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„Bei den meisten Lieferanten stehen die Ampeln auf Grün“

Die Produktion ist angelaufen – nicht nur bei Volkswagen, sondern auch bei Tausenden Lieferanten, die die Autofabriken mit Bauteilen versorgen. Eine wichtige Rolle in Europa spielen Firmen aus zwei Ländern, die die Corona-Krise besonders hart getroffen hat: Italien und Spanien.

Besonders im Norden beider Staaten gehört die Zulieferindustrie zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen – etwa in der Lombardei und rund um Barcelona. „Insgesamt beziehen wir Vorprodukte von mehr als 1.000 italienischen und spanischen Firmen“, sagt Nico Feirer, Leiter globale Seriensteuerung in der Volkswagen Konzernbeschaffung. Es kommt jedoch nicht nur auf die direkten Vertragspartner, die so genannten Tier-1-Lieferanten an. Ebenso wichtig sind die vielen weiteren Unternehmen entlang der Lieferkette. „Auch der Ausfall einer auf den ersten Blick vermeintlich kleinen und unbedeutenden Firma kann zu Problemen führen“, sagt Feirer.

Seit dem Beginn der Pandemie hat Feirers Team das komplexe Lieferantennetz besonders intensiv im Blick. „25 Fachleute aus den verschiedenen Ländern der globalen Beschaffungsorganisation versorgen uns mehrmals wöchentlich mit frischen Vor-Ort-Informationen zur aktuellen Lage“, sagt er. Für mehr als 30 Länder hat Volkswagen in der Krise ein systematisches Corona-Monitoring organisiert. „Wir wollen sofort wissen, falls irgendwo Probleme drohen.“  

Nico Feirer: „25 Fachleute versorgen uns mit Vor-Ort-Informationen zur aktuellen Lage.“

Gerade bei kleinen Zulieferern sei kontinuierlicher Absatz und damit Umsatz wichtig für die finanzielle Stabilität, sagt Feirer. „In mehreren Fällen haben wir deshalb auch über unseren kurzfristigen Bedarf hinaus weiter Ware abgenommen, um den Lieferanten direkt zu helfen.“

In Italien und Spanien kam solche Unterstützung lange nicht in Frage, denn angesichts der hohen Infektionszahlen war Autozulieferern die Produktion bis weit in den April hinein untersagt. „Diese Zeit hat Volkswagen genutzt, um gemeinsam den Neustart mit strengen Gesundheitsregeln vorzubereiten“, sagt Feirer. Eine Säule war das umfangreiche Schutzkonzept, das Volkswagen weltweit mehr als 40.000 Lieferanten und Dienstleistern in verschiedenen Sprachen auf der Lieferanten-Plattform zur Verfügung gestellt hat. „Für viele Partner war das eine wichtige Hilfe. Nicht jedes Unternehmen hat genügend Fachleute, um so ein Paket in wenigen Wochen zu erarbeiten.“ Zum Konzept gehören auch die für den Konzern gültigen 100 Maßnahmen – vom Tragen von Atemmasken bis zur kontaktlosen Übergabe von Gütern. Insgesamt wurden die Unterlagen mehr als 120.000-mal heruntergeladen – ein Zeichen für das große Interesse.

Frank Müller: „Für viele Betriebe hängt die Existenz daran, dass sich das Geschäft schnell erholt.“

Inzwischen ist das staatliche Produktionsverbot in Italien und Spanien aufgehoben. Mit dem Neustart bei Volkswagen steigern die Zulieferer ihre Fertigungsmengen. „Aktuell ist uns kein Partner in Spanien und Italien bekannt, dessen Betrieb wegen der Corona-Pandemie stillsteht“, berichtet Frank Müller, Leiter des Kapazitätsmanagement der Beschaffung. „Das ist eine gute Nachricht. Für viele Betriebe hängt die Existenz daran, dass sich das Geschäft schnell erholt.“

In enger Kooperation mit der Logistik arbeitet das Team um Nico Feirer daran, die weltweiten Lieferketten stabil zu halten – doch eine Garantie gibt es nicht. „Bei den meisten Lieferanten stehen die Ampeln jetzt auf Grün. Allerdings müssen wir jederzeit damit rechnen, dass sich die Lage in einzelnen Ländern wieder zuspitzen kann“, sagt Feirer. Sollte es so kommen, ist schnelles Handeln gefragt. „Als die Pandemie in China ausbrach, war noch Fracht für mehrere Wochen auf den Schiffen unterwegs. Ein Lkw dagegen braucht nur zwei Tage von Italien nach Deutschland. Das ist unsere Vorlaufzeit“, erläutert Müller. Solange die Pandemie dauert, wird das Team alle wichtigen Automobil-Zuliefer-Länder im Blick behalten – von Südamerika bis Asien.  

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