte ein Ziel verfehlt werden, drohen Sanktionen, im schlimmsten Fall der Produktionsstopp.

Volkswagen setzt auf langfristiges Wachstum

Seit Mitte vergangenen Jahres, dem Zeitpunkt des Entfalls der Kaufsubventionen, erfährt der chinesische Elektromobilitätsmarkt zum ersten Mal einen negativen Trend. „Dem Kunden müssen die zahlreichen Vorteile der Elektromobilität nun auf anderen Wegen schmackhaft gemacht werden“, sagt Stephan Wöllenstein. Zum einen durch immer attraktivere E-Autos, zum anderen durch gebündelte und intensivierte Anreize wie kostenfreie Vergabe von Nummernschildern, Gratis-Parken, keine tagesabhängigen Fahrverbote und eigene E-Auto-Spuren.

„Solche Anreize müssen noch stärker an Kundenbedürfnisse angepasst werden, um wieder ein gesundes Wachstum auf dem E-Auto-Markt zu ermöglichen“, fordert er. „Langfristig sind wir uns aber sicher: Der Markt wird weiter wachsen.“ Gleichzeitig sollte auch sichergestellt werden, dass Sorgen um Lademöglichkeiten bald der Vergangenheit angehören. Volkswagen unterstützt dies bereits mit seinem Joint-Venture CAMS, das private Wall-Boxen und öffentliche Ladestationen fördert.

  • Neue Konzernmarken für den chinesischen Markt

    JETTA, die neue Marke von Volkswagen, hat eine klare Mission: die Ansprache der Verbraucher, die von Volkswagen noch nicht erreicht werden. Das sind derzeit etwa ein Drittel des Marktes, das Einstiegssegment.

    SIHAO ist die neue reine Elektro-Joint-Venture-Marke des Volkswagen Konzerns in China. Sie richtet sich an junge Städter, die ihre Werte entdecken und ihr volles Potenzial entfalten wollen.

Bis 2028 mehr als die Hälfte aller global verkauften E-Autos in China

Mit dem ID. Next gibt Volkswagen einen Ausblick auf das erste Modell der ID. Familie für China. Ende 2020 soll der Wagen in Produktion gehen
ID. Next: Studie

2020 wird ein Schlüsseljahr für die Elektromobilität in China – genauso wie für Volkswagen. In diesem Jahr starten die Werke von SAIC VOLKSWAGEN in Anting und von FAW-Volkswagen in Foshan die Fertigung von Fahrzeugen auf MEB-Basis mit einer Produktionskapazität von jährlich rund 600.000 rein elektrischen Fahrzeugen „Made in China“. Die lokale MEB-Produktion soll dann bis 2025 auf 15 verschiedene MEB-Modelle unterschiedlicher Marken ausgeweitet werden. Und bis 2035 soll die Hälfte aller verkauften Autos mit E-Antrieb (NEV - New Energy Vehicle) ausgestattet sein.

Dieses Jahr führt die Marke Volkswagen die vollelektrische ID. Familie in China ein, außerdem wird es 2020 für mehrere bereits etablierte Modelle Hybrid-Versionen geben. Audi bringt den e-tron ins Reich der Mitte und Porsche kommt mit dem Taycan nach China..

„Ich freue mich auf dieses Jahr, in dem unsere lokale E-Auto-Produktion erheblich an Umfang zunehmen wird. Der Erfolg in der Elektromobilität ist ein wesentlicher Faktor zur Erreichung unseres Nachhaltigkeitsziels, bis 2050 bilanziell klimaneutral zu sein“, sagt Stephan Wöllenstein.

Neben immer mehr E-Autos in der Flotte liegt der Fokus auch auf ressourcenschonender Produktion. Als erster Schritt soll daher in allen 33 chinesischen Produktionsstätten von Volkswagen und seinen Partnern der ökologische Fußabdruck optimiert werden. Im Jahr 2025 sollen alle Werke pro Fahrzeug 30 Prozent weniger Abfall produzieren und im gleichen Maße Energie und Wasser einsparen.

Von der Mobilitätswende und der Nachhaltigkeitsstrategie profitieren beide Partner: Volkswagen unterstützt die chinesischen Megacities dabei, ihre Schadstoffbelastung zu reduzieren. Und China ist für Volkswagen allein durch seine Marktgröße entscheidend dafür, seine E-Offensive und damit der Elektromobilität insgesamt weltweit zum Erfolg zu verhelfen.

Volkswagen investiert vier Milliarden Euro in China

Auf 1.000 Menschen kommen im Reich der Mitte derzeit etwa 173 Autos. In Deutschland ist die Fahrzeugdichte fast viermal so hoch, in den USA sogar fünfmal. Steigen immer mehr Chinesen in die Mittelschicht auf – und davon ist auszugehen – wird auch der Bedarf an individueller Mobilität steigen. Dieses Wachstum wird sich in einem höheren Bedarf an Mobilitätsdienstleistungen sowie einem Zuwachs an privaten Fahrzeugen in den vielen aufstrebenden „kleineren“ Millionenstädten Chinas ausdrücken.

Das Potential des chinesischen Markts ist also riesig. Deswegen wird die Volkswagen Group China zusammen mit den lokalen Partnern weiter im Reich der Mitte investieren – im Jahr 2020 über vier Milliarden Euro. Rund 40 Prozent dieser Investitionen fließen in die Elektromobilität – in Produktion, Infrastruktur, Forschung und Entwicklung von E-Autos.  

„Der chinesische Automarkt ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg von Volkswagen. Wir wollen durch lokale Partnerschaften und verstärkte Entwicklungsarbeit im Land unsere Führungsrolle festigen“, betont Herbert Diess. Volkswagen hat daher die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen des Konzerns mit denen der Marken Volkswagen und Audi in Peking verschmolzen. Mehr als 4.500 Ingenieure arbeiten künftig gemeinsam an Zukunftstechnologien wie Autonomes Fahren, Digitalisierung und Connectivity sowie Design.

„China steht bei Digitalisierung und intelligenten Mobilitätstechnologien weltweit an der Spitze. Unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung erschließt durch Zusammenarbeit mit starken chinesischen Partnern neue Technologien und untersucht Trends, die Relevanz für den Automobilsektor haben. Das Auto des neuen Jahrzehnts wird zum großen Teil von China bestimmt“, sagt Stephan Wöllenstein. Die enge Verzahnung der lokalen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten soll Volkswagen noch stärker auf dem chinesischen Markt verankern. Damit stellt Volkswagen die entscheidenden Weichen für den Erfolg in der Zukunft.  

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