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„Die Kriterien sorgen für maximale Transparenz“

Interview mit Ralf Pfitzner, Leiter Nachhaltigkeit bei Volkswagen

Der Volkswagen Konzern hat von der unabhängigen Science Based Targets Initiative (SBTi) die Bestätigung erhalten, dass die Klimaziele des Unternehmens die Bedingungen zur Begrenzung der Erderwärmung auf „deutlich unter 2 Grad Celsius“ erfüllen. Das entspricht den Anforderungen des Pariser Klimaschutzabkommens. Im Interview erklärt Ralf Pfitzner, Leiter Nachhaltigkeit bei Volkswagen, was die SBTi-Prüfung bedeutet – und wie sie mit der aktuellen Klimaschutz-Debatte in der EU zusammenpasst.

Herr Pfitzner, die EU diskutiert gerade über eine nochmalige deutliche Verschärfung der Klimaziele. Ist die SBTI-Prüfung von Volkswagens Klimaschutz-Zielen die Antwort darauf?

Nein, das ist nicht die Antwort - aber die Bestätigung unserer Ziele passt genau zum Thema. Wir hatten bereits zu Beginn des Jahres die unabhängige Prüfung unserer Klimaschutz-Ziele durch die SBTI angestoßen. Eine wissenschaftlich fundierte und gründliche Prüfung für einen Konzern wie Volkswagen nimmt naturgemäß einige Zeit in Anspruch. Dass die Bestätigung unserer Ziele nun mit dem aktuellen Vorhaben der EU zusammenfiel, ist einfach Zufall.

Der Konzern hat sich vorgenommen, bis 2050 bilanziell klimaneutral zu sein. Und auf dem Weg dahin wurde das Ziel definiert, bis zum Jahr 2025 den CO₂-Ausstoß um 30 Prozent zu senken im Vergleich mit 2015. Warum gibt es denn jetzt ein weiteres, neues Ziel und wie passt das alles zusammen?

Das ist in der Tat etwas erklärungsbedürftig. Zunächst einmal: Wir haben unser sehr ambitioniertes Zwischenziel von 2025 mit Hilfe der gleichen wissenschaftlichen Methode ermittelt und das Ziel gilt nach wie vor. Da die SBTi aber nur einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren nach vorn prüft, haben wir den Zeitraum 2018-2030 ausgewählt. Die Initiative berücksichtigt zudem aktuell nur eigene CO₂-Reduktionen des Unternehmens - also keine CO₂-Kompensation. Klimaschutzprojekte zum Schutz gefährdeter tropischer Wälder sind für uns aber auch ein wichtiger Baustein für unser Ziel in 2025 und ermöglichen beispielsweise die CO₂-neutrale Übergabe des ID.3* an unsere Kunden.

Ralf Pfitzner ist Leiter Nachhaltigkeit im Volkswagen Konzern

„Wenn jedes Unternehmen entsprechende Ziele verfolgt, sind wir im Klimaschutz gemeinsam erfolgreich.“

Was ist an der SBTi-Methodik besser?

Besser würde ich es nicht nennen. Aber die Kriterien sind glasklar und sorgen für maximale Transparenz und Nachvollziehbarkeit der eigenen Anstrengungen eines Unternehmens. Die Logik dahinter ist salopp formuliert: „Was muss in den jeweiligen Branchen und Unternehmen passieren, damit in Summe die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad begrenzt wird?“ Wenn jedes Unternehmen entsprechende Ziele verfolgt, sind wir im Klimaschutz gemeinsam erfolgreich.

Warum braucht es überhaupt den Stempel der SBTi?

Die SBTi ist die renommierteste Initiative weltweit und hat sehr glaubwürdige Partner wie den WWF, den UN Global Compact und das World Resource Institute, die dahinter stehen. Das Nonplusultra sozusagen.

Falls man die Ziele von 2025 mit den neuen für 2030 überhaupt vergleichen kann - wie fällt der Vergleich aus?

Ein Vergleich hinkt natürlich etwas. Aber man kann durchaus sagen, dass Volkswagen auf die ohnehin ambitionierten Werte von 2025 noch eine Schippe drauf legt, weil wir CO₂-Kompensation in 2030 nicht mit einrechnen. Trotzdem werden wir weiter in Waldschutzprojekte investieren, denn wir halten das für richtig.

Reicht das, um die aktuellen Pläne der EU für eine Reduzierung der Treibhausgase um 55 Prozent zu schaffen?

Das kommt darauf an, wie die Ziele auf die Branchen heruntergebrochen werden; es würde für den Transportsektor vermutlich aber noch nicht reichen. Wir müssten dann bei der Elektromobilität noch einmal nachlegen, falls die Pläne so umgesetzt würden.

Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Was würden Sie sich als Nachhaltigkeits-Chef wünschen?

Ich würde gern mit dem Fahrrad von meiner Wohnung in Wolfsburg direkt aufs Werksgelände vor mein Büro fahren. Ich wäre auch bereit, mein Dienstrad selbst zu finanzieren.

Verbrauchskennzeichnung

* ID.3: Stromverbrauch in kWh/100 km (NEFZ): 15,4-14,5 (kombiniert), CO2-Emission in g/km: 0; Effizienzklasse: A+

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